Radmuttern nachziehen - Hinweise

Sie sind sehr oft mit Ihrem Auto unterwegs? In diesem Fall schadet es nicht, die Radmuttern am Wagen von Zeit zu Zeit nachzuziehen. Auch nach einem Reifenwechsel ist es ratsam, die Muttern am Wagen erneut nachzuziehen, um somit für ausreichend Sicherheit zu sorgen.

Radmuttern benötigen einen festen Sitz

  • Nach einem Reifenwechsel empfehlen Autowerkstätten ihren Kunden, bei zurückgelegten 50 bis 100 Kilometern die Muttern nachzuziehen. Dabei handelt sich um einen Sicherheitshinweis und einen Haftungsausschluss des Reifenhändlers.
  • Da sich die Verschraubung nach einer Fahrt „setzen“ kann, ist es wichtig, die Muttern von Zeit zu Zeit nachzuziehen. Durch die Belastung, die Reifen täglich auf der Straße aushalten müssem, kann es passieren, dass sich die Muttern durch das „Setzen“ ein wenig lockern. So kann ein gewisser Spielraum entstehen. Dieser kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich der Reifen während der Fahrt löst – ein Unfall kann die Folge sein.
  • Doch keine Angst, ein Rad fällt nicht so einfach ab. Ein loser Reifen macht sich bemerkbar. Durch lautstarke Klopfgeräusche erkennen Sie lose Muttern am Reifen. Hören Sie ein solches Geräusch, dann fahren Sie sofort rechts ran, ziehen Sie die Muttern selbst fest oder rufen Sie einen Pannendienst. Drehen Sie die Musik nach einem Reifenwechsel daher nicht zu laut auf, sondern hören Sie in den ersten Kilometer auf die Geräusche Ihres Autos.

Tipps zum Nachziehen

  • Sie können die Reifen selbst nachziehen. Sorgen Sie dabei für ausreichend Platz. Stellen Sie den Wagen an einem Ort ab, der rundum für Sie zugänglich ist. Legen Sie den ersten Gang ein und ziehen Sie die Handbremse an.
  • Nehmen Sie das Radkreuz in die Hand. Viel besser eignet sich natürlich ein Drehmomentschlüssel. Mit diesem Werkzeug wird in Werkstätten am liebsten gearbeitet, da hier das ideale Drehmoment von 120 eingestellt werden kann.
  • Beginnen Sie mit einem Reifen Ihrer Wahl. Achten Sie beim Anziehen darauf, dass immer zwei diagonal gegenüberliegende Muttern nacheinander angezogen werden. Diesen Vorgang wiederholen Sie mit allen Radmuttern an allen vier Reifen. Drehen Sie die Muttern immer im Uhrzeigersinn fest. Durch das Drehen gegen den Uhrzeigersinn, bewirken Sie nämlich das Gegenteil – sie lockern die Schrauben. Beim Anziehen der Muttern benötigen Sie zudem etwas Muskelkraft.
  • Zweifeln Sie an Ihren Kräften, dann lassen Sie die Arbeit einen Profi in der Werkstatt erledigen. Hier gilt: Sicher ist sicher!

Kontrollieren Sie die Reifen nach jedem Reifenwechsel. Auch vor einer längeren Fahrt kann es nicht schaden, die Räder auf Festigkeit zu überprüfen.

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