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Mazda MX-30

Stärken
  • umweltfreundliche Materialien wie Kork in Mittelkonsole
  • fahrerorientiertes Cockpit
  • dynamische Formgebung
  • geringe CO2-Emission
  • umfassende Serienausstattung und Sicherheitssysteme
Schwächen
  • für längere Strecken ungeeignet
  • gewöhnungsbedürftiges Konzept (u. a. durch fehlende B-Säule)
  • knappe Kopffreiheit

Premiere für das erste E-Auto

Der japanische Hersteller Mazda ist dafür bekannt, dass er nicht immer im Mainstream mitschwimmt und auch mal Experimente in seiner Produktpalette wagt. In dieses Bild passt auch der Mazda MX-30, der eine außergewöhnliche Kombination aus SUV-Komfort, Elektromotor, elegantem Design und Alltagstauglichkeit bietet. Nur an Reichweite man-gelt es dem Elektro-SUV etwas, aber dafür folgt ab 2021 bereits ein Modell mit zusätzlichem Wankelmotor. Weiterlesen

Technische Daten

145 - 145 PS

Leistung

16 - 17.3 kwh/100 km

Verbrauch (komb.)

- g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

140 - 140km/h

Höchstgeschwindigkeit

9.7 - 9.7s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Die häufigsten Fragen und Antworten.

Durch das komfortable straffe Fahrwerk bewegt sich der elektrisch betriebene Wagen gut und sicher auf der Straße. Unter allen Mazda-Modellen sticht der MX zudem mit einer besonders leichtgängigen Lenkung sowie einem künstlich auf das Drehmoment abgestimmten Sound hervor. Der 107 kW starke Motor wird in aller Regel an Wechselstrom angeschlossen.

Das japanische SUV ist 4,40 m lang und verfügt über einen 366 l umfassenden Kofferraum. Bei einem Umklappen der Rücklehne kann der Elektro-Mazda auf maximal 1.171 l erweitert werden.

Ein typischer Zweitwagen mit geringer Reichweite

E-Autos sind heutzutage auf dem Markt keine Seltenheit mehr, fast jede Marke hat inzwischen mehr oder weniger inno-vative Elektroautos im Programm. Dabei setzt die elektrische Reichweite die Messlatte für neue Entwicklungen: je höher die Reichweite, desto innovativer die Technik. Doch Mazda geht mit seinem ersten Elektroauto MX-30 andere Wege und stattet den Kompakt-SUV mit einem relativ kleinen Lithium-Ionen-Akku aus, der das Auto gerade einmal 200 km (nach dem WLTP-Messverfahren) weit bewegt. Doch die vergleichsweise geringe Reichweite ist kein technisches Problem, sondern Teil des Konzepts. Der Mazda MX-30 ist als typischer Zweitwagen für kurze Strecken im Alltag konzipiert – mit viel Platz und üppiger Ausstattung im Innenraum sowie einem eher zurückhaltenden und trotzdem eleganten Design. Der Mazda MX-30 eignet sich nicht für lange Reisen oder fürs Gelände und trotzdem spricht er eine ganz bestimmte Zielgruppe an.

Alleinstellungsmerkmal: Die gegenläufig öffnenden Türen

Als erster Elektro-Mazda ist der MX-30 technisch gesehen eine komplette Neuentwicklung, die auf der Tokyo Motor Show 2019 vorgestellt wurde. Allerdings basiert er auf der Plattform des SUVs Mazda CX-30 sowie des Kompaktwagens Mazda 3, hat aber die Portaltüren mit fehlender B-Säule sowie das flach auslaufende Dach vom Sportwagen Mazda RX-8 übernommen. Die sich gegenläufig öff-nenden Türen sind für das Ein- und Aussteigen im Alltag sehr praktisch und bilden gleichzeitig das Alleinstellungsmerkmal des neuen Mazda MX-30 in seinem Segment. Allerdings muss immer erst die vordere Tür geöffnet werden, wenn hinten jemand ein- oder aussteigen möchte. Das kann ganz schön umständlich sein, wenn jeden Tag die Kinder zur Schule ge-fahren werden. Um die Reichweite des Elektro-Crossovers zu erhöhen, bietet der Hersteller ab 2021 einen zusätzlichen Wankelmotor als “Range Extender” (auf Deutsch: Reichweitenverlängerer) an. Das bedeutet, dass der Verbrennungs-motor das Auto nicht direkt antreibt, sondern seine Leistung zum Aufladen der Batterie nutzt, damit das E-Auto mehr Kilometer schafft. In seinem Heimatland ist auch eine Mild-Hybrid-Variante mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor und einem 24-Volt-Lithium-Ionen-Akku geplant, die dem Fahrzeug 150 PS Leistung zur Verfügung stellt – fünf PS mehr als der reine E-Antrieb. Die Hybrid-Variante ist jedoch den Japanern vorenthalten, da dort reine Elektro-fahrzeuge nicht so hoch im Kurs stehen.

