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Ferrari 488
Italienischer Supersportwagen mit Formel 1-Genen
Der von 2015 bis 2019 produzierte Ferrari 488 ist ein italienischer Supersportwagen, der mit beachtlicher Leistung, einzigartigem Sound und überragendem Komfort für pures Fahrvergnügen sorgt. Wie ersichtlich sind einige Elemente des Interieurs inspiriert von Formel 1.
Ideal für:
- Fahrspaß
- Premium-Anspruch

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Fahrzeug-Check
Stärken
- Brachialer V8-Biturbo mit echter Ferrari-Dramatik
- Überragendes Handling
- Fantastisches Design und Prestige
Schwächen
- Für Puristen nie ganz so charakterstark wie der 458-Sauger
- Sehr hohe Wartungs- und Ersatzteilkosten
- Fummelige Ergonomie
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Neu
Der Ferrari 488 im Markt-Check
Der Ferrari 488 ist eines jener Autos, deren Bedeutung man erst mit etwas Abstand richtig versteht. Bei seinem Debüt 2015 war er vor allem der Ferrari, der den Sauger abschaffte. Der 458 galt vielen als letzter großer, frei atmender Mittelmotor-V8 aus Maranello, der 488 hingegen als notwendiges, aber emotional riskantes Turbo-Experiment. Heute wirkt diese Aufregung fast rührend. Denn der 488 hat längst bewiesen, dass er nicht der Abgesang auf eine Ferrari-Tugend war, sondern ihre technische Neuinterpretation. Dabei bot der intern F142M genannte bot nicht nur deutlich mehr Drehmoment, sondern auch eine extremere Aerodynamik, die direkt aus der Formel 1 inspiriert wurde.
Gerade deshalb ist er auf dem Markt so interessant. Der 488 GTB ist das zentrale Modell der Baureihe: schnell, brutal, aber noch alltagstauglich genug, um auch längere Strecken nicht wie eine Strafe wirken zu lassen. Der Spider fügt dem dieselbe technische Finesse mit zusätzlich grenzenloser Kopffreiheit und noch ungefilterterem Sound. Der Pista verschiebt den Schwerpunkt dann komplett in Richtung Straßen-Rennwagen.
Gute GTB-Modelle sind selten unter 180.000 Euro zu finden, während der Spider aufgrund der emotionalen Komponente oft einen Aufschlag von 20.000 bis 30.000 Euro verlangt. Das wahre Investment-Objekt bleibt der 488 Pista. Als limitiertes Sondermodell mit der Technik des Challenge-Rennwagens liegt er preislich oft jenseits der 400.000-Euro-Marke. Wer einen 488 kauft, erwirbt ein Stück Technik-Geschichte: den Moment, als Ferrari bewies, dass Turbos auch Seele haben können.
Technische Daten – der Ferrari 488 auf einen Blick
Tabelle anzeigen
| Merkmal | Daten / Fakten (Stand 04/2026) |
|---|---|
| Modell | Ferrari 488 GTB, Spider, Pista, Pista Spider |
| Generation | 1. Generation (2015–2019) |
| Fahrzeugklasse | Supersportwagen |
| Karosserieform | Coupé, Cabriolet, 2 Türen, 2 Sitzplätze |
| Antrieb | Heckantrieb |
| Getriebe | 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe |
| Motoren | 3,9-Liter-V8-Biturbo-Benziner |
| Leistung | 670 PS – 720 PS (je nach Variante) |
| 0–100 km/h | 2,85 s – 3,0 s (je nach Variante) |
| Höchstgeschwindigkeit | 325 km/h – 340 km/h (je nach Variante) |
| Länge | 4.568 mm – 4.605 mm (je nach Variante) |
| Breite | 1.952 mm – 1.975 mm (je nach Variante) |
| Höhe | 1.206 mm – 1.213 mm (je nach Variante) |
| Radstand | 2.650 mm |
| Kofferraumvolumen | 230 Liter (GTB / Spider), 170 Liter (Pista / Pista Spider) |
| Leergewicht | ca. 1.385 kg – 1.525 kg (je nach Variante) |
| Verbrauch (kombiniert, NEFZ) | ca. 11,4 – 11,7 l/100 km |
| CO₂-Emissionen (kombiniert) | ca. 260 – 266 g/km |
| CO₂-Klasse | G |
| Neupreis (zuletzt / ehemals) | ab ca. 215.683 Euro als 488 GTB; Spider ab ca. 228.368 Euro; Pista ab ca. 287.186 Euro; Pista Spider ab ca. 316.837 Euro |
Varianten
Die 488-Familie gliedert sich in drei Säulen, die unterschiedliche Charaktere besitzen:
GTB: Das Fundament. Gran Turismo Berlinetta. Mit 670 PS und dem revolutionären "Variable Torque Management", das das Drehmoment in den unteren Gängen begrenzt, um das lineare Gefühl eines Saugmotors zu simulieren.
