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Rolls-Royce Wraith

Rolls-Royce Wraith

Mit einem sportlichen Coupé belebt Rolls-Royce 2013 die Baureihe Wraith wieder

Während in den USA bereits zu Beginn des 20.Jahrhunderts die ersten Fahrzeuge komplett ausgestattet und lackiert vom Fließband liefen, ließen sich die europäischen Hersteller mit der Entwicklung der Massenproduktion etwas mehr Zeit. Einige wenige Unternehmen blieben trotz des Einzugs moderner Technik allerdings auch dabei, Autos weiterhin in Handarbeit oder doch in höherem Grad manuell herzustellen als herkömmliche Serienhersteller. Weiterlesen

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Als Symbol dafür galt die britische Traditionsfirma Rolls-Royce, die sich seit den 1920er Jahren auf den Bau von Luxusautomobilen konzentrierte. Doch die in der Regel als Chauffeurswagen konzipierten Limousinen und Coupés sowie die offenen Bauformen wurden zu dieser Zeit noch keineswegs komplett von Rolls-Royce produziert. Stattdessen lieferten unterschiedliche Karosseriebauer individuelle Aufbauten. Von Rolls-Royce kamen das Chassis und die Motoren. An dieser Tradition hielten die Briten noch fest, als mit sie 1938 eine Neuentwicklung unter dem Modellnamen Wraith (schottisch: Geist) vorstellten. Als letztes Modell der Vorkriegszeit bekam der Wraith eine besondere Bedeutung. Da er unter der Bezeichnung Silver Wraith 1946 zugleich das erste Modell nach dem Zweiten Weltkrieg war und ebenso der erste Rolls-Royce vom neuen Produktionsstandort in Crewe, sicherte er sich eine Sonderstellung in der Firmengeschichte. In der er zugleich das letzte Fahrzeug war, das ohne fertige Rolls-Royce-Karosserie ausgeliefert wurde. Der Wraith war also in vielfacher Hinsicht ein Ausnahmemodell. Als Reminiszenz daran ließ Rolls-Royce unter seinem Mehrheitseigner BMW mit dem Jahr 2013 die Wraith-Baureihe wieder aufleben und benannte eine neue Generation sportlich angelegter Luxuscoupés nach den Wraith.

Die erste Generation des Rolls-Royce Wraith von 1938/9 als Classic Car

Limousine geschlossen oder halboffen, Coupé oder Cabriolet, für die Generation des Wraith der Bauzeit 1938/39 realisierten die Karosseriebauer ganz unterschiedliche Aufbauvarianten. Doch hatten die Modelle der Luxusklasse auch ihre Gemeinsamkeiten: Sie waren an dem typischen, hoch aufbauenden Kühlergrill der Marke Rolls-Royce zu erkennen, trugen zumeist auch die emblematische Kühlerfigur und erhielten einen Sechszylindermotor mit 4,3 Litern Hubraum, der einen Wraith dieser Bauphase auf fast 140 Stundenkilometer antreiben konnte. Konkrete Leistungswerte pflegte Rolls-Royce für seine Modelle früher ungern anzugeben. Mit seiner kaum einjährigen Bauzeit und nur wenigen hunderten produzierter Exemplare wurde die erste Wraith-Generation ein Sammlerobjekt, das auf dem Markt für Classic Cars als Gebrauchtwagen zu Höchstpreisen die Besitzer wechselte. Falls überhaupt ein echter Wraith der ersten Generation dort im Angebot war.

Mit dem Wraith endet 1959 die Ära externer Karosseriezulieferer bei Rolls-Royce

Ähnliches galt für die zweite Bauphase des Wraith, die im Nachkriegsjahr 1946 begann und sich bis zum Jahr 1959 fortsetzte. Im Laufe seiner Produktionszeit kam der wiederum mit Aufbauten verschiedener Zulieferer versehene Wraith als Limousine und Coupé sowie in unterschiedlichen offenen Varianten zu den Kunden. Zur Auswahl standen als Basis ein Fahrgestell mit 3,22 Metern Länge und eine auf fast 3,38 Meter gestreckte Version. Als Antrieb setzte Rolls-Royce seine bekannten Sechszylindermotoren ein, die gegen Ende der 1950er Jahre mit einem auf 4,9 Liter gesteigerten Hubraum konstruiert wurden. Mit dem Auslaufen der Wraith-Produktion endete nun auch bei den Briten die Zeit der von externen Spezialisten zugelieferten Karosserien. Für die ab dem Jahr 1959 gebauten Modelle realisierte Rolls-Royce die Aufbauten nun selbst.

