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Nissan Leaf

Nissan Leaf

Elektro-Pionier für Kurzstrecken-Pendler

In Deutschland ist der Nissan Leaf noch relativ selten auf der Straße zu sehen. Dabei hat das Elektroauto aus Japan mehrere Rekorde aufgestellt und gilt als meistverkauftes Elektrofahrzeug weltweit. 2012 ist die Innovation auch in Deutschland angekommen und seit 2017 schon in der 2. Generation erhältlich. Über 80.000 Exemplare fahren bereits in Europa herum, davon mit Abstand die meisten in Norwegen und Großbritannien. Andere Hersteller wie VW und Hyundai sind dem Elektro-Pionier auf den Fersen. Weiterlesen

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Das erste Elektroauto in Großserie

Zunächst einmal ist der Nissan Leaf ein Kompaktwagen mit fünf Sitzplätzen und nur als Kombilimousine auf dem Markt verfügbar. Die Besonderheit: Der Leaf wurde von Anfang an für den Elektro-Antrieb konzipiert und gebaut, es gibt keine Version mit Verbrennungsmotor. Das hebt ihn von der Konkurrenz ab, die Elektro-Varianten von bestehenden Fahrzeugen anbietet. Somit ist der Leaf das erste Elektroauto, das in Großserie produziert wurde und einen internationalen Verkaufsrekord nach dem anderen aufstellt:

  • 2013: 50.000 verkaufte Exemplare weltweit
  • 2014: 100.000 verkaufte Exemplare weltweit
  • 2015: 200.000 verkaufte Exemplare weltweit
  • 2018: 300.000 verkaufte Exemplare weltweit
Hauptabsatzmarkt ist dabei die USA mit über 114.000 Fahrzeugen, erst danach folgt das Heimatland Japan mit über 85.000 Elektroautos, knapp vor Europa. Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch mehrere Produktionsstandorte, zum Beispiel in Japan, China, Großbritannien und der USA.

Akku sorgt für besseren Schwerpunkt

Mit einem Nissan Leaf Gebrauchtwagen schafft man rund 47 bis 222 km Reichweite mit einer Akku-Ladung – abhängig von Temperatur und dem Stromverbrauch von Klimaanlage und Co. Durch den Eco-Modus werden Motorleistung und andere Stromfresser reduziert, um die Reichweite zu erhöhen. Laut Hersteller liegt die durchschnittliche Reichweite bei 160 km. Der Bordcomputer hält einen über Akkustand, Restdistanz und die nächste Ladestation im Umkreis auf dem Laufenden. Mit der 2. Generation ab 2017 hat Nissan die Batteriekapazität noch einmal erhöht. Jetzt schafft der Leaf bis zu 270 km bei abwechslungsreicher Fahrweise. In der 1. Generation ist ein 300 kg schwerer Akku mit 190 Lithium-Ionen-Zellen unter dem Fahrzeugboden verbaut, sodass der Kofferraum mit 330 Litern Volumen nicht eingeschränkt wird. Zudem sorgt das Gewicht für zusätzliche Fahrstabilität. Mit Batterieheizung springt das Auto auch im Winter zuverlässig an. Der Akku hält ungefähr 10 Jahre, wobei Nissan bei Kauf eine 8-Jahres- bzw. 160.000-km-Garantie mit auf den Weg gibt. In Nordamerika zählt der Nissan Leaf zur Spitze der Autos mit der besten ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesamtbilanz.

Konkurrenz für den Elektro-Pionier

Als der Nissan Leaf 2010 in Japan auf den Markt kam, setzte er neue Maßstäbe in der noch jungen Sparte der Elektroautos. Er machte Elektrofahrzeuge dank innovativer Antriebs- und Batterietechnik alltagstauglich. Das erklärt auch seinen weltweiten Erfolg. Doch inzwischen konnte die Konkurrenz nachziehen und aus den Erfahrungen von Nissan lernen. Der Leaf ist zwar immer noch ein Verkaufsschlager, muss seine Monopol-Stellung jedoch immer mehr mit seinen Mitbewerbern teilen. Gerade in Deutschland sorgte Volkswagen 2014 mit dem VW e-Golf für Wirbel. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um den beliebten VW Golf mit einem Elektroantrieb. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Golf-Varianten gar nicht voneinander. Das hat den Vorteil, dass Volkswagen den Fahrern ein Elektroauto mit gewohntem Golf-Komfort und hoher Qualität bieten kann und nicht – so wie Nissan – bei der Entwicklung von vorne anfangen muss. Entsprechend ist der VW e-Golf besser ausgestattet als der Nissan Leaf, dafür aber teurer. 2016 wagte sich Hyundai mit dem Hyundai INOIQ in die Elektrosparte und präsentierte eine Hybrid- und eine Elektro-Version. Zum e-Golf ist der INOIQ noch komfortabler, umweltfreundlicher und vor allem günstiger. Die Fließheckform ermöglicht das einfache Beladen des Kofferraums, schränkt jedoch die Übersicht nach hinten sowie die Kopffreiheit ein. Trotz neuer Generation 2017 kann der Nissan Leaf seine Konkurrenten kaum noch übertrumpfen. Er hat zwar einen größeren Akku, dieser ist aber durch einen höheren Verbrauch auch schneller leer und braucht länger zum Aufladen.

