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UAZ

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Informationen zu UAZ

UAZ ist eine russische Automobilfabrik mit Sitz in Uljanowsk. Damit sei auch gleich die Namensherkunft des Kürzels verraten, denn UAZ steht für Uljanowski Awtomobilny Zavod – manchmal ist auch von UAS die Rede, was der Schreibweise ‚Sawod‘ statt ‚Zavod‘ entspricht. Zu Deutsch geht es also um die Uljanowsker Automobilwerke, die 1941 ins Leben gerufen wurden und heute zum 2002 gegründeten Sollers-Automobilkonzern gehören (bis 2008 SewerstalAwto genannt). Der Schwerpunkt der Automobil-Produktion liegt bei Kleintransportern, Geländewagen und leichten Lastkraftwagen, die in ihrer Herkunft von UAZ am Herstellercode X7R zu erkennen sind. Zu den bekanntesten in Deutschland erhältlichen Fahrzeugen zählen der UAZ Hunter (bzw. Tigr) und der UAZ Patriot.

Die Geschichte von UAZ

Die Uljanowsker Automobilwerke finden ihren Ursprung im Kriegsgeschehen zur Zeit des dritten Reichs: Das sowjetische staatliche Verteidigungskomitee beschloss Anfang der 40er Jahre, einen Teil seiner industriellen Unternehmen aus Moskau auszulagern bzw. zu evakuieren. Das betraf auch Teile der Stalin-Werke, die bis 1953 noch Zavod imeni Stalina (kurz ZIS) hießen – heute laufen die Nachfolgeunternehmen unter dem Namen Zavod imeni Lichatschowa (kurz ZIL) und sind zu 90 Prozent im Besitz des russischen Staates. So entstand im Oktober 1941 neben diversen anderen Fabriken auch die UAZ in Uljanowsk, der Geburtsstadt von Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin), die zuvor noch als Simbirsk bekannt war.

Zu Beginn stellte UAZ für das Militär Munition und Granaten zur Flugzeugabwehr sowie verschiedene Komponenten für den zivilen und militärischen Flugzeugbau her. Doch schon ab Mai 1942 begann die Fertigung des Lkw ZIS-5, von dem täglich 20 bis 30 Stück das Werk verließen – was der russischen Armee aber bei weitem nicht genügte, so dass kurzerhand unweit ein zweites Werk gebaut und die Zahl der Belegschaft fortwährend erhöht wurde: Ende 1942 gehörten bereits rund 4.000 junge Arbeiter den beiden Werken an. Doch auch damit nicht genug, denn schon 1943 bekam UAZ weitere 200 Hektar zugesprochen, und zwar am anderen Ufer des Swijaga, dem Fluss an dem die ersten beiden Werke liegen – hier entstand somit das dritte Werk, das für Planung und Konstruktion ausgelegt ist. 1944 erschien dann das erste eigenständig entwickelte Fahrzeug: der 3,5-Tonnen-Lkw UIZIS-253. Jedoch konnte das Modell nicht mit den Importmodellen aus England und USA mithalten, so dass die Entwicklung nicht über den Prototypen hinaus ging. Im selben Jahr erhielt das Werk einen neuen Auftrag vom russischen Militär (rote Armee) für die Fertigung des Lkw-Modells GAZ-AA, das bislang bei Gorkowski Awtomobilny Zavod (GAZ) gefertigt wurde. Die eigentliche Produktion des 1,5-Tonners kam jedoch erst nach Kriegsende ab 1947 mit dem Nachfolgemodell GAZ-MM ins Rollen. Mittlerweile wurde in zwei Schichten gearbeitet, die Produktionskapazität hatte sich mit 140 Modellen pro Tag fast verfünffacht und im Frühjahr 1949 verließ das 10.000ste Fahrzeug die Werkshallen. 1950 wurde mit dem 1,5-Tonner UAZ-300 schließlich die zweite Eigenproduktion vorgestellt – es ist der erste Prototyp mit dem Namen UAZ und war für unwegsames Terrain und den landwirtschaftlichen Einsatz konzipiert. Trotz erfolgreicher Tests ging der UAZ-300 wie der erste Prototyp allerdings nicht Serienproduktion.

