Toyota Urban Cruiser (2025): Comeback als Elektro-SUV

Der Toyota Urban Cruiser auf einen Blick
- Steht ab September 2025 beim Händler
- Gemeinsame Entwicklung mit Suzuki, gebaut in Indien
- Allrad-Variante mit 184 PS und 300 Nm Drehmoment
- Mit dem größeren Akku bis zu 400 km Reichweite
- Geschätzter Preis: über 30.000 Euro
Alter Name, neues Auto: Vorgestellt wurde der Toyota Urban Cruiser, den es als Verbrenner von 2009 bis 2022 schon mal gab, bei der Motor Show in Brüssel, eine der wenigen Auto-Messen, die noch halbwegs funktionieren. Noch ist das Fahrzeug nicht homologiert, von daher hat man sich mit technischen Daten bei der nationalen Premiere in Köln teilweise bedeckt gehalten. Aber bis zum Bestellstart (im April 2025) und bis die ersten Fahrzeuge im Handel sind (September 2025) ist es ja noch eine ganz Weile hin.
Sicher ist: Das 4,29 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,64 Meter hohe SUV tritt im sogenannten B-Segment an, das schon reichlich bespielt wird von der Konkurrenz. Ob VW ID.3, Peugeot E-2008 oder Opel Mokka - alle wollen vom großen Kuchen etwas abhaben. Im Sommer kommt noch ein besonderer Konkurrent dazu. Der Suzuki eVitara. Besonders deshalb, weil die Autos technische Zwillinge sind, gemeinsam entwickelt von den beiden Japanern. Gebaut wird das SUV im Suzuki-Werk im indischen Bundesstaat Gujarat.
Drei Motorisierungen, zwei Batterien
Der Urban Cruiser kreuzt mit drei Motorisierungen und zwei unterschiedlichen Batterien auf. Das Basismodell hat vorne eine E-Maschine mit wahlweise 106 KW / 144 PS oder 128 kW / 174 PS (Drehmoment 189 Nm). Bei der Allrad-Variante kommt ein zweiter Motor auf der Hinterachse dazu (Gesamtleistung 135 kW / 184 PS / 300 Nm). Zur Wahl stehen zwei Akkugrößen. Die 49 kWh-Batterie gibt es aber nur im Basismodell. Die stärkeren Varianten sind mit 61 kWh ausgestattet. Toyota nennt Reichweiten von bis zu 400 Kilometern. Mehr sagen sie noch nicht. In unserem AWD-Modell, das wir besichtigen konnten, zeigte das System 343 Kilometer bei 95 Prozent Akkuleistung. Auf durchschnittlichem Niveau bewegt sich die Ladeleistung. 11 kW bei Wechselstrom und bis zu 150 kW am Schnellader. Unter optimalen Bedingungen könnte es in 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent gehen. Auf diese Werte kommen zumindest ähnlich aufgebaute E-Autos. Die Batterien kann man vorkonditionieren, damit sie auf Betriebstemperatur sind, wenn man an die Ladesäule kommt. Allerdings nur manuell.
Von außen wirkt der Urban Cruiser recht selbstbewusst. Halb Stadtfrack, halb Naturbursche. Viel glänzender Lack an der geschlossenen Front, schimmerndes schmales Tagfahrlicht, Hammerhai-Gesicht. Am Heck stechen die zerklüfteten Leuchten hervor, die ganz der aktuellen Mode entsprechend, mit einem Lichtband verbunden sind. Von der vorderen Heckschürze ausgehend laufen üppige Plastikplanken über Radhäuser und Türen zum Heck. Wer will, entdeckt hier den Outdoor-Gedanken. Die zweifarbige Lackierung hingegen lassen den Urban Cruiser elegant wirken. Ein SUV für alle Fälle.
