Test: Mercedes-Benz CLC 350 – Alt versus neu

Wie schon im Erstkontakt beschrieben, hat sich am Mercedes CLC auf den ersten Blick einiges verändert. Die Front erstrahlt im aktuellen Glanz der C-Klasse mit Avantgarde-Paket und das Heck erscheint auch allumfassend neu.
Mal genauer hinsehen
Von der Seite betrachtet fällt aber die im Vergleich zur C-Klasse flachere Schnauze auf, die nicht 100-prozentig ins Bild passen will. Zwischen A- und C-Säule hat sich außer neuen Spiegeln nichts verändert. Dafür erscheinen die breiten Rückleuchten im Vergleich zum Vorgänger nun deutlich erwachsener. Erreicht wurde der neue Look am Heck durch eine simple Blende, die über den alten Bürzel geschoben wurde. Wer genau hinsieht, erkennt noch die Grafik der alten Rückleuchten.
Topmotor
Da der CLC sportlich sein soll, wählten wir mit dem 350er den stärksten Motor. Der V6 ist neben dem C 230 der einzige Sechszylinder für den CLC. Der eigentlich empfehlenswerte, 231 PS starke 280er steht nicht zur Wahl. Der 350er ist ein alter Bekannter und verrichtet ab C-Klasse aufwärts in nahezu jedem aktuellen Mercedes-Modell seinen Dienst; Ausnahmen sind die G-Klasse und der GL. Das indirekt einspritzende Aggregat wird übrigens nach und nach vom 350 CGI abgelöst wird. Der Direkteinspritzer leistet 20 PS mehr bei weniger Verbrauch. In der C-Klasse steht die Ablösung wohl noch in diesem Jahr bevor. Beim CLC ist es fraglich, ob der CGI überhaupt kommen wird. Denn am Motorenprogramm hat sich im Vergleich zum alten Sportcoupé fast nichts verändert. So blieben beispielsweise die Dieselmotoren unangetastet, die bei Limousine und Kombi verbessert wurden.
Aber zurück zum 350er. Dieser leistet 272 PS und 350 Newtonmeter – die stehen turboähnlich zwischen 2.400 und 5.000 Umdrehungen parat – und schieben den rund 1,6 Tonnen schweren Benz souverän an. Laut Werk soll er in 6,3 Sekunden die 100-km/h-Schwelle durchbrechen. Wir schafften es in 6,7 Sekunden, da das serienmäßige Sechsgang-Getriebe allzu schnellen Schaltmanövern einen Strich durch die Rechnung macht. Wie schreibt ein Kollege treffend ins Fahrtenbuch: „Schaltgetriebe ist für’n Arsch.“ Ganz so hart muss es nicht gesagt werden. Dennoch lautet die klare Empfehlung: Automatik. Diese hat sieben Gänge, schaltet supersanft und passt perfekt zum luxuriösen und laufruhigen V6-Motor.
Als Vmax stehen elektronisch gebremste 250 km/h im Schein. Die erreicht der CLC auch wegen seiner Windschlüpfrigkeit, die Mercedes mit einem CW-Wert von 0,30 beziffert, spielend. Ein guter Wert, der zudem den Kraftstoffkonsum positiv beeinflusst. Im Mittel verbrannten wir 11,4 Liter Super, auf der Messrunde waren es 10,4 Liter. Im Stadtverkehr tropfen aber schon mal 16 Liter in die sechs Töpfe.
Alte Technik neu verpackt
Das Testexemplar statteten die Stuttgarter mit dem Serienfahrwerk aus. Soll heißen: Komfortorientiertes Schraubenfedersystem, vorne Dreilenkerachse, hinten eine Raumlenkerachse. Das Federverhalten geht mit den 17-Zoll-Rädern und 225er-Gummis absolut in Ordnung. Auffällig ist jedoch bei hohem Autobahntempo die Taumelneigung, die im Zusammenspiel mit der gefühllosen Lenkung (keine Direktlenkung) keine satte Straßenlage bietet.
