Motor zieht Wasser - Gründe und Konsequenzen

Aufgrund permanenter Belastung bilden sich an den Zylinderkopfdichtungen mit der Zeit Risse. Da im Zylinderkopf des Motors zahlreiche Kanäle für Öl und Kühlwasser verlaufen, vermischt sich das Kühlwasser mit dem Motoröl, sobald die Dichtung defekt ist. Der Fachmann sagt dann: Der Motor zieht Wasser.

So macht sich dieses Problem bemerkbar

Nicht jeder Autofahrer ist auch ein Fachmann im Bereich der Kfz-Technik. Das ist auch nicht unbedingt erforderlich. Trotzdem öffnet jeder Fahrzeughalter hin und wieder die Motorhaube. Das ist beispielsweise beim Nachfüllen der Scheibenwaschflüssigkeit der Fall. Bei dieser Arbeit sollte auch gleichzeitig ein Blick auf den transparenten Kühlwasserbehälter gerichtet sein. Die Kühlflüssigkeit hat aufgrund des Frostschutzmittels eine rote, blaue, grüne oder gelbe Färbung. Sieht das Kühlwasser jedoch braun aus, deutet dies auf einen Defekt an der Zylinderkopfdichtung hin. In dem Fall hat es sich bereits mit Motoröl vermischt.

Sollte die Färbung der Kühlflüssigkeit ungewöhnlich sein, empfiehlt es sich, auch das Motoröl zu überprüfen. Nach dem Herausziehen des Ölpeilstabs sollte das daran haftende Motoröl dunkelbraun aussehen. Sieht es hellbraun aus, erhärtet sich der Verdacht auf eine defekte Zylinderkopfdichtung.

Problematisch wird es, wenn heller Rauch aus dem Auspuff des Autos kommt. Dann ist der Schaden bereits stark fortgeschritten. In solch einem Fall ist Kühlflüssigkeit bereits in die Brennräume der Zylinder eingetreten. Der Motor sollte unverzüglich ausgeschaltet werden, damit kein gravierender Motorschaden auftritt. Das Auto muss in dem Fall abgeschleppt werden.

Zieht der Motor Wasser, ist eine Reparatur erforderlich

Schon bei den ersten Anzeichen, dass der Motor Wasser zieht, ist ein Besuch in der Werkstatt unvermeidbar. Es ist ein Austausch der Zylinderkopfdichtung erforderlich. Diese Arbeit sollte unbedingt nur von erfahrenen Fachleuten ausgeführt werden. In den meisten Fällen ist ein Planschleifen der Dichtungsflächen am Motorblock sowie am Zylinderkopf erforderlich. Dazu sind Spezialwerkzeuge nötig.

Der Austausch einer defekten Zylinderkopfdichtung ist mit Werkstattkosten verbunden. Je nach Fahrzeugmodell kommen einige Hundert bis einige Tausend Euro zusammen. Trotzdem macht es keinen Sinn, die Reparatur hinauszuzögern. Die Folgeschäden durch das in den Motor eindringende Wasser sind deutlich höher.

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