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Stärken
- Ikonisches Ferrari-Design mit hohem Wiedererkennungswert
- Sehr direkte Straßenlage und unverfälschtes Fahrgefühl
- In Handarbeit gefertigt, heute begehrtes Sammlerstück
Schwächen
- Keine elektronischen Sicherheitshilfen
- Kaum Komfort: wenig Dämmung, sehr laut und heiß im Innenraum
- Schlechter Ein- und Ausstieg, eingeschränkte Alltagstauglichkeit
Interessiert am Ferrari F40
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Der Ferrari F40 im Markt-Check
Der Ferrari F40 ist Sammlerobjekt, Wertanlage und Fahrmaschine zugleich. Wer sich für einen F40 interessiert, sucht in der Regel keine moderne Technik, sondern genau das Gegenteil: ein leichtes, kompromissloses Auto ohne Fahrhilfen, das den Fahrer fordert und belohnt. Genau diese Radikalität ist heute sein größtes Alleinstellungsmerkmal.
Der markante Heckspoiler, die flache Silhouette und die vielen Luftauslässe sind nicht „Show“, sondern funktionale Aerodynamik und Kühlung. Im Innenraum setzt sich der Leichtbau fort: wenig Zierde, kaum Dämmung, dafür viel Hitze, Geräusche und Mechanik – genau das, was Enthusiasten suchen.
Der F40 gilt als einer der begehrtesten Straßen-Ferrari überhaupt. Das Angebot ist entsprechend klein – und die Preise bewegen sich seit Jahren auf sehr hohem Niveau. Angebote liegen - wenn überhaupt vorhanden - grob im Bereich von ca. 1,8 bis 3,2 Millionen Euro – abhängig von Historie, Zustand, Laufleistung, Originalität und Wartung.
Was den F40 so besonders macht
- Der letzte Ferrari unter Enzo Ferraris Leitung – dadurch historisch „aufgeladen“.
- Leichtbau statt Luxus: Carbon-Verbundwerkstoffe, spartanisches Konzept, Fokus auf Performance.
- Analoges Fahrerlebnis: kein ABS, kein ESP, keine Servolenkung – der Fahrer ist Teil des Systems.
Technische Daten – der Ferrari F40 auf einen Blick
Tabelle anzeigen
| Merkmal | Daten / Fakten |
|---|---|
| Modell | Ferrari F40 |
| Bauzeit | 1987 – 1992 |
| Fahrzeugklasse | Supersportwagen (heute: Oldtimer / Sammlerstück) |
| Karosserieform | Coupé (Berlinetta), 2 Türen, 2 Sitzplätze |
| Antrieb | Heckantrieb |
| Motor | 2,9 l V8 Biturbo (handgefertigt) |
| Getriebe | 5-Gang-Schaltgetriebe |
| Leistung | 478 PS |
| Drehmoment | 577 Nm |
| 0–100 km/h | ca. 4,1 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 324 km/h |
| Länge | 4.358 mm |
| Breite | 1.970 mm |
| Höhe | 1.124 mm |
| Radstand | 2.450 mm |
| Leergewicht | ca. 1.200 – 1.250 kg (je nach Angabe/Markt/Definition) |
| Stückzahl | insgesamt 1.315 Fahrzeuge (Bauzeit-abhängig gezählt) |
| Kofferraum | praktisch nicht vorhanden (nur minimaler Stauraum) |
| Neupreis (Einführung) | ca. 440.000 DM |
| Marktpreise (01/2026) | in Europa häufig ca. 1,8 – 3,2 Mio. € (zustands- & historieabhängig) |
Varianten
Der Ferrari F40 ist zwar grundsätzlich ein einheitliches Modell, doch über die Bauzeit gab es Änderungen und Ausprägungen, die für Sammler relevant sind:
- Frühe Fahrzeuge: teils mit sehr puristischen Details wie seitlichen Schiebefenstern (statt klassischer Kurbelfenster).
- Spätere Fahrzeuge: je nach Markt/Abgasvorschrift mit Katalysator, was sich je nach Auslegung auch auf Ansprechverhalten und Charakter auswirken kann.
- Motorsport-Derivate: extrem seltene Rennversionen (häufig unter dem Namen F40 LM / Competizione geführt) mit deutlich mehr Leistung und weniger Gewicht – echte Enthusiasten- und Sammlerware.
Wichtig: Beim Kauf zählt weniger „Ausstattung“, sondern Originalität, Historie, Nachweise und Zustand. Gerade bei einem F40 ist die Frage, wie dokumentiert die Fahrzeug-Vergangenheit ist, oft kaufentscheidend.
Zielgruppen – für wen ist der Ferrari F40 geeignet?
Der Ferrari F40 ist ein Auto für Erfahrene – und für Menschen, die bewusst ein Fahrzeug ohne Sicherheitsnetz fahren wollen. Wer den F40 bewegt, sollte Respekt vor Leistung, Turboloch/Leistungsentfaltung und der fehlenden Elektronik mitbringen. Gleichzeitig ist er für viele Käufer vor allem ein Sammlerfahrzeug, das nur bei gutem Wetter und zu besonderen Anlässen bewegt wird.
