(Preisupdate) Dacia Bigster (2025): Endgegner für den VW Tiguan?

Aktualisiert am 09.01.2025
Der Dacia Bigster startet in Deutschland ab 23.999 Euro
Zu Preisen ab 23.999 Euro ist ab sofort der Dacia Bigster in Deutschland zu bestellen. Der große Bruder des Duster wird in der günstigsten Variante „Essential“ von einem 103 kW/140 PS starken 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit Mild-Hybrid-Technik und manueller Sechsgangschaltung angetrieben. Zur Serienausstattung zählen unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die manuelle Klimaanlage, ein digitales Fahrerdisplay sowie eine Rückfahrkamera.
Eine Ausstattungsstufe höher stehen außerdem eine 96 kW/130 PS starke Allradversion des Benziners (ab 27.999 Euro) sowie ein 115 kW/155 PS starker Vollhybrid (ab 28.590 Euro) zur Wahl. Den Verbrenner-Part übernimmt in diesem Fall ein 1,8-Liter-Benziner. Insgesamt gibt es vier Ausstattungslinien, die höchste – „Extreme“ – bietet neben Design-Upgrades unter anderem 18-Zoll-Felgen und ein Panorama-Glasdach. (hh/sp-x)
Ursprünglicher Artikel vom 10.10.2024
Was lange währt, wird endlich gut?
Vor über drei Jahren überraschte der Renault-Ableger Dacia mit dem Prototypen eines neuen Modells. Der Aufsteiger in die Mittelklasse soll Bigster heißen, das günstigste SUV in einer nach wie vor hoch begehrten Auto-Kategorie werden und alles bieten, was deren Fans nun mal erwarten. Jetzt lässt Dacia die Hüllen zum Serienmodell fallen, der 4,57 Meter lange Dacia ist fit für den Marktstart im Frühjahr 2025. Als Hybrid bleibt er unter 30.000 Euro, als Verbrenner gar unter 25.000 Euro. Für viele Dacia-Liebhaber dürfte es aber enttäuschend sein, dass es keinen Diesel geben wird. Ebenfalls unverständlich: Die einzige Allrad-Variante soll mit einem schwachbrüstigen 1,2-Liter-Dreizylinder vorfahren. Das dürfte sich auch negativ auf die Anhängelast auswirken, die Dacia zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht hat.
Natürlich haben es nicht alle Ideen aus dem Showmodell von 2021 in die Serie geschafft. Dennoch hält der Bigster das Dacia-Versprechen, ein „cooles“ und bezahlbares Modell zu sein. Die Gestaltung der Frontpartie greift die Linie des fast 30 Zentimeter kürzeren Verkaufshits Duster auf. Bei beiden fällt die Motorhaube zum schmalen Kühlergrill hin leicht ab. Dessen jeweilige Enden zeigen ein „Y“, das sich mit einer waagrechten Linie zum Tagfahrlicht vereint. Selbstbewusst wird das Dacia-Logo in die Mitte genommen. Darunter ein Lufteinlass-Maul mit rechteckiger Wabenstruktur, das nach unten hin von einer Art Unterboden-Schutz gehalten wird. Ein uriger SUV-Look also, beim Bigster aber eben eine Nummer größer als beim Duster.
Jetzt lesen: Erster Test Dacia Duster II (2024)
Offroad? Vielleicht...
Zumindest optisch scheint der Debütant auf eine raue Einsatzumgebung vorbereitet zu sein. Beplankten Umrandungen der Radhäuser und der ebenso verkleidete Schweller, der sich gen Heck mit einem massiv wirkenden Schutz verbindet, sollen Abenteuerlust vermitteln. Das Material dafür besteht aus bis zu 20 Prozent recyceltem Polypropylen. Es bleibt unbehandelt und unlackiert, sorgt so für Offroad-Feeling und kostet in der Produktion freilich weniger. Die Grafik der Heckleuchten nimmt die „Y“-Logik wieder auf. Je nach Version unterstreicht eine Dachreling die Höhe des Bigster, als Zubehör wird ein Dachgepäckträger mit 80 Kilogramm Traglast in der Preisliste auftauchen.
