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McLaren F1

McLaren F1

Ausführungen und Höchstgeschwindigkeit des McLaren F1

So bekannt dieser Supersportwagen weltweit ist, so klein ist sein Portfolio: Die Rede ist vom legendären McLaren F1, der in seiner Produktionszeit von 1993 bis 1997 gerade einmal 106-mal gebaut wurde. Zugleich ist er ein Beispiel dafür, dass ein Supersportwagen nicht unbedingt nur auf der GT1-Rennstrecke zu sehen ist, denn gerade mal ein Viertel der F1-Modelle war ausschließlich hierfür vorgesehen, während die deutliche Mehrheit von genau 72 Fahrzeugen eine Straßenzulassung hatte. Weiterlesen

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Andererseits wird man auf der Straße kaum ein ähnlich teures Fahrzeug zu Gesicht bekommen, denn selbst ein Ferrari ist im Vergleich zum F1, der damals mit rund 1,5 Millionen DM schon das weltweit teuerste Serienauto war und auch als Gebrauchtwagen noch mehr als eine Million Euro kostet, fast noch ein Schnäppchen. Ebenso luxuriös sind die Unterhaltskosten von Supersportwagen generell: Vom horrenden Spritverbrauch mal abgesehen, verschlingen Supersportwagen wie etwa auch der Bugatti Veyron 16.4 oder der Koenigsegg Agera R, enorme Kosten für Steuer und Versicherung - und selbst das sind noch vergleichsweise kleine Summen, wenn man bedenkt, dass eine große Servicereparatur eines McLaren F1 bereits allein so viel kostet, wie ein komplettes Neufahrzeug der oberen Mittelklasse. Hohe Summen sind in diesen Bereichen automatisch ein Prestige-Symbol, so dass es kaum verwundert, dass der McLaren F1 neben dem McLaren-Vorstand Ron Dennis ausschließlich im Besitz der sogenannten Prominenz ist, wie etwa George Harrison, Eric Clapton oder auch Elon Musk, der mit dem elektrisch betriebenen Tesla Roadster selbst Produzent von Spitzenleistungen auf vier Rädern ist. Rowan Atkinson scheint hingegen den Mr. Bean auch mit einem Supersportwagen ausleben zu wollen, da er seinen F1 gleich zwei Mal zu Schrott fuhr. Doch nun werfen wir dem Prunkstück des damalig federführenden Designers Gordon Murray erst einmal einen Blick unters Blech bzw. in diesem Fall unter die Carbon-Karosserie:

Bevor es zu den 106 produzierten Modellen kam, standen freilich erst einmal einige Prototypen für Test, Bewährung und Vorführung an - und zwar genau fünf an der Zahl, die die Arbeitsbezeichnungen XP1 bis XP5 trugen. Der erste war noch auf experimenteller Basis und bereits nach drei Monaten Schrott, der zweite diente ebenfalls für Crash-Tests und der dritte, folglich genannt XP3, wurde für einen Dauertest bei 231 mph (umgerechnet 371 km/h) am italienischen Rundkurs von Nardò verwendet. Die letzten beiden Prototypen XP4 und XP5 waren vor allem Teil der Marketing-Abteilung, der XP5 ist zudem für den Geschwindigkeitsrekord des F1 verantwortlich:Am 31. März 1998 brachte der britische Rennfahrer Andy Wallace den hier schon fünf Jahre alten und 45.000 Testmeilen (rund 72.420 km) gefahrenen XP5 auf dem niedersächsischen VW-Testgelände in Ehra-Lessien auf satte 391,2 km/h. Mit aktiviertem Drehzahlbegrenzer erreicht der F1 bei 7.500 U/min die besagten 371 km/h - bei dieser Fahrt wurde dieser jedoch deaktiviert, so dass der McLaren F1 bei 8.300 Touren die neue Rekordmarke als schnellstes Serienfahrzeug weltweit für sich verbuchen konnte. Für die Gruppe der Seriensportwagen mit Saugmotor gilt dieser Rekord bis heute als ungeschlagen. Der US-amerikanische Rennfahrer Mario Andretti plädierte dafür, den F1 mit einem siebten Gang oder einer größeren Übersetzung auszustatten, da so eine noch höhere Endgeschwindigkeit erreicht werden könne - schließlich kann der Motor laut McLaren bis zu 736 kW (1.000 PS) bei 9.500 bis 10.000/min leisten.Das erste der insgesamt 106 Serienfahrzeuge ging 1993 in Monaco für damals rund 1,5 Millionen DM an einen Kunden - womit der McLaren als teuerstes Serienauto der Welt seinen zweiten Rekord für sich verbuchte. Nun zu den Versionen: Mit 64 Stück war der deutlich überwiegende Teil der McLaren F1-Modelle für die Straße ausgelegt. Auf Druck einiger Besitzer entschied sich McLaren 1994, eine Rennversion des F1 für die FIA GT1 zu entwickeln, die 1995 antreten sollte. Obwohl den Ingenieuren nur drei Monate blieben, um den McLaren F1 GTR zu entwickeln, übertraf der insgesamt 28 Mal produzierte 600-PS-Rennwagen alle Erwartungen: Gleich zu seinem Debüt im Jahr 1995 gewann der F1 GTR nicht nur die GT1-Championship, sondern auch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans - für diesen Sieg steht das darauf folgende Sondermodell McLaren F1 LM in fünffacher Ausfertigung. Um die Motorsport-Homologation zu erhalten, die eine bestimmte Zahl straßentauglicher Rennfahrzeuge fordert, produzierte der Hersteller schließlich den McLaren F1 GT. Eigentlich wäre für die Erfüllung nur ein Fahrzeug nötig gewesen - auf Drängen der Kunden schickte McLaren jedoch noch zwei weitere Modelle nach, die wegen ihrer langen Überhänge als "Longtail" bekannt sind. Doch auch manche der GTR-Varianten wurden für die Straße umgerüstet, wobei von einer GTR-Version mit Straßenzulassung eine Leistung von bis zu 548 kW (745 PS) bekannt ist.