Ist der Ferrari F40 das richtige Auto für dich?
Tabelle anzeigen
| Dein Nutzungsprofil | Passt der Ferrari F40? | Kurzfazit |
|---|---|---|
| Sammler & Wertanlage | 🟢 Sehr gut | Ikonen-Status, geringe Stückzahl und hohe Nachfrage – Zustand, Historie und Originalität sind hier entscheidend. |
| Fahrerlebnis pur / analoger Supersportwagen | 🟢 Sehr gut | Ohne ABS/ESP/Servo extrem direkt – belohnt Könner, fordert Respekt und Erfahrung. |
| Wochenendfahrten bei gutem Wetter | 🟢 Gut | Emotional unschlagbar, aber laut, heiß und kompromisslos – eher „Event“ als gemütliche Ausfahrt. |
| Trackdays | 🟡 Eingeschränkt | Technisch möglich, aber Wert, Ersatzteil-/Service-Themen und Risiko sprechen oft dagegen. |
| Langstrecke / Reisen | 🟠 Weniger geeignet | Wenig Dämmung, straffes Setup und begrenzter Stauraum – Komfort ist nicht seine Disziplin. |
| Stadtverkehr & Alltag | 🔴 Nicht geeignet | Unübersichtlich, anstrengend, teuer im Betrieb – dafür wurde der F40 nie gebaut. |
Alternativen
Wer die Idee eines kompromisslosen Supersportwagens liebt, aber je nach Ziel (Sammlerstück vs. moderne Performance) Alternativen sucht, findet diese Kandidaten besonders naheliegend:
Ferrari F50
Der „offizielle“ Nachfolger: V12 statt Biturbo, noch stärkerer Fokus auf Renntechnik – ebenfalls extrem selten und entsprechend teuer.Porsche 911 GT2 RS
Moderne Interpretation des „brutalen“ Hecktriebler-Prinzips (in der Praxis häufig als 991 GT2 RS gesucht): deutlich alltagstauglicher als ein F40, aber trotzdem radikal schnell. Eine neue Generation wird immer wieder diskutiert – verlässlich sind am Ende aber nur bestätigte Daten.McLaren (W1)
Hightech-Hypercar mit Hybrid-Antrieb und enormer Systemleistung – als Gegenpol zum F40: nicht analog, aber ähnlich exklusiv und extrem.Chevrolet Corvette ZR1
Für Performance-Fans eine „Preis-Leistungs-Anomalie“: sehr viel Leistung fürs Geld (insbesondere im US-Markt) – emotional anders, aber fahrleistungsseitig eine echte Ansage.Ferrari F80 (ab 2025)
Der modernste Vertreter in der Ferrari-Hypercar-Linie: Hybrid-Technik, extreme Leistung, streng limitiert – und eine ganz andere Art von „State of the Art“, als es der F40 damals war.
Probleme und Rückrufe
Bei einem Supersportwagen dieser Baujahre stehen weniger klassische Rückrufe im Vordergrund, sondern Alter, Wartung und korrekte Historie. Gerade beim F40 gilt: Lieber ein teureres, perfekt dokumentiertes Exemplar als ein vermeintliches Schnäppchen.
Typische Themen beim Ferrari F40
1) Keine Fahrhilfen / Sicherheitsniveau wie in den 80ern
Kein ABS, kein ESP, keine Airbags, teils nicht einmal Servolenkung – der F40 verlangt Erfahrung, Konzentration und Respekt. Das ist kein Mangel, aber ein Risiko-Faktor im Alltag.
2) Kraftstoffsystem (insbesondere EU-Fahrzeuge)
Bei vielen europäischen F40 sind (je nach Ausführung) spezielle Kraftstofftanks/Fuel-Bladders ein bekanntes Thema: Alterung kann zu Undichtigkeiten führen, Austausch ist aufwendig und teuer. Vor dem Kauf unbedingt prüfen: Wann wurde das System zuletzt erneuert/umgebaut?
3) Timing-Belt-Service & Wartungsstau
Bei klassischen Ferrari-V8 ist der Zahnriemen-Service ein zentrales Thema – nicht nur nach Kilometern, sondern vor allem nach Zeit. Beim F40 sollte der Nachweis über Wartungen (Spezialisten, Rechnungen, Intervalle) absolut wasserdicht sein.
4) Hitze- und Alterungsthemen
Turbo-Peripherie, Schläuche, Dichtungen, Kühlsystem, Elektrik: Wenn ein F40 lange steht, leidet er häufig mehr, als wenn er regelmäßig (korrekt) bewegt und gewartet wird.
Kurz-Checkliste vor dem Kauf
- Lückenlose Historie (Rechnungen, Service-Nachweise, Vorbesitzer-Kette)
- Originalität (Umbauten/Leistungssteigerungen kritisch prüfen)
- Zustand von Tank-/Kraftstoffsystem und Wartungsständen
- Bonus: Begutachtung durch Ferrari-Spezialisten vor Abschluss