Spider: Die Genuss-Variante. Er nutzt ein klappbares Hardtop, das sich in nur 14 Sekunden öffnet. Technisch fast identisch mit dem GTB, bietet er die volle akustische Präsenz des V8-Biturbo-Pfeifens direkt im Nacken.
Pista und Pista Spider: Die radikale Rennsport-Abwandlung. "Pista" ist italienisch für Rennstrecke. Hier stieg die Leistung auf 720 PS, während das Gewicht massiv reduziert wurde, etwa durch optionale Carbon-Felgen und den Entfall von Dämmmaterial. Er nutzt die Technik des 488 Challenge und ist aerodynamisch durch den markanten S-Duct in der Fronthaube sofort erkennbar.
Dazu kommen Sonder- und Tailor-Made-Versionen wie Piloti Ferrari oder 70th-Anniversary-Spezifikationen. Diese Fahrzeuge spielen im heutigen Markt jedoch weniger eine Rolle, sondern sind vielmehr als Sammler-Fahrzeuge mit entsprechendem Preisaufschlag zu sehen.
Zielgruppen – für wen ist der Ferrari 488 geeignet?
Der Ferrari 488 richtet sich an Fahrer, die einen modernen Ferrari-Mittelmotor-V8 wollen, aber nicht mehr zwingend auf die alte Sauger-Romantik festgelegt sind. Er passt zu Menschen, die Tempo, Präsenz und Ferrari-Emotion suchen, dabei aber auch ein Auto wollen, das nicht bei jeder langsamen Ortsdurchfahrt beleidigt wirkt.
Der GTB ist die beste Wahl für jene, die das klassische Coupé suchen. Der Spider passt zu Kunden, die ihre Emotionen lieber ungefiltert genießen. Der Pista ist für Fahrer und Sammler, die im 488 nicht den Allrounder, sondern die schärfste Essenz der Baureihe sehen. Und der Pista Spider ist letztlich das Auto für alle, denen Logik in dieser Preisklasse ohnehin längst nicht mehr als Leitmotiv dient.
Ist der Ferrari 488 das richtige Auto für dich?
Tabelle anzeigen
| Dein Nutzungsprofil | Passt der 488? | Kurzfazit |
|---|---|---|
| Performance-Enthusiasten | 🟢 Sehr gut | Die Längsdynamik und das Ansprechverhalten der Turbos setzen in dieser Ära Maßstäbe. |
| Lifestyle- & Open-Air-Fahrer | 🟢 Sehr gut | Der Spider verbindet extremes Prestige mit dem unnachahmlichen Ferrari-Sommer-Gefühl. |
| Rennstrecken-Stammgäste | 🟢 Sehr gut (Pista) | Der Pista ist eines der präzisesten und schnellsten Werkzeuge für Trackdays. |
| Sound-Puristen | 🔴 Eher nicht | Wer das kreischende Hochdrehzahl-Singen eines 458 sucht, wird vom bassigen Turbo-Sound enttäuscht sein. |
| Wertanlage-Suchende | 🟢 Gut | Besonders der Pista hat bereits den Status eines modernen Klassikers mit Wertsteigerungspotenzial erreicht. |
Alternativen
Der schärfste Rivale kommt traditionell aus Sant’Agata Bolognese: Der Lamborghini Huracán setzt mit seinem V10-Saugmotor auf ein komplett anderes emotionales Konzept. Aus England schickt McLaren den 720S ins Rennen, der technologisch (Carbon-Chassis) noch radikaler ist, aber oft weniger Prestige und Werterhalt bietet. Wer es deutscher und uneingeschränkt alltagstauglicher mag, landet beim Porsche 911 Turbo S (991.2/992) – dieser ist auf der Autobahn unschlagbar, erreicht aber im Stand nie die exotische Aura eines Ferraris.