1954 war wegen mangelnder Produktionskapazitäten erneut ein Modell der GAZ-Werke für die Fertigung bei UAZ bestimmt: der Entwurf des Geländewagens GAZ-69. Unterstützt wurde das Projekt durch die neu gegründete Designabteilung, die die Pläne der GAZ weiterentwickelte und schließlich den amtlichen Auftrag zur kommerziellen Produktion erhielt. Die kleine Gruppe rund um den Chefdesigner Davydoy machte sich bezahlt, denn bald darauf kamen immer neuere Aufbauvarianten für den GAZ-69 hinzu: Vom landwirtschaftlichen Einsätzen über Ambulanzfahrzeuge bis hin zu Militärzwecke entstanden insgesamt 117 Aufbauten für das Modell. Ab 1956 kamen noch eine Kleintransporter und eine Van-Variante hinzu, die dem GAZ-69 in seiner Vielfalt Exportnachfragen aus 56 Ländern bescherten – ein Novum für den bisherigen Betrieb der UAZ. Nicht zuletzt wegen der deutlich höheren Qualität hatte sich das Unternehmen nun als ernstzunehmende Konkurrenz etabliert. 1956 und 56 Exportländer: das Rekordjahr für UAZ schlechthin.

Im Jahr 1958 wurde Nachfolger des GAZ-69 vorgestellt: der UAZ-450 mit einer Leistung von 48 kW (65 PS), einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und einer Nutzlast von 800 kg. Der darauf folgende geschlossene Kleinlastwagen UAZ-451 sowie der Pritschenwagen UAZ-451D waren vom UAZ-450 abgeleitet, verfügten über eine um 200 kg höhere Nutzlast und erreichten bis zu 100 km/h – außerdem stand wahlweise ein Allradantrieb zur Verfügung. Die weiterhin folgende Kleinbusvariante galt wegen ihrer hohen Beliebtheit mancherorts als Konkurrenz zum berühmten T1-Bus von Volkswagen. 1965 wurde das Modell schließlich zum UAZ-452 weiterentwickelt, der als Minibus, Pickup und Kleintransporter zur Verfügung stand. Im selben Jahr feierte UAZ sein 250.000stes Fahrzeug und brachte das Unternehmen den UAZ-469 an den Start, der den GAZ-69 ablöste und als Vorläufer des heutigen UAZ Tigr (bzw. UAZ Hunter) gilt.

Bereits 1967 gab es Planungen vom Ministerium, die Fahrzeugproduktion weiter zu erhöhen. Dies erfolgte bis zum August 1972 in einem Ausbau der Hauptproduktionsstraße, die im Dezember in Betrieb genommen wurde. 1974 rollte somit das Millionste Fahrzeug vom Band, bei dem es sich nachwievor um das Modell UAZ-452 handelte. Als Kleintransporter UAZ-3909 sowie als Kleinbus UAZ 3743 war dieser vor allem in der DDR sehr beliebt.

In den folgenden Jahren wurden mehrere Rekorde erzielt, sowohl in einem Geschwindigkeitsrennen wie auch durch das Amphibienfahrzeug UAZ Jaguar aus dem Jahr 1983, das eine für die damalige Zeit sensationelle Geschwindigkeit von acht bis zehn km/h im schwimmenden Zustand erreichte. 1989 zeigten sich die UAZ-Fahrzeuge bei einem Wettbewerb auf der berühmten Seidenstraße über 10.000 km Wüsten und Gebirge in Sachen Geschwindigkeit und Geländegängigkeit ebenbürtig mit den Konkurrenten von Mercedes-Benz.

Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion wurde die UAZ im Jahr 1992 in UAZ PJST umbenannt und ein neues Modell ging in Produktion: der UAZ-31514 als Nachfolger des UAZ-469 aus den 60er/70er-Jahren, der anders als der Vorgänger über ein Metalldach, höhenverstellbare Sitze und zeitgemäße Türgriffe verfügte. Ein Jahr später erhielten die Fahrzeuge von UAZ wegen ihrer hohen Qualität erneut eine Auszeichnung, dieses Mal den „Golden Globe International Prize“.

1997 begann schließlich die Produktion des UAZ-3160, bei dem es sich um das erste vollständig neu entwickelte Modell seit Beginn der nachsowjetischen Zeit handelt und der als Basis für den seit 2005 in Deutschland verkauften UAZ Patriot (in Russland UAZ Simbir) dient. Innerhalb des folgenden Jahres ergänzten die Modelle UAZ-31514 und UAZ-3153 das Portfolio, wobei letzteres über leistungsfähigere Motoren und einen längeren Radstand als ersteres verfügte. Außerdem stieß ab 1998 der UAZ 31604 mit Dieselmotor und verschiedenen Aufbauten hinzu, sowie der UAZ-39094 als Nachfolger des UAZ-452, der seinerseits aber wie auch die anderen, zuletzt erwähnten Modelle bis heute weiter produziert wird. Ein wichtiger Schritt nach vorne geschah zudem im Jahr 2003, als die Fertigungsanlagen von UAZ eine TÜV-Zertifizierung erhielten und damit auch offiziell die westeuropäischen Qualitätsstandards erfüllten.

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