Der nette Crossover-SUV von nebenan

Während im SUV-Segment die Fahrzeuge nach dem Motto “größer, schneller, weiter” in alle Richtungen wachsen, kommt der MX-30 in einem fast schon bescheidenen Design daher. Den großen Kühlergrill hat er schon mal in der Werk-statt gelassen und auch sonst verzichtet der Mazda auf scharfe Kanten oder dynamische Sicken. Mit seinem rundlichen Design sieht er eher aus wie der nette Wagen von nebenan. Kein Vorzeigewagen, eben eher ein praktischer Zweitwagen für den Familienalltag. Mit den runden Scheinwerfern und Rückleuchten ist er trotzdem noch als typischer Mazda er-kennbar. Das Crossover-Design aus der höheren Bodenfreiheit eines Geländewagens und dem abfallenden Dach eines Coupés verleiht dem Elektrofahrzeug das vertraute Erscheinungsbild eines Pkw-Modells, das sich auch im Innenraum fortsetzt. Das übersichtliche Cockpit mit den digitalen Instrumenten vermittelt ein sicheres Fahrgefühl, nur das breit gezogene Armaturenbrett erinnert daran, dass man gerade in einem 4,4 m langen SUV sitzt. Ein bisschen wie im Land Rover Defender, aber doch viel feinfühliger. Auf der Rückbank ist dann nicht mehr so viel von der Geräumigkeit eines Geländewagens zu spüren. Die abfallende Dachlinie schränkt die Kopffreiheit ein, lange Beine müssen beim Sitzen stark angewinkelt werden und die hohen Fenster bieten nicht viel Platz zum Rausgucken. Durch das Umklappen der hinteren Lehne lässt sich der durchschnittlich große Kofferraum von 366 Liter auf 1.171 Liter vergrößern.

Nachhaltige Materialen & innovative Bedienung

Wie es sich für ein innovatives Elektrofahrzeug gehört, legt auch die Gestaltung des Innenraums großen Wert auf Nach-haltigkeit. Die Ablagen in der Mittelkonsole bestehen aus Kork von abgetragener Baumrinde. Das Gewebe für die grau-en Türverkleidungen wiederum wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Trotzdem fühlen sich alle Materialien hochwertig an und sehen gut aus – so klappt das mit der Nachhaltigkeit. Auf der Mittelkonsole thront ein 8-Zoll-Display für das Entertainment, das per Dreh-Drück-Schalter bedient werden kann. Weiter unten ist ein 7-Zoll-Touchscreen für die Klimasteuerung eingebaut, der jedoch schlecht ablesbar ist. Besonders gut gelungen sind dafür die zwei Paddel links und rechts am Lenkrad, die wie bei anderen E-Fahrzeugen auch für die Rekuperation verantwortlich sind. Während das linke Paddel die Rekuperation zeitweise erhöht, kann das rechte Paddel die Rekuperation in zwei Stufen absenken, so-dass sich das Rollen plötzlich wie eine Talfahrt anfühlt. Auch der künstliche Motorsound fällt angenehm auf. Eigentlich ist vom E-Motor ja nichts mehr zu hören, doch der Mazda erzeugt ein dezentes Motorgeräusch, abhängig vom aktuellen Drehmoment. Nur bei dauerhaft hoher Geschwindigkeit könnte der künstliche Sound noch etwas leiser sein. Ansonsten ist der MX-30 schon in der Serienversion mit zahlreichen Fahrassistenten ausgestattet.

