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Rimac Nevera
Vom Konzeptauto zur Elektro-Ikone
Der Rimac Nevera ist ein Technologie-Statement mit Straßenzulassung: vier E-Motoren, 2.136 PS, 0–100 km/h in unter 2 Sek., 120-kWh-Batterie, 500-kW-Laden und 412 km/h Spitze. Auf AutoScout24 ist er selten – als Gebrauchtwagen ein echtes Ereignis.
Ideal für:
- E-Auto-Fahrer
- Fahrspaß
- Premium-Anspruch

Direkt zu
Fahrzeug-Check
Stärken
- Extremste Fahrleistungen
- Hightech-Antrieb
- Ultraschnelles DC-Laden bis 500 kW
Schwächen
- Extrem hoher Preis
- Kaum Alltagstauglichkeit
- Hohes Gewicht für ein Hypercar
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Der Rimac Nevera im Markt-Check
Der Nevera ist die Art Auto, die man normalerweise nur als Rendering kennt oder als YouTube-Clip, in dem Dinge passieren, die mit Physik eigentlich nichs zu tun haben. Rimac hat sich mit dem Nevera endgültig in die Liga der Hypercar-Bauer katapultiert, nur eben elektrisch: vier Motoren, brutale Systemleistung, aktive Aerodynamik, Carbon-Monocoque und ein Torque-Vectoring-System, das jedes Rad einzeln dirigiert.
Der Nevera ist das rollende Manifest dessen, was mit Batterietechnik und E-Motoren derzeit physikalisch machbar ist. Er tritt nicht an, um gegen einen alltagstauglichen E-Kompakten zu konkurrieren. Sein Revier sind Ikonen wie der Bugatti Chiron oder der Koenigsegg Jesko.
Für den Gebrauchtwagenmarkt bedeutet das: Hier gelten andere Regeln. Nicht Laufleistung und Scheckheft sind die wichtigste Währung, sondern die Dokumentation ab Tag 1 und die Frage, ob das Fahrzeug fachgerecht bewegt, geladen und gewartet wurde. Wer einen Nevera kauft, kauft auch ein Ökosystem: Transportlogistik, Servicezugang, Updates und den penibel überwachten Reifen- und Bremsenzustand. Denn am Ende geht es immer um die Fähigkeit, die Leistung überhaupt verantwortungsvoll nutzen können.
Gleichzeitig ist genau das der Reiz. Denn der Nevera ist nicht ein weiteres Elektro-Hypercar, sondern es ist das Elektro-Hypercar. Wer ihn fährt, erlebt Beschleunigung und Agilität auf einem Niveau, das selbst in der Hypercar-Klasse besonders ist. Und wer ihn besitzt, besitzt ein Stück elektrischer Automobilgeschichte.
Technische Daten – der Rimac Nevera auf einen Blick
Tabelle anzeigen
| Merkmal | Daten / Fakten |
|---|---|
| Modell | Rimac Nevera |
| Generation | 1. Generation (seit 2021) |
| Fahrzeugklasse | Hypercar |
| Karosserieform | Coupé, 2 Türen, 2 Sitzplätze |
| Crashtest-Wertung | k. A. (keine Euro-NCAP-Einstufung veröffentlicht) |
| Antrieb | Allradantrieb (4 Elektromotoren, je Rad ein Motor) |
| Getriebe | 1-Gang-Getriebe |
| Motoren | Elektro |
| Leistung | 1.914 – 2.136 PS |
| Max. Drehmoment | 2.360 Nm (System) |
| 0-100 km/h | ca. 1,81 – 1,9 Sekunden |
| 0-300 km/h | ca. 9,3 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | bis 412 km/h |
| Länge | 4.750 mm |
| Breite | 1.986 mm |
| Höhe | 1.208 mm |
| Radstand | 2.745 mm |
| Kofferraumvolumen | ca. 100 Liter |
| Leergewicht | ca. 2.150 – 2.300 kg |
| Batteriekapazität | 120 kWh |
| Verbrauch (kombiniert, WLTP) | ca. 30 kWh/100 km |
| CO₂-Emissionen (kombiniert WLTP) | 0 g/km |
| CO₂-Klasse | A |
| Elektrische Reichweite (WLTP) | ca. 490 - 550 km (quellen-/versionsabhängig) |
| Neupreis | ab ca. 2.000.000 Euro |
Varianten
Die Modellpalette des Hypercars ist naturgemäß überschaubar, da insgesamt nur 150 Exemplare in reiner Handarbeit in Kroatien gefertigt werden. Das Basismodell – falls dieses Wort bei zwei Millionen Euro überhaupt angebracht ist – leistet aberwitzige 1.914 PS und ist eher als atemberaubend schneller, vollelektrischer Gran Turismo abgestimmt.
Für Kunden, denen selbst diese Leistung nicht reicht, schob Rimac 2024 den Nevera R nach. Dieses auf 40 Stück limitierte Derivat, welches in der Gesamtzahl von 150 inkludiert ist, eskaliert mit 2.136 PS, einer noch radikaleren Aerodynamik samt großem, feststehendem Heckflügel und einer für den Trackday optimierten Fahrwerksabstimmung.
Während der klassische Nevera Luxus und Leistung verbindet, schielt der "R" ganz offen auf Rundenrekorde. Hinzu kommen vereinzelte Sondermodelle wie die Time Attack-Edition, die Meilensteine der eigenen Rekordfahrten ehrt.
