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VW Eos Cabrio

Mit dem Eos folgt VW im Jahr 2006 dem Trend zum Stahldach-Cabrio

In der Wiederaufbauphase der europäischen Automobilindustrie in den 1950er Jahren überließen die Volumenhersteller es meist den Luxusmarken und Sportwagenspezialisten, Modelle in der offenen Karosserieform eines Cabriolets zu entwickeln. Der Wolfsburger Produzent Volkswagen nutzte hingegen bereits Ende der 1940er Jahre die Chance, seinen Bestseller VW Käfer von externen Zulieferern umbauen zu lassen. Die frühen VW Cabrios, die beim Osnabrücker Unternehmen Karmann auf Käfer-Basis entstanden, boten zwar längst nicht die Leistungen von Sportwagen. Dafür jedoch erreichten sie als Alltagsautos einen breiteren Kundenkreis und wurden auf diese Weise zu Klassikern im VW-Programm, die bis zu heute auf dem Markt für Gebrauchtwagen bei den Fans traditioneller Stoffdach-Cabrios beliebt sind. Dasselbe galt für die offenen Versionen des VW Golf, die in der Kompaktklasse seit dem Ende der 1970er Jahre in fast jeder neuen Golf-Generation wieder aufgelegt wurden. Auch zum Konzept des VW-Retromodells Beetle passte es, eine Cabrio-Variante mit klassischem Textilverdeck ins Programm zu nehmen. Doch als die ersten Beetle dieser Bauweise im Jahr 2003 auf den Markt kamen, arbeiteten einige Hersteller bereits an einer neuen Karosserieform, die Elemente von Coupés und Cabriolets miteinander verbinden sollte. Diesem Trend zum komfortbetonteren Coupé-Cabrio mit einem mobilen Stahldach folgten dann auch die Wolfsburger. Mit dem VW Eos brachten sie im Jahr 2006 ihr erstes Modell in der Klasse der Coupé-Cabrios in den Handel.

Die Stahldachkonstruktion des VW Eos vereint Vorteile von Coupé und Cabrio

Während die VW Cabriolets mit klassischem Stoffdach auf Grundlage der geschlossenen Limousinenmodelle einer Baureihe entwickelt wurden, realisierte Volkswagen für den Eos eine Konstruktion, die zwar Komponenten bestehender Baureihen wie des Golf oder Passat nutzte, technisch und optisch jedoch eigenständig war. Das machte sich auch in den Abmessungen und bei der Positionierung im Programm des Herstellers bemerkbar. Mit dem höherwertig angesiedelten Coupé-Cabrio erhofften sich die Niedersachsen, eine neue Käuferschicht erschließen zu können, die bisher nicht zu den klassischen Cabrio-Kunden gehört hatte. Vor allem beim Einsatz als Reisefahrzeug sollte die Konstruktion des VW Eos Vorteile bieten. Denn mit seinem elektrisch einklappbaren festen Stahldach bot das Modell hinsichtlich der Geräuschentwicklung gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder bei kalter Witterung einen höheren Innenraumkomfort.

Eine Panoramaglasscheibe sorgt im VW Eos Coupé für Cabrio-Feeling

Das Komfortkonzept der Coupé-Cabrios machte sich auch bei der Gestaltung der Karosserie bemerkbar. Der VW Eos bot dank seines knapp 2,58 Meter langen Radstands und seines 4,40 Metern langen Aufbaus zwei vollwertige Rücksitze mit der Beinfreit einer kompakten Limousine. Zum Vergleich: Das bis zum Jahr 2002 gebaute Cabrio der Golf-Baureihe hatte einen zehn Zentimeter kürzeren Radstand und maß in der Länge nur gut 4,08 Meter. Zugleich bot die Konstruktion mit einem zu öffnenden Stahldach gegenüber der klassischen Stoffdach-Bauweise einen weiteren Komfortvorteil. Es ließ sich in der Dachkonstruktion ein großes Glaselement unterbringen, das im Innenraum des VW Eos selbst in der Konfiguration als Coupé wenigstens optisch Cabrio-Feeling aufkommen ließ.

Auch als Cabrio bietet der VW Eos einen über 200 Liter großen Kofferraum

Da das aus fünf Elementen bestehende Glas-Stahldach des VW Coupé-Cabrios mitsamt seiner Hebevorrichtung im Kofferraum untergebracht werden musste, fuhr der Eos mit der typischen hoch aufbauenden Heckkonstruktion vor, die für die meisten Modelle aus der Klasse der Coupé-Cabrios charakteristisch war. Dadurch konnte der Eos auch in der Konfiguration als Cabriolet über einen relativ großen Kofferraum verfügen, der mit verstautem Dach noch immer knapp über 200 Liter Volumen für das Gepäck zur Verfügung stellen konnte. Als Coupé mit aufgestelltem Dach bot der Kofferraum des Eos gut 380 Liter Ladevolumen.

Im Jahr 2011 erhalten die Eos Cabrios das neue VW-Markengesicht

Da die Wolfsburger zum Marktstart des VW Eos zunächst kein Stoffdach-Cabrio in der Golf-Baureihe anboten, durfte das Stahldach-Cabrio ein ganz eigenständiges Gesicht zeigen, das von einem trapezförmigen Kühlergrill und voluminösen Scheinwerfern dominiert wurde. Nachdem ab dem Jahr 2011 eine neue Generation des Golf-Cabrios zur Verfügung stand, passte der Hersteller den Auftritt der beiden Modelle optisch näher aneinander an. Der modellgepflegte VW Eos bekam nun das beim Golf und anderen VW-Modellen dieser Zeit umgesetzte Frontdesign. Charakteristische Merkmale dieser Bauphase waren der über die gesamte Breite der Motorhaube gezogene schmale Kühlergrill mit drei Längslamellen und die breite Frontschürze mit integrierten Nebelleuchten sowie länglicher angelegte Scheinwerfer.

Die Motorisierungen des VW Eos Cabrios

Zum Marktstart war der VW Eos in der Basisversion zunächst mit einem 1,6 Liter Benziner verfügbar, der dem Cabrio eine Leistung von bis zu 85 kW (115 PS) zur Verfügung stellen konnte. Ab den Baujahren 2007/8 kamen zwei neue Einstiegsmotorisierungen mit 1,4 Litern Hubraum und wahlweise 90 kW (122 PS) oder 118 kW(160 PS) ins Programm. Mit den 2,0 Liter Aggregaten der Baureihe konnte der Eos auf Leistungen zwischen 147 kW (200 PS) und 155 kW (211 PS) zugreifen. Spitzenmodell war das V6-Cabrio mit bis zu 191 kW (260 PS). Als Diesel bot VW das Eos Coupé-Cabriolet mit 2,0 Liter Selbstzündern und 103 kW (140 PS) Leistung an.