Die Geschichte der Elektroautos von Nissan

Elektrische Antriebstechnik spielt beim japanischen Hersteller schon länger eine Rolle:

  • 1947 brachte der Hersteller Prince Jidōsha Kōgyō K.K. aufgrund der Benzinknappheit nach dem 2. Weltkrieg den Kleinwagen Tama als Elektroauto heraus.
  • 1948 folgten zwei weitere Elektro-Modelle, dann stabilisierte sich die Benzin-Versorgung wieder und die Nachfrage versiegte.
  • 1966 übernahm Nissan Prince Jidōsha Kōgyō K.K. – als Hersteller von Luxuswagen und Nutzfahrzeugen.
  • Ab 1970 experimentierte Nissan an ein paar Konzeptfahrzeugen.
  • Anfang der 1990er führte eine Kooperation mit Sony zum Nissan Prairie EV, einem Mittelklasse-Van mit umgerüstetem Elektroantrieb. Die Lithium-Ionen-Akkus waren eine Weltneuheit, da bisher Nickel-Metallhydrid-Akkus verwendet wurden.
  • 1997 erschienen 200 Elektro-Exemplare des Mittelklasse-Kombis Nissan R’nessa.
  • 1999 erschien der speziell für den Elektroantrieb konzipierte Nissan Hypermini in Kleinserie.
  • Der Handy-Boom trieb die Entwicklung der Akku-Technik voran, sodass die Energiemenge bei gleicher Größe verdoppelt werden konnte. In dieser Zeit entstanden mehrere Konzeptfahrzeuge: Nissan Pivo (2005), Nissan Pivo 2 (2007), Nissan Mixim (2007) und Nissan Nuvu (2008).
  • 2009 wurde der Nissan Leaf vorgestellt.

Preisgekrönte Elektro- und Akkutechnik

Die Einführung des Null-Emissions-Fahrzeugs brachte gleich mehrere Auszeichnungen mit sich. 2010 wurde der Leaf als erstes Elektrofahrzeug zum „European Car of the Year“ gewählt. 2011 setzte ihn die amerikanische Autozeitschrift „Ward’s Auto World“ als erstes Fahrzeug ohne Verbrennungsmotor auf die Liste der zehn besten Motoren. Ebenfalls 2011 kürte ihn die New York International Auto Show zum „World Car of the Year“. Kurz darauf stellte Nissan die erste Modellüberarbeitung vor, mit über 100 kleinen Verbesserungen, die auf den ersten Blick kaum sichtbar waren. Die größte Veränderung war die neue Wärmepumpheizung, die nun deutlich weniger Strom verbraucht. 2015 folgte die 2. Modellpflege. Nun stehen zwei Akkus zur Auswahl: 24 kWh in der Basisversion oder der 21 kg schwerere 30-kWh-Akku mit rund 26 % mehr Reichweite. 2017 präsentierte Nissan die 2. Generation des Nissan Leaf mit einem 40-kWh-Akku und gewann damit die Auszeichnung „Best of Innovation 2018“ der Consumer Electronics Show (CES). Für 2019 ist ein neues Modell mit noch mehr Akku-Kapazität geplant.

Akku laden in 10 Stunden oder 30 Minuten

In der 1. Generation ist der 1.520 kg schwere Nissan Leaf mit einem Wechselstrom-Synchronmotor ausgestattet und liefert 109 PS sowie 144 km/h Höchstgeschwindigkeit. Aus dem Stand schafft der Kompaktwagen die 100 km/h in 11,5 Sekunden. Die 2. Generation Nissan Leaf ZE1 ab 2017 hat einen AC-Synchronmotor mit 150 PS verbaut, ist aber trotzdem auf 144 km/h Spitzengeschwindigkeit begrenzt. Die 100 km/h knackt das Elektroauto in 7,9 Sekunden. Außerdem sind neue Funktionen an Bord:

  • Einpark-Hilfe,
  • teilautonomes Fahren,
  • One-Pedal-Driving mit mehr Eigenbremsleistung.
Das Aufladen des Akkus funktioniert in der europäischen Version entweder über die ganz normale Haussteckdose oder über eine Schnellladung per Gleichstrom. Zeitlich bedeutet das einen Unterschied von rund 10 Stunden (bis zur vollständigen Aufladung) zu rund 30 bis 40 Minuten (bis zu 80 % Kapazität). Seit Oktober 2018 darf der Nissan Leaf als erstes Auto in Deutschland über den bidirektionalen CHAdeMO-Anschluss auch Strom in das Netz zurückspeisen. Für flächendeckende Ladestationen hat sich Nissan schon vor der Leaf-Einführung mit RWE zusammengetan. Ansonsten sind auch die Nissan-Händler mit Schnelllade-Stationen ausgestattet.

Fazit

Als Vorreiter für Elektroautos hat der Nissan Leaf einen festen Platz auf dem weltweiten Markt, ist in Deutschland aber noch nicht so bekannt. Hier hat der VW e-Golf als heimische und beliebte Marke eher die Nase vorn. Auch nicht zu Unrecht, da Komfort und Qualität eher für den Golf sprechen. Ein Nissan Leaf Gebrauchtwagen eignet sich besonders für Kurzstrecken-Pendler, die sich von den steigenden Benzinpreisen unabhängig machen wollen. Immer bessere Akkuleistungen ermöglichen immer bessere Reichweiten, doch die Langstrecken liegen noch in der Ferne.

Fahrzeugbewertungen zu Nissan Leaf

1 Bewertungen

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Technische Daten Nissan Leaf

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