Zielgruppen – für wen ist der Rimac Nevera geeignet?
Die Luft in der 2-Millionen-Euro-Klasse ist extrem dünn. Der Rimac Nevera richtet sich an Sammler, Milliardäre und absolute Technik-Enthusiasten, die den Zenit der Elektromobilität besitzen wollen. Es ist kein Fahrzeug, das rationale Kaufkriterien erfüllt. Wer ein Trackday-Monster für den Nürburgring sucht, findet mit dem "R"-Modell ein konkurrenzloses Werkzeug.
Für den Wocheneinkauf oder die entspannte Fahrt in den mehrwöchigen Urlaub ist das Auto denkbar ungeeignet: Der Kofferraum misst lediglich winzige 100 Liter – Platz für das Ladekabel und eine weiche Reisetasche, mehr nicht. Der Nevera ist der ultimative Zweit-, Dritt- oder Viertwagen für Menschen, die bereit sind, für kompromissloses Engineering Höchstpreise zu zahlen.
Ist der Rimac Nevera das richtige Auto für dich?
Tabelle anzeigen
| Dein Nutzungsprofil | Passt der Rimac Nevera? | Kurzfazit |
|---|---|---|
| Sammler & Hypercar-Enthusiast | 🟢 Sehr gut | Genau dafür ist der Nevera gebaut: limitierter Tech-Meilenstein mit maximaler Performance. |
| Trackdays mit Werksbetreuung | 🟢 Gut | Technisch möglich, aber nur sinnvoll mit sauberer Vorbereitung, Reifen-/Brems-Management und Support. |
| Alltagsnutzung | 🟠 Weniger geeignet | Ein Grundpreis von zwei Millionen Euro, 2,00 Meter Breite und winzige 100 Liter Kofferraum schließen das faktisch aus. |
| „Ich will nur ein schnelles E-Auto“ | 🟠 Weniger geeignet | Dann ist der Nevera die nukleare Option: teuer, komplex, exklusiv. |
Alternativen
Der direkteste technische Konkurrent ist der Pininfarina Battista, der die Rimac-Antriebstechnik unter einer hochemotionalen, italienischen Design-Hülle trägt. Wer auf britische Ingenieurskunst steht, schielt auf den ebenfalls voll elektrischen Lotus Evija. Verlässt man die reine Elektrowelt, sind klassische, noch lautere Verbrenner- und Hybrid-Hypercars wie der Bugatti Tourbillon – die Marke Bugatti gehört mittlerweile interessanterweise zum Rimac-Konzern – oder der Koenigsegg Jesko die logischen Alternativen im automobilen Milliarden-Quartett.
Fazit der AutoScout24-Redaktion
Der Rimac Nevera ist die absolute Speerspitze der modernen Elektromobilität. Er hat die Karten im Hypercar-Segment völlig neu gemischt und der versammelten Weltelite gezeigt, dass die kroatische Manufaktur der Konkurrenz beim Batteriemanagement technologisch oft Jahre voraus ist. Es ist ein Auto der Superlative, das weniger ein Fortbewegungsmittel, sondern vielmehr ein fahrbares Stück Ingenieurskunst ist. Beschleunigung und Querdynamik liegen auf einem Niveau, das für normale Autofahrer kaum noch physisch zu greifen ist.
Probleme und Rückrufe
Bei einer Kleinstserie von lediglich 150 Stück existieren keine klassischen Rückrufstatistiken, wie man sie von Großserienherstellern kennt. Ein Rimac wird nicht in der örtlichen Werkstatt repariert oder gewartet.
Dokumentierte Rückrufaktionen
Für eine kleine Zahl von Nevera (Modelljahre 2023/2024, USA) ist ein Rückruf dokumentiert: Ein Niedervolt-Kabel (C19) könnte nicht korrekt gesichert sein, was im ungünstigen Fall zu Kurzschluss und Brandgefahr führen kann. Die Maßnahme erfolgt über Bugatti-Rimac autorisierte Servicecenter.
FAQ zum Rimac Nevera
Wie schnell ist der Rimac Nevera?
Der reguläre Rimac Nevera beschleunigt in unglaublichen 1,81 bis 1,97 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 412 km/h. Die Kundenfahrzeuge sind aus Sicherheitsgründen oft elektronisch auf 350 km/h limitiert. Die noch radikalere "Nevera R"-Variante sprintet sogar in unter 1,8 Sekunden auf 100 km/h.
Wie viele Rimac Nevera gibt es?
Die Produktion des Hypercars ist streng limitiert. Rimac Automobili wird weltweit insgesamt nur 150 Einheiten des Nevera fertigen. Innerhalb dieser Produktionszahl sind auch alle Sondermodelle, wie die 40 Exemplare des Nevera R, enthalten.
Woher kommt die Marke Rimac?
Rimac Automobili wurde von Mate Rimac gegründet und hat seinen Sitz in Sveta Nedelja, in der Nähe der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Das Unternehmen fertigt dort nicht nur seine eigenen Hypercars, sondern entwickelt als Zulieferer auch Batterien und Hochleistungs-Elektroantriebe für andere namhafte Marken wie Porsche, Aston Martin und Pininfarina.

