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Hyundai IONIQ Hybrid

Der Hyundai Ioniq spielt ganz klar Zukunftsmusik, verzichtet er doch auf alle herkömmlichen Antriebe im Portfolio – ohne Elektromotor ist der Ioniq nicht von der Partie, ob als Hybrid, Plug-in-Hybrid oder Elektroauto. Das Modell bietet nicht nur drei verschiedene alternative Antriebe auf Basis neuester serienreifer Technik, sondern bringt auch ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit im Zuge seines Platzangebots und der üppigen Ausstattung mit.

Der Hyundai Ioniq – Elektromobilität hoch 3

Als Antwort auf den Toyota Prius und den VW Golf GTE entwickelte Hyundai seit 2015 an einem Hybrid- und EV-Modell auf Basis des i30: der im März 2016 auf dem Genfer Auto-Salon präsentierte Hyundai Ioniq. Den Kompaktwagen gibt es ausschließlich mit Elektromotor, entweder als Hybrid, Plug-in-Hybrid oder reines Elektroauto (EV = electric vehicle), wobei die Elektroversion unter anderem durch die günstige Aerodynamik als eines der effizientesten alltagstauglichen Elektroautos gilt. Damit schafft der südkoreanische und derzeit viertgrößte Automobilhersteller der Welt ein Alleinstellungsmerkmal, denn mit diesem Angebot kann zum Marktstart im Oktober 2016 kein anderer Hersteller mithalten.

Die einzige wahre Lösung für verschiedene Fahrprofile gibt es nun mal nicht, also warum nicht einfach für jeden Anspruch das Passende anbieten? Der Hyundai Ioniq hat sich genau das zum Ziel gemacht. Der Vorteil: Der Startpreis des Ioniq EV von 33.300 Euro ist zwar nicht unbedingt niedrig, Staat und Hersteller zahlen aber immerhin 4.000 Euro Umweltbonus zurück, so dass das EV ab 29.300 Euro zu haben ist. Dafür bekommt man allerdings auch den derzeit aktuellsten Stand der Technik: Mit einem cW-Wert von 0,24 hat der Ioniq einen der niedrigsten seiner Klasse – unter anderem deshalb erhielt er im März 2016 den Red Dot Design Award vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen e. V. für das herausragende Design. Das Modell spielt ganz klar Zukunftsmusik, das zeigt auch der stolze Name: Ioniq setzt sich zusammen aus „Ion“ für die elektrische Ladung, „iq“ ist zum Einen die englische Ableitung von „unique“ im Sinne von „einmalig“ und zum Anderen steht es für die intelligente (IQ) Nutzung der elektrischen Energie – ION-IQ. Im Detail sieht das so aus:

Die Motoren des Hyundai Ioniq

Zum Marktstart kam der Ioniq zunächst als Hybrid 23.900 Euro zu den Händlern, einen Monat später folgte die reine Elektroversion zu den besagten 33.300 Euro und seit Juli 2017 ist das Modell auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb ab 29.900 Euro zu haben. Die Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Version verfügen beide über den gleichen Verbrennungsmotor, der Antrieb erfolgt grundsätzlich über die Vorderachse.

Der Hybrid-Motor

Die Basis der Hybridversion bildet ein 1,6-Liter-Ottomotor mit vier Zylindern, der bei 5.700 Umdrehungen pro Minute bis zu 77 kW (105 PS) leistet und bei 4.000 U/min sein maximales Drehmoment von 147 Nm erzeugt. Dieses Aggregat ist an einen Elektromotor mit einer Leistung von 32 kW (44 PS) gekoppelt, der sich beim Fahren selbst auflädt: In den Akku wird Energie gespeist, wenn der Fahrer vom Gaspedal geht und das Auto ausrollt – oder ein Teil des Benziner-Drehmoments zweigt sich bei besonders effizienter Fahrt zum Aufladen des Akkus ab. Trotz der niedrigeren Leistung erzeugt der E-Motor alleine ein permanentes Drehmoment von 170 Nm, so dass die Gesamtleistung auf 104 kW (141 PS) kommt und das Gesamtdrehmoment bis zu 265 Nm erreicht. Die Hybridversion verfügt wie der Plug-in-Hybrid über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Da beim Rein-Hybrid der Verbrennungsmotor von den drei Versionen die größte Rolle spielt, ist der Verbrauch mit durchschnittlich 3,4 Litern Super und die Emissionen mit 79 g CO2 pro Kilometer am höchsten, dafür aber auch die Höchstgeschwindigkeit mit 185 km/h. Von 0 auf 100 km/h braucht das Modell 10,8 Sekunden.

Der Plug-in-Hybrid-Motor

Bei der Plug-in-Hybrid-Version sind die Leistungsdaten identisch, mit dem Unterschied, dass die Lithium-Ionen-Polymer-Batterie eine mehr als fünffach höhere Kapazität aufweist und auch an einer Steckdose aufgeladen werden kann („plug in“). Da der 1,6-Liter-Motor die Batterie nicht aufladen muss, sinkt der Verbrauch auf bis zu 1,9 Liter Super pro 100 km und die Emissionen auf 32 g CO2 pro Kilometer. Demzufolge sind bei der Plug-in-Hybrid-Variante weitere Daten wichtig: So beträgt die rein elektrische Reichweite laut Hyundai maximal 63 km. Die externe Ladung der Batterie über die normale Steckdose mit 2,3 kW braucht für 100 Prozent drei Stunden und 45 Minuten, bei 3,6 kW dauert es zwei Stunden und 15 Minuten. Die Messwerte der Plug-in-Hybrid-Version sind in der Realität mit dem Rein-Hybrid fast gleichauf: Von 0 auf 100 km/h benötigt das Modell 0,2 Sekunden weniger, die Höchstgeschwindigkeit ist dafür um sieben km/h niedriger.