Serienausstattung des Mazda MX-30:

  • 18-Zoll-Leichtmetallfelgen
  • Voll-LED-Scheinwerfer
  • Klimaautomatik
  • Head-up-Display
  • Freisprecheinrichtung
  • Infotainmentsystem "Mazda Connect" mit Navi, Apple Car Play & Android Auto
  • USB-Anschlüsse
  • Abstandsregeltempomat
  • Notbremsassistent mit Fußgängererkennung & Kreuzungsfunktion
  • Stau- & Spurhalteassistent
  • Verkehrszeichenerkennung

Beim Fahren & Laden gar nicht mehr so innovativ

Sein dezenter Auftritt als Zweitwagen täuscht nicht darüber hinweg, dass der MX-30 auch eine Menge Spaß beim Fahren bereitet. Das ist in erster Linie dem e-Skyactiv-Synchronmotor von Hitachi zu verdanken, der den 1,7 Tonnen schweren Wagen mit 107 kW (145 PS) Leistung in 9,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 140 km/h beschränkt. Durch den im Fußboden verbauten Lithium-Ionen-Akku von Panasonic mit 35,5 kWh Kapazität liegt der Wagen sehr stabil auf der Straße. Während der Hersteller bei den Materialien im Innenraum sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit legt, schneidet der MX-30 beim Energieverbrauch mit 19 kWh auf 100 km (nach dem WLTP-Messverfahren) etwas schlechter als die Konkurrenz ab. Die kleine Batterie wiederum verbessert die CO2-Bilanz des Elektroautos, denn kleinere Batterien verursachen während ihres gesamten Lebenszyklus weniger CO2-Emissionen. Eine weitere Schwachstelle des Elektrofahrzeugs sind die Lademöglichkeiten. Zwar kann der Mazda theoretisch mit Gleich-strom und CCS-Stecker in weniger als einer Stunde aufgeladen werden, doch solche Ladesäulen stehen höchstens mal an Autobahnen zur Verfügung. Zu Hause erfolgt die Ladung per Wechselstrom. Statt drei hat der MX-30 nur eine Phase und benötigt dadurch satte zwölf Stunden für eine volle Batterie. Hier kann sich der Hersteller tatsächlich noch etwas von der Konkurrenz abschauen.

Ausstattung & Design als Pluspunkte

Reichweite und Energieverbrauch eines Elektrofahrzeugs hängen vor allen Dingen von Größe und Gewicht ab. Je größer der Akku, desto mehr Reichweite, desto mehr Verbrauch. Somit schaffen es kleine und günstige E-Flitzer wie der VW e-Up!, der Opel Corsa-e und der Honda e auf mehr Reichweite als der Elektro-SUV. Auf der Gegenseite steht ein Schlachtschiff wie der Audi e-tron mit 2,6 Tonnen Gewicht und knapp 26 kWh Energieverbrauch, der aber auch über 350 Kilometer mit einer Ladung fahren kann. Vergleichbar mit dem Mazda MX-30 sind andere SUVs wie der Kia XCeed und der Hyundai Kona Elektro. Hier punktet der Mazda mit seinem innovativen Design und seiner üppigen Ausstattung, wäh-rend der Kia mehr Dynamik dank Hochsitz und der Hyundai 4 kWh weniger Energieverbrauch bieten.

Fazit

Neben anderen SUVs sieht der Mazda MX-30 mit seinem zurückhaltenden Crossover-Design schon fast etwas unschein-bar aus. Doch als Zweitwagen will er sich gar nicht in die erste Reihe drängeln, sondern bietet ein angenehmes Pkw-Fahrgefühl, ordentlich Leistung für die Herausforderungen des Alltags und genug Platz für Kinder auf der Rückbank und den Wocheneinkauf im Kofferraum. Mit dem Wankelmotor als Range-Extender bekommt der Wagen ein Upgrade in Sachen Reichweite, sodass er nicht nur für kurze Strecken geeignet ist.