Genau hier merkt man dem CLC sein wirkliches Alter an. Er lässt sich nicht so behände in die Kurven werfen, wie das mit der aktuellen C-Klasse gelingt. Das Fahrwerk wurde eben vom vor acht Jahren eingeführten Sportcoupé übernommen. Wer mehr Wert auf Dynamik legt, sollte daher zum Sportfahrwerk in Kombination mit 18-Zoll-Bereifung setzen. Der Komfort kann auch dann noch als akzeptabel bezeichnet werden und die sportlichen Attribute werden hervorgehoben.
Als Standardbremse vertraut Mercedes bei den 3,5-Liter-Modellen auf 330 Millimeter große Festsattelanlagen an der Vorderachse. Diese sind ungelocht und verzögern das Coupé in exakt 37 Metern von 100 km/h auf Tempo null. Ein Deaktivieren des ESPs ist bei Mercedes nicht möglich, drohende Heckschwenks werden im Keim erstickt. Zudem greift der elektronische Schutzengel früh ein und bremst den CLC schon bei forcierter Kurvenfahrt, sobald er nur ansatzweise über die Vorderachse schiebt.
Marginal-Änderungen innen
Ein neues Lenkrad, neue Sitze und hier und da ein bisschen Make-Up, das war’s im Interieur. Die stärker konturierten Sitze sind nun zwar besser als die alten, auf langen Strecken aber noch immer nicht ideal. Große Menschen sollten auf das schöne Webasto-Panorama-Schiebedach verzichten. Der Kopf stößt selbst in der niedrigsten Sitzposition an den Haltegriff oder an das Dach. Auf der Zweier-Rückbank sieht es ähnlich aus. Dafür passt die Beinfreiheit. Trotz Easy-Entry und breiter Türen ist der Zustieg in den Fond beschwerlich. Die Übersichtlichkeit nach hinten ist durch das schmale Fenster stark eingeschränkt. Eine eher große Öffnung gibt es ganz hinten. Die weit aufschwingende Heckklappe ermöglicht den Transport sperriger Gegenstände, auch wenn bei nicht umgeklappten Rücksitzen lediglich 310 Liter Gepäck in das immerhin 4,45 Meter lange Fahrzeug passen.
Nicht gespart haben die Stuttgarter wenn es um Sonderausstattungen geht. Mit 36.000 Euro steht der potente Schwabe in der Preisliste. Doch die Optionsliste ist ellenlang. Die eigentlich unumgänglichen Extras haben wir aufgeführt: Der Ordnung halber sollten Veloursfußmatten für 95 Euro dabei sein; der Unübersichtlichkeit wegen die Parktronic für 821 Euro, und aus Gründen der Gemütlichkeit die Sitzheizung für 370 Euro. Für ein besseres Handgefühl sorgt das belederte Rund und der Lederschalthebel für 232 Euro. Fast zwingend notwenig ist die Automatik für knapp 2.300 Euro und die Freisprecheinrichtung plus CD-Radio 1.300 Münzen.
Zusammen macht das über 40.000 Euro. Ein stolzer Preis für ein eigentlich altes Fahrzeug, dessen Produktion mittlerweile sogar nach Brasilien verlagert wurde. Zugute halten muss man dem CLC, dass Verarbeitung wie Materialauswahl stimmen und das Image eben auch. Der CLC 350 ist ein gutes und schickes Automobil. Nur, gut war auch schon das alte Sportcoupé und viel dazugelernt hat der CLC nicht. So bietet er beispielsweise lange nicht die Performance der neuen C-Klasse. Zu perfekt ist diese, zu unvollendet der CLC.
Der 350er ist ein Luxusmotor den niemand benötigt. Unsere Empfehlung für Mercedes-Freunde heißt daher C 280. Die Limousine hat die neueste Technik, sieht stimmiger aus, ist praktischer und hat den gleichen Basispreis wie der CLC 350. Und mal ganz ehrlich: 231 PS aus drei Litern Hubraum langen allemal.
Aktuelle Angebote