Motoren des McLaren F1

Die Motorisierung basiert auf einem leistungsgesteigerten Zwölfzylinder-Aggregat aus dem Hause BMW M, oder auch BMW Motorsport GmbH genannt - genauer aus der Entwicklungsabteilung der Formel-1-Turbomotoren von BMW unter der Leitung von Paul Rosche. Ganze 6,1 Liter Hubraum mit jeweils vier Ventilen pro Zylinder und variabler Nockenwellensteuerung kommen in mehreren Leistungsstufen von 461 kW (627 PS) bis 500 kW (680 PS) zum Einsatz. Der Motor selbst bringt etwa 266 kg auf die Waage. Der "normale" McLaren F1 (also nicht LM, GT oder GTR) beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in 6,3 Sekunden auf 160 km/h, in 9,4 Sekunden auf 200 km/h und in 23 Sekunden auf 300 km/h - man stelle sich vor, genauso lange wie man zum Einsteigen, Angurten und Motorstarten benötigt, so schnell ist man mit dem McLaren F1 auf 300 Sachen. In Entfernungen ausgedrückt sind das 19,6 Sekunden für das Fahren eines Kilometers aus dem Stand heraus, wobei der F1 bei der Kilometermarke schon 285 km/h erreicht hat. Solche Leistungen fallen in Sachen Verbrauch natürlich schwer ins Gewicht: Der F1 verbraucht durchschnittlich 47 Liter auf 100 km.

Technik des McLaren F1

Der F1 besteht vornehmlich aus Carbon (CFK/Kohlefaser) in Monocoque-Bauweise, es handelt sich also um ein durchgehendes Karosserie-Element, wodurch eine hohe Steifigkeit bei wenig Masse möglich ist - dank der aus Aluminium und Magnesium gefertigten Aufhängungen von Motor und Fahrwerk bringt es der F1 auf ein Leergewicht von nur rund 1.100 kg. Die Fertigung aus Carbonfiber kam erstmalig bei einem Serienfahrzeug zum Einsatz. Außerdem spielten bei der Entwicklung des Designs nun aerodynamische Aspekte eine Rolle wie noch nie zuvor, wodurch der McLaren F1 schon damals einen cW-Wert von nur 0,32 erreichte. Zum Vergleich: Der Mercedes-Benz CLA ist mit einem cW-Wert von 0,22 seit 2013 das windschlüpfigste Serienfahrzeug der Welt. Das quer eingebaute Getriebe verfügt über sechs Gänge und eine Dreischeibenkupplung, die ebenfalls aus Kohlefaser gefertigt ist.Eine Besonderheit des F1 ist die Dreisitzer-Ausführung: Der Fahrer sitzt in der Mitte, um die Sicht, das Fahrgefühl und damit die Bedienung und das Handling zu optimieren. Leicht nach hinten versetzt ist rechts und links neben dem Fahrersitz jeweils ein Beifahrersitz vorhanden.