Mit dem Wraith-Coupé entdeckt Rolls-Royce 2013 die Sportlichkeit für sich

Als Rolls-Royce unter deutschem Management entschied, die Geschichte des Wraith fortzusetzen, war klar, dass es sich auch bei der modernen Version um ein Ausnahmemodell handeln würde. Stark motorisiert, sportlich als Coupé und Zweitürer mit hinten angeschlagenen Türen konstruiert, damit machte der mit dem Modelljahr 2014 auf den Märkten eingeführte Wraith seinem Ahnen alle Ehre. Dass sich das Modell der Oberklasse seine Bauplattform mit einem BMW teilen musste, schadete daher wohl dem Image des Rolls-Royce nicht. Mit seinem eigenständigen starken Auftritt bewies das Coupé vielmehr, dass der Name Wraith in der Geschichte des Herstellers Rolls-Royce nicht umsonst mit Neuanfang und Umbruch verbunden war. Denn mit dem 2013er Wraith hatten die Briten die Sportlichkeit für sich entdeckt.

Die Rolls-Royce-Designer geben dem Wraith die Dynamik eines echten Coupés

Ein Coupé hatten der Hersteller in seiner Flaggschiff-Baureihe der Phantom bereits seit dem Jahr 2008 im Programm. Dort hatte er auch schon das Konzept des Viersitzers mit den gegenläufig öffnenden Türen für Fahrer und Beifahrer realisiert. Doch mit einer Länge von über 5,60 Metern und einem Radstand von über 3,30 Metern sprachen Kunden gewiss weniger vom sportlichen Handling des Zweitürers. Dieser hatte zudem kein richtiges Coupédach und eiferte so auch stilistisch den Limousinen der Baureihe nach. Anders beim Wraith, der preislich als Einstiegsmodell etabliert wurde und ebenso mit seinen Abmessungen einen deutlichen Abstand zwischen sich und das große Coupé im Programm legte. Mit kaum 5,27 Metern Länge und nicht einmal 1,95 Metern Breite konnte der Wraith durchaus als alltagstauglicher gelten. Trotz der für Rolls-Royces typischen massiven Frontpartie wirkte der Auftritt des Zweitürer dank seiner extrem abgeflachten und langsam zum Heck strebenden Dachlinie wie ein echtes Coupé, dem die Kunden eine entsprechende Dynamik zutrauen konnten.

Der Wraith gilt als der schnellste Rolls-Royce aller Zeiten

Das Marketing von Rolls-Royce ließ ohne britische Zurückhaltung verlauten, mit dem Wraith habe der Hersteller nicht weniger als den schnellsten Rolls-Royce aller Zeiten realisiert. Und dieser Anspruch dokumentierte sich entsprechend in den Zahlenangaben: Der Wraith erhielt einen 6,6 Liter V12-Motor, der eine Leistung von bis zu 465 kW (632 PS) abliefern sollte. In Kombination mit der achtstufigen Automatik ergab sich daraus eine Spurtzeit, die für ein fast 2,5 Tonnen schweres Coupé einen Bestwert anzeigte. Denn der Wraith schaffte es, innerhalb von rund 4,6 Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 Stundenkilometern zu gelangen. Obwohl der Zwölfzylinder sicher höhere Belastungen verkraftet hätte, war die Spitzengeschwindigkeit wie in der Luxusklasse üblich auf elektronischem Weg beim Erreichen von 250 Stundenkilometern abgeregelt. Wer mit dem V12-Coupé der Briten in der Stadt unterwegs war, der musste einen Benzinverbrauch von über 21 Litern einkalkulieren. So viel konsumierte der Wraith im Testbetrieb innerhalb der Ortschaften. Außerorts auf Landstraßen und Autobahnen gab sich das schnellste Modell im Programm von Rolls-Royce mit 9,8 Litern zufrieden. Im Mittel ergab sich daraus ein Wert von 14 Litern pro 100 Kilometer. Damit fuhr der Wraith in der Energieeffizienzklasse G und emittierte 327 g/km CO2.

Technische Daten Rolls-Royce Wraith

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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