Mercedes-Benz A 180CDI!AUTOMATIK!Navi,Sitzh,Parks,V&H,,,,,,,
€ 2.999- 12/2015
- 222.200 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Audi S6Matrix*B&O*Pano*AHK*RFK*ACC
€ 55.8901- 10/2024
- 19.919 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Ford Tourneo Custom2.0 TDCi 320 L1 Trend Aut.*NAV*XENON*TEMP*CAM*PDC*
€ 29.5901- 04/2020
- 88.450 km
- Diesel
- 6,7 l/100 km (komb.)

Volkswagen Taigo1.0 TSI Style, Matrix, Kamera, Winter, 17-Zoll, 1.
€ 16.995- 03/2023
- 76.900 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Opel MokkaUltimate Hybrid 107 kW(145 PS) eDCT
€ 25.9901- 02/2026
- 1.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Volkswagen Tiguan Allspace2.0 TDI ''Elegance'' 4Motion klappb. AHK
€ 29.4901- 12/2021
- 94.785 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Volkswagen Golf1.5 eTSI DSG R-Line Navi AHK Pano
€ 27.6501- 09/2022
- 29.300 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Volkswagen ArteonArteon Shootingbrake R-Line 2.0TDI DSG Navi LED
€ 27.4801- 02/2023
- 78.740 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Volkswagen GolfVII 1.4 TSI BMT Comfortline El. Panodach Navi Soun
€ 15.980- 05/2017
- 91.810 km
- Benzin
- - (l/100 km)

SEAT IbizaXCELLENCE 1.0 TGI NAVI KAMERA LED SITZHZG FULL-LIN
€ 11.985- 02/2021
- 47.512 km
- Erdgas (CNG)
- - (l/100 km)

Skoda Kamiq1.0 TSI DSG Selection
€ 26.5501- 03/2026
- 10 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Audi A5Cabrio 40 TFSI qu S Line Int B&O,Matrix,Sportsitze
€ 44.7801- 03/2023
- 38.200 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Audi Q5S line 55TFSI e qu Stronic Navi LED Panorama
€ 28.9701- 11/2021
- 143.770 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

Volkswagen Passat VariantGTE AHK/StdHzg/IQLight
€ 23.9801- 10/2020
- 61.800 km
- Elektro/Benzin
- - (kWh/100 km)
Neu
Mercedes-Benz CLA 2204MATIC Coupe +EditionAMG+19Z+Night+Pano
€ 42.4791- 07/2024
- 21.390 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Opel Grandland X2.0 D 120 Jahre (EURO 6d-TEMP) Cam
€ 13.9501- 12/2019
- 135.400 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Volkswagen T-RocCabriolet 1.0 TSI Active LED RFK Navi SHZ
€ 20.1801- 01/2022
- 37.658 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Volkswagen TouranHIGHLINE 2.0TDI 150PS DSG ACC.5J-G.AHK.STHZG.KAMER
€ 36.8501- 07/2024
- 8.900 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Ford Focus*HUD*Kamera*Navi*LED*ACC*SHZ*BT-Media*
€ 13.550- 12/2020
- 129.200 km
- Diesel
- - (l/100 km)

BMW X1sDRIVE20I AUTOMATIK *M SPORT PRO*19''AHK PANO PARK
€ 44.3881- 03/2025
- 5.347 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Alle Artikel
Alle ansehen
Mercedes-Benz CLA 200 4Matic (2026) im Test: Hybrid mit Eigenheiten
Mit dem Mercedes-Benz CLA 200 4Matic haben die Stuttgarter neben dem rein elektrisch angetriebenen viertürigen Coupé jetzt auch eine Hybrid-Variante im Programm. Wie sich der Kurzzeitstromer fährt und was er im Alltag sonst noch zu bieten hat, zeigt der Test unserer österreichischen Kollegen.

Mercedes S-Klasse Facelift (2026): Viele Sterne, wenig Revolution
Zum Erfolg verdammt: Die neue S-Klasse von Mercedes-Benz will die Kunden zurückerobern. Mit einem neuen Motorenprogramm und allerhand Schnickschnack wie etwa einem leuchtenden Kühlergrill und beheizbaren Sicherheitsgurten. Ein neuer Star oder nur ein Sternchen? Wir waren bei der Premiere.

Test Mercedes S-Klasse (2026): Erste Mitfahrt im neuen Flaggschiff
Erste Mitfahrt in der neuen S-Klasse von Mercedes. Noch vor der Weltpremiere konnten wir im runderneuerten Flaggschiff der Stuttgarter Platz nehmen. Daimler brennt noch mal ein echtes Verbrenner-Feuerwerk ab mit einem smarten V8-Biturbo und einem effizienten und sauberen Sechszylinder-Diesel.