Fazit der AutoScout24-Testredaktion
Der Ferrari 488 ist heute viel klarer zu erkennen, als er es bei seiner Premiere war. Damals galt er vielen vor allem als der Ferrari, der den Sauger abschaffte. Heute sieht man deutlicher, was er wirklich ist: einer der gelungensten Turbo-Supersportwagen seiner Zeit. Brutal schnell, optisch eigenständig, im Cockpit erstaunlich konzentriert und in GTB- wie Spider-Form alltagstauglicher, als die Leistung vermuten lässt. Der Pista schärft dieses Konzept dann bis ins beinahe Obsessive nach. Gerade deshalb ist der 488 inzwischen keine Übergangsfigur mehr, sondern ein vollwertiger Ferrari-Klassiker der Moderne. Der GTB bleibt die stimmigste Allrounder-Wahl, der Spider die sinnlichste und der Pista das sammlerische Hochamt der Baureihe.
Probleme und Rückrufe
Trotz höchster Ingenieurskunst blieb auch der 488 nicht von Rückrufen verschont. Da hochgezüchtete Biturbo-V8-Motoren sensibel auf Wartungsstau reagieren, ist ein gepflegtes Scheckheft (Ferrari Genuine Maintenance Programm) absolute Pflicht.
Aktuelle und häufige Themen (Ferrari 488)
Bremssystem (Rückruf):
Ein signifikanter Rückruf betraf die Bremsflüssigkeits-Behälterkappe. Durch ein fehlerhaftes Belüftungssystem konnte im Behälter ein Vakuum entstehen, das zum Austritt von Bremsflüssigkeit und im schlimmsten Fall zum Verlust der Bremsleistung führte. Ferrari-Händler tauschten hier weltweit die Kappen und aktualisierten die Software zur Warnmeldung.
Wartungsintervalle:
Ferrari bietet für Neufahrzeuge oft ein siebenjähriges kostenloses Wartungsprogramm an. Gebrauchtwagenkäufer im Jahr 2026 müssen nun meist selbst für die teuren Services aufkommen. Eine genaue Prüfung der Historie auf Ölwechsel und Zündkerzen-Tausch ist essenziell.
Interieur-Verarbeitung (Sticky Buttons):
Wie bei vielen italienischen Sportwagen können auch beim 488 nach einigen Jahren klebrige Softlack-Tasten an der Mittelkonsole oder den Bedienelementen auftreten. Dies ist ein bekanntes Problem, das spezialisierte Betriebe jedoch dauerhaft beheben können.
Bremsflüssigkeits-Reservoirdeckel:
Ferrari startete 2021 und erweitert 2022 eine größere Rückrufaktion für 458- und 488-Modelle. Ein nicht korrekt entlüftender Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters kann Unterdruck erzeugen, Bremsflüssigkeit austreten lassen und im Extremfall zu teilweisem oder vollständigem Verlust der Bremswirkung führen. Die Abhilfe besteht im Tausch des Deckels und teils in einem Software-Update.
Kraftstoffdampfabscheider:
Für bestimmte 2018er und 2019er Ferrari 488 GTB ist ein US-Rückruf dokumentiert. Ursache ist ein fehlerhafter Aktivkohlebehälter, der ein Kraftstoffleck und damit Rauch oder Brand auslösen kann. Bei entsprechend jungen GTB sollte dieser Punkt in der Historie zwingend abgehakt sein.