Hochwertiges Interieur mit Klavierlack und Chrom
Kommen wir zur ersten Sitzprobe. Schon der große Radstand von 2,70 Metern verheißt reichlich Platz. Ein Versprechen, das der Urban Cruiser auch hält. Vorne ein König, hinten ein Fürst. Fahrer und Beifahrer sitzen auf komfortablem Gestühl, getrennt durch eine Armablage, die unter der Klappe jede Menge Platz bietet für Handy, Schlüssel und Co. Neu ist der Drehregler in der Mittelkonsole, mit dem die Gänge eingelegt werden. Daneben Tasten für Trail-Modus und Bergabfahrhilfe. Der Urban Cruiser ist offenbar auch im nicht ganz so urbanen Umfeld daheim.
Das Interieur wirkt überraschend hochwertig. Klavierlackflächen, Chrom-Applikationen, Ambientelicht und Stoff kaschieren geschickt das Hartplastik. Modern und behaglich – das ist eine Disziplin, in der sonst Volvo glänzt. Aufgewertet wird das Cockpit zusätzlich von den zwei Displays, die wie ein Bildschirm wirken. Sie sind serienmäßig mit 10,25 Zoll (Tacho) und 10,1 Zoll (Multimedia) ausreichend groß und leicht gebogen. Bei der Bedienung setzt Toyota zwar auf den Touch-Screen. Wichtige Funktionen wie die Klimaanlage oder die Lautstärke regelt man aber mit Tasten oder Knöpfen. Sehr löblich.
85 Zentimeter Sitzabstand – das ist mehr als Eco-Langstrecke
Ortswechsel – wir nehmen hinten Platz. Und wieder eine Überraschung: Die Sitzbank lässt sich der Länge nach um bis zu 16 Zentimeter verschieben, auch die Lehne kann man verstellen, weshalb man auch im Fond recht komfortabel sitzt. Der Abstand zwischen Vorderlehnen und Bank liegt bei 85 Zentimetern. Zum Vergleich: Die Lufthansa bietet auf Langstreckenflügen nur zwischen 78,7 bis 81,3 Zentimeter an. Während die Beinfreiheit gut ist, könnte es Richtung Dach eng werden. Bei einer Körpergröße von 1,78 Metern sind nämlich nur noch ein paar Fingerbreit Platz, bis das Haupt am Himmel anstößt.
Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Das Kofferraumvolumen dahinter liegt normal bei 300 Liter. So viel bietet zumindest der Suzuki eVitara. Über die maximale Kapazität bei umgeklappter Bank schweigt sich Toyota noch aus. Be- und Entladen ist bequem: Bei der Ladekante messen wir eine rückenfreundliche Höhe von rund 77 Zentimeter, der Ladeboden ist eben.
Die Preise will Toyota noch nicht herausrücken
Bedeckt hält man sich auch noch beim Preis. Rund 28.000 Euro kostet der Yaris Cross aus dem gleichen Haus, der ebenfalls im B-Segment antritt und sich im vergangenen Jahr 200.000-mal in Europa verkauft hat. Toyota weist darauf hin, dass der Urban Cruiser größer ist und mehr Leistung und Technik bietet. Von daher dürfte der Preis bei deutlich über 30.000 Euro liegen. Der eVitara soll 34.990 Euro kosten.
Dafür will Toyota beim Serienmodell schon relativ viel bieten: Acht elektronische Assistenten vom automatischen Matrix-Fernlicht bis hin zum Totwinkelwarner sind schon mit an Bord. Serienmäßig ist auch das hochwertige Multimedia-System mit den beiden Displays, eine Wärmepumpe und die App-Anbindung, mit der sich das Auto sogar vorwärmen lässt.
Erstes Fazit
Optisch ist das zweite voll elektrische SUV von Toyota gelungen, das hochwertige Interieur mehr als respektabel. Was Reichweiten und Aufladen anbetrifft, müssen wir uns auf den Fahrtermin vertagen. Bei der Beschleunigung dürfte man im Schnitt ähnlicher Fahrzeuge liegen, beim Fahrwerk machen wir uns keine Sorgen. Da ist Toyota ja meistens ziemlich gut. Von daher wird der Preis entscheidend sein, wie gut der zweite Stromer aus dem Hause Toyota einschlägt. Man hofft auf ausgesprochen gut. (Text: Rudolf Bögel | Bilder: Hersteller)
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