Audi A6 Avant e-tron als Erlkönig gesichtet

Neben dem Audi Q6 arbeiten die Ingolstädter auch eifrig an einem weiteren E-Auto auf der neuen PPE-Plattform. Der Audi A6 Avant e-tron zeigte sich zwar schon 2022 als Konzeptstudie, nun wurde aber ein erster seriennaher Erlkönig auf Testfahrten erwischt.

Es ist kein Geheimnis, dass Audi an einem vollelektrischen A6 arbeitet, der direkt dem jetzigen Modell mit Verbrenner-Motor nachfolgen wird. Das bedeutet aber nicht, dass Audi das beliebte Avant-Modell der oberen Mittelklasse nur mehr rein batteriebetrieben anbieten will. Der bisherige Verbrenner-A6 wird vielmehr als A7 Avant weiterleben dürfen, die Limousine hingegen gestrichen und durch den bisherigen A7 Sportback ersetzt. Kurzum: A7 Sportback und A7 Avant sind ab dem Modellwechsel immer Verbrenner, der A6 Avant, wie wir ihn heute kennen, wird zum E-Mobil. Das gleiche Wechselspiel bereiten die Ingolstädter auch für den A4 und A5 vor.

Audi-A6-Erlkönig-Front-Seite

Aus dem Verbrenner-A6 wird ein A7

So weit so kompliziert. Einfacher ist da schon zu erläutern, was Erlkönig-Fotografen vor kurzem abgelichtet haben. Hier zu sehen ist wohl einer der ersten seriennahen Prototypen des Audi A6 Avant e-tron, der zur Marktreife im kommenden Jahr auch den letzten Teil seines Namens ablegen dürfte. Zumindest beim fotografierten Fahrzeug unterscheiden sich die (jetzt geteilten) Scheinwerfer deutlich vom ursprünglichen Konzeptfahrzeug, wobei es gut möglich ist, dass Audi optional noch deutlich andere Lichter zur Verfügung stellt. Die Karosserie allerdings orientiert sich schon sehr an der Studie von 2022 - auf Kameraußenspiegel wird jedoch verzichtet. Auch sie wird es aber wohl gegen Aufpreis zu kaufen geben.

Audi-A6-Erlkönig-Studie

Serienfahrzeug bleibt nah an der Studie

Etwas weniger ausgeprägt als bei der Studie fällt das Fastback-Design des Serien-Avant aus. Es verzichtet zugunsten der Praktikabilität auf eine zu steil abflachende Dachlinie. Auch der aufwändige Dachkantenspoiler spielt zumindest beim zu sehenden A6 e-tron keine große Rolle, wohingegen das Konzeptfahrzeug eher einer Sportversion mit RS-Kürzel zuzuordnet ist. Es ist daher anzunehmen, dass die Erlkönig-Fotos, auch wegen der roten Bremssättel, einen S6 e-tron zeigen könnten. Aufbauen wird der kommende A6 übrigens, wie auch der Q6 und der elektrische Porsche Macan, auf der neuen PPE-Plattform von Audi und Porsche. Die Platform Premium Electric soll vor allem den J1-Baukasten um Taycan und e-tron GT ersetzen und für die höherpreisigen E-Fahrzeuge im VW-Konzern genutzt werden.

Audi-A6-Erlkönig-Heck

Marktstart und Preise

Zu Leistungsdaten, Marktstart und Preisen erhält man von Audi bislang keine Auskünfte. Betrachtet man hingegen das Mitbewerberumfeld, dürfte der neue A6 Avant e-tron (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)² mit einer heckgetriebenen Motorleistung um 220 PS aufwarten, einen mindestens 77 kWh großen Akku erhalten und im Bereich zwischen 65 und 69.000 Euro in der Preisliste stehen. Gleichzeitig ist es wahrscheinlich, dass zunächst eine leistungsstärkere und dementsprechend teurere Allrad-Variante vorgeschoben wird. (Text: tv | Bilder: Automedia | Weitere Bilder: Hersteller)

Artikel teilen

Finde jetzt Audi A6 auf AutoScout24

Alle Artikel

Alle ansehen
Rolls-Royce-Phantom-Centenary-private-collection-2025 (3)

Rolls-Royce hält am V12 fest: Umbau zur E-Marke verschoben

Rolls-Royce leistet sich auch weiterhin und auf absehbare Zeit einen V12-Biturbo-Motor. Der Umbau zur reinen E-Marke ist erst einmal verschoben.

Mehr lesen
Rolls-Royce hält am V12 fest: Umbau zur E-Marke verschoben
bmw-i3-neue-klasse-2026-titelbild-tv

BMW i3 Neue Klasse (2026): Der neue Maßstab in der Mittelklasse

Mit dem i3 bringt BMW die Neue Klasse erstmals als Limousine auf die Straße. Bis zu 900 Kilometer Reichweite und ein klares Design sollen zeigen, dass auch der elektrische 3er ein echter BMW bleibt. Wir konnten den i3 50 xDrive bereits live erleben.

Mehr lesen
BMW i3 Neue Klasse (2026): Der neue Maßstab in der Mittelklasse
Tanken 2022

Spritpreise in der EU: Deutschland mit am teuersten

Tanken ist in Deutschland im EU-Vergleich besonders teuer. Laut Daten der EU-Kommission kostete ein Liter Superbenzin Anfang März umgerechnet 2,08 Euro, nur in den Niederlanden war er mit 2,17 Euro noch teurer.

Mehr lesen
Spritpreise in der EU: Deutschland mit am teuersten