Der E-Motor

Beim rein-elektrischen Antrieb ist natürlich alles anders, was anders sein kann: Für den Zug sorgt hier ein permanenterregter Synchron-Elektromotor mit einer drehzahlunabhängigen Leistung von 88 kW (120 PS). Ein echtes Getriebe braucht es hier nicht, es reicht ein Einstufen-Reduktionsgetriebe. Wie für Elektromotoren typisch liegt die Beschneidung der Leistung vor allem in der Höchstgeschwindigkeit, die bereits bei 165 km/h die Schotten dicht macht. In Sachen Drehmoment kann hingegen kaum ein Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor mithalten: Mit 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h hat das EV-Modell klar die Nase vorne. Die Reichweite beträgt laut Hyundai dank der Kapazität von 28 kWh (3x größer als beim Plug-in-Hybrid) bis zu 280 km – Emissionen gibt es nicht. Die Reichweite soll bei den 2018er- und 2020er-Modellen auf 320 km bzw. auf 400 km erhöht werden. Hyundai arbeitet dafür eng mit den südkoreanischen Akkuherstellern LG Chem und SK Innovation zusammen.

Die Elektroversion verfügt in diesem Zuge als eines der ersten Fahrzeuge auf dem europäischen Markt über einen schnellladefähigen CCS-Combo-2-Gleichstromladeanschluss als Serienausstattung, wobei bis zu 100 kW aufgenommen werden können. Zum Laden über die herkömmliche Steckdose braucht der elektrische Ioniq zwölf Stunden bei 2,3 kW und sechs Stunden bei 3,6 kW. Bei Ladestationen mit 50 bzw. 70 kW dauert die Ladung bis 80 Prozent 30 bzw. 23 Minuten, danach sinkt die Ladegeschwindigkeit zur Schonung des Akkus. Übrigens gewährt Hyundai für den Ioniq extralange Garantien: fünf Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung auf das Fahrzeug und acht Jahre oder 200.000 km auf die Batterie.

Die Ausstattung des Hyundai Ioniq

Zwar hat das extrem ergonomische Design wie anfangs erwähnt einen Preis gewonnen, hinsichtlich des Kofferraums bietet es jedoch nicht nur Vorteile: Zum Einen ist das im Zuge von flexibleren und damit besser verbauten Akkus ganz ordentliche Ladevolumen durch die riesige und extrem flach stehende Heckklappe sehr gut zugänglich. Zum Anderen ist der Blick durch die ebenso flache Heckscheibe gewöhnungsbedürftig – umso mehr, weil der auf der Scheibe sitzende Spoiler die Sicht nach hinten horizontal teilt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass ein cW-Wert von 0,24 nicht von ungefähr kommt. Hyundai hat an keiner Stelle gespart, um den Ioniq so ergonomisch und flexibel wie möglich zu gestalten. So wurde etwa auch an Luftklappen im Kühlergrill, die sich je nach Kühlluftbedarf automatisch in drei Stufen verstellen können, gedacht. Die erstmals bei Serienautos verbauten, neuartigen Lithium-Polymer-Akkus konnten im Vergleich zu den früher verwendeten, kastenartigen Lithium-Ionen-Batterien optimal im verwinkelten Bereich um die Hinterachse untergebracht werden, so dass mehr Platz für Gepäck frei wurde: Der Kofferraum selbst bietet beim Hybrid ein Volumen von 443 Litern, beim Plug-in-Hybrid und beim Ioniq EV sind es wegen der größeren Akkus nur 341 Liter und 350 Liter.

Sicherheitselemente

Der Ioniq ist großzügig mit Assistenten ausgestattet, wie etwa einen aktiv eingreifenden Spurhalteassistenten, einen Notbremsassistenten für die Stadt, eine Rückfahrkamera, die wegen der schlechten Sicht nach hinten sehr nützlich ist, einen Abstandstempomaten und vieles mehr.

Komfortelemente

Ausstattungsvarianten gibt es in Deutschland drei an der Zahl: Trend, Style und Premium. Bereits serienmäßig sind eine induktive Ladeschale für Smartphones, Apple Car Play, Android Auto, ein digitales Armaturenbrett, ein DAB-Radio, ein acht Zoll (20,3 Zentimeter) großes Touch-Display und noch einiges mehr – Spiegel, Sitze und Lenkrad sind beheizbar. Praktisch ausgelegt ist das EV-Menü beim rein elektrischen Ioniq: Es zeigt die Ladesäulen in der Nähe an und wird der Ioniq an die Steckdose gehängt, gibt man am besten gleich schon mal die Zeit ein, wann man wieder aufbrechen möchte. Denn ist der Akku vollgeladen, kann die übrige Zeit genutzt werden, um schon einmal den Innenraum aufzuwärmen oder zu kühlen.

Fazit

Der Hyundai Ioniq ist zum e-Golf, dessen Einstiegspreis mit 35.900 Euro über dem des Koreaners liegt, ohne Zweifel eine Alternative auf Augenhöhe. Auch den Vergleich zum Golf GTE braucht der Ioniq nicht zu scheuen. Wer ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb sucht, hat beim Hyundai Ioniq das komplette Paket der aktuellsten Serientechnik zur Verfügung inklusive üppiger Ausstattung und gutem Platzangebot. Die schlechte Sicht nach hinten rückt die Rückfahrkamera wieder ins Lot, gegen Unsicherheiten beim Kauf helfen die langen Garantiezeiten.

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