Hier ist auch ein dreiteiliges „Sleep Pack“ zu finden, dass in weniger als zwei Minuten aufgebaut werden kann und passgenau den Maßen des Dacia angepasst ist. Das entstehende Doppelbett ist 1,90 Meter lang und 1,30 Meter lang. Premiere bei Dacia feiert auch ein 1,20 Meter gläsernes Panorama-Dach. Es lässt sich mit einer Dreh-Kipp-Funktion um 35 Zentimeter elektrisch öffnen. Das Panoramadach ist beim Topmodell „Extreme“ serienmäßig.
Großzügiger Innenraum
Der Blick in den Innenraum bestätigt den Eindruck von Geräumigkeit, Komfort und Platz für alle Insassen. Dank 2,70 Meter Radstand wird der Aufenthaltsraum für die Hinterbänkler zum Business-Class-Erlebnis. Zumindest wenn es um die Kopf- und Beinfreiheit geht. Prädikat „Familienauto“ mit hohem Freizeitwert. Die Insassen sitzen derweil auf abwaschbaren Polstern aus MicroCloud und können dank Gummifußmatten vorne und hinten sowie im Kofferraum Verschmutzungen schnell beseitigen.
Die nötigen Infos für den Fahrer liefert ein 10,1-Zoll-Zentralmonitor und ein ebenso großes Display hinter dem Lenkrad. Längst vorbei ist die Dacia-Pionierzeit, in denen die Besitzer auf die meisten Segnungen der modernen Elektronik verzichten mussten. Wer den Allradler bestellt, kann fünf Fahrmodi für Ausflüge ins Gelände nutzen. Beispiele sind spezielle Einstellungen für die Fahrt auf Schnee, auf Matsch und Sand oder für das Abbiegen in schwieriges Gelände, bei dem die Kraft je nach Bodenhaftung auf die Achsen verteilt wird.
Den Bigster wird es nicht elektrisch geben
Eine rein elektrische Version des Bigster ist nicht vorgesehen. Doch das Top-Modell Hybrid 155, dessen Preis unter 30.000 Euro bleiben soll, nutzt zumindest zeitweise auch die Power einer kleinen Pufferbatterie (1,4 kWh) und eines Elektromotors. Sie wird durch Rekuperation ständig unter Strom gehalten, so dass laut Dacia im Stadtverkehr gut 80 Prozent der Fahrzeit mit abgeschaltetem Verbrenner gefahren werden kann. Das Gesamtsystem liefert 114 kW/155 System-PS und 170 Nm Drehmoment. Details über Verbrauch und Fahrwerte behält Dacia noch bis Januar 2025 ebenso für sich wie die genauen Preise. Das gilt auch für die Bigster-Variante, die neben Benzin auch Autogas (LPG) nutzen kann. Nur so viel: Mit beiden Kraftstoffen kombiniert ist mit dem Bigster ECO-G 140 eine Reichweite von 1.450 Kilometern pro Tankfüllung möglich.
Zur Serienausstattung des neuen Dacia Bigster zählen, je nach gewählter Ausstattung: Abstandsradar, elektrische Heckklappe, Audiosystem mit 6 Lautsprechern, Bergabfahrhilfe, Rückfahrkamera oder ein Navigationssystem mit Live-Verkehrsdaten.
Erste Einschätzung: Kodiaq, Tiguan und Co. sind noch nicht am Ende
Aufgepasst, Škoda und Volkswagen: Hier kommt erneut Dacia. Die Renault-Tochter will mit dem Bigster das volumen- und ertragsreiche C-Segment erobern. Und so, wie wir die Rumänen in den letzten Jahren kennengelernt haben, dürfte ihnen das auch vor allem durch den Preis gelingen. Allerdings haben die VW-Marken noch ein paar Asse im Ärmel. Einen kräftigen Diesel in Verbindung mit Allradantrieb findet man beim Dacia Bigster nicht. Hier unterwirft man sich der neuen Renault-Doktrin und verliert diejenigen aus den Augen, die in einem Dacia in erster Linie ein williges Arbeitstier sehen. (Text: tv, pm/sp-x | Bilder: Hersteller)
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