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Skoda Vision X

Skoda Vision X

Kompakter SUV mit viel Beinfreiheit & guten CO2-Werten

Die SUVs sind trotz Klimawandel weiterhin auf dem Vormarsch. Dementsprechend ist es kein Wunder, dass immer neue Modelle auf den Markt kommen. So präsentierte Skoda auf dem 88. Genfer Autosalon 2018 den Kompakt-SUV Skoda Vision X als Konzeptfahrzeug. Der Vision ist der kleine Bruder der SUV-Familie Skoda Kodiaq und Skoda Karoq. Ein Jahr später konnten die Besucher in Genf das fertige Serienmodell bewundern: den Skoda Kamiq. Weiterlesen

Ein möglichst effizienter Kompakt-SUV

Mit dem Skoda Yeti stieg der tschechische Hersteller 2009 in das beliebte SUV-Segment ein. Acht Jahre später wurde dieser vom Skoda Karoq abgelöst. Kurz davor schickte der Autobauer den größeren Skoda Kodiaq auf den Markt und 2019 noch den etwas kleineren Skoda Kamiq, der von den Außenmaßen her am ehesten wieder einem Yeti entspricht. Mit der vorangegangenen Studie Skoda Vision X wollte der Hersteller alle Möglichkeiten in Sachen Effizienz austesten, um den Skoda-SUV zukunftsfähig zu gestalten. Grundlage ist ein Antriebskonzept mit Benzin-, Erdgas- (CNG) und Elektromotoren. Damit kommt der Vision auf einen CO2-Ausstoß von 89 g/km und liegt noch unter dem ab 2021 geltenden CO2-Grenzwert von 95 g/km. Das ab Mitte 2019 verkaufte Serienmodell ist zunächst mit zwei Benzinmotoren und einem Dieselmotor erhältlich, die Erdgas-Variante soll folgen:

  • 1,0-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor mit 70 kW (95 PS) & 5-Gang-Schaltgetriebe
  • 1,0-Liter-Dreiyzlinder-Benzinmotor mit 85 kW (115 PS) & 6-Gang-Schaltgetriebe
  • 1,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 110 kW (150 PS) & 6-Gang-Schaltgetriebe
  • 1,6-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 85 kW (115 PS) & 6-Gang-Schaltgetriebe

Kraftvoller, harmonischer Antrieb

Bis auf die kleinste Variante können alle SUV-Modelle auch mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet werden. Nur der Allradantrieb fehlt komplett. Alle Fahrzeuge des kleinen SUVs werden von den Vorderrädern gezogen. Beim Fahren entspricht soweit alles den Erwartungen. Der kleine Benzinmotor mit 181 km/h Höchstgeschwindigkeit reißt keine Bäume aus, reicht für die Alltagsfahrten aber völlig aus und verbraucht durchschnittlich 5,1 Liter Sprit auf 100 Ki-lometer. Wenn es drauf ankommt, kann er aber auch in 11,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Der Dieselmotor hat deutlich mehr Durchzugskraft bei 4,2 Litern Spritverbrauch auf 100 Kilometern. Insgesamt wirkt der Antrieb kraft-voll und harmonisch – passend zu einem Mini-SUV. Besonders positiv fällt das sehr gut abgestimmte und neu entwickelte Fahrwerk auf. Das Auto lässt sich auch bei hohem Tempo nicht so leicht aus der Ruhe bringen, federt Unebenheiten dank längeren Federn und hydraulischen Stoßdämpfern elegant ab, lässt sich sowohl präzise als auch leichtgängig lenken und hat dazu die nötige Power unter der Motorhaube. Das alternative Fahrwerk mit zwei verschiedenen Einstellungen ist nicht notwendig, ansonsten macht das Fahren im kompakten SUV sehr viel Laune.

Überblick im Cockpit & viel zusätzliche Ausstattung

Im Innenraum bietet das Auto viel Platz und soliden Komfort – dank hochwertiger Materialien, angenehmer Oberflächen und weich unterschäumten Verkleidungen. Der Einstieg ist durch 5,5 Zentimeter mehr Bodenfreiheit als beim Kleinwa-gen Skoda Fabia auf einer angenehmen Höhe. Das Design im Cockpit ist übersichtlich gestaltet: Ein Touchscreen in der Mittelkonsole ermöglicht eine schnelle Bedienung des Infotainment-Systems auf Augenhöhe. Darunter befindet sich die Steuerung der Klimaanlage – klassisch mit Drehreglern und Tasten. Nur die Lautstärke muss etwas umständlich über zwei Sensorfelder eingestellt werden, das könnte durchaus einfacher sein. Die Basisversion hat bereits einige Sicherheitsfunktionen an Bord, zum Beispiel eine Multikollisionsbremse, ein City-Notbremssystem, einen Spurhalteassistenten und eine elektronische Traktionskontrolle mit Differentialsperre. Optional gibt es einen ganzen Katalog an zusätzlicher Ausstattung, natürlich mit zusätzlichen Kosten. Die Klimaanlage kostet 1.110 Euro Aufpreis, der praktische Einlegeboden für den Kofferraum immerhin 150 Euro. So steigt der Preis für den Kamiq schnell auf 22.000 bis 23.000 Euro an. Die Ausstattung wird in insgesamt vier Paketen angeboten:

  • Active (Fahrlichtassistent, 16-Zoll-Stahlfelgen, Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung etc.)
  • Ambition (Klimaanlage, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Parksensoren hinten, Berganfahrassistent etc.)
  • Style (elektrische Fensterheber hinten, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, SmartLink, beheizbare Vordersitze etc.)
  • Monte Carlo (Sportsitze, Sportlenkrad, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Panoramaglasdach etc.)

Viel Stauraum mit schräger Ladefläche

Wie es sich für ein Auto dieser Größenordnung gehört, bietet auch der Innenraum viel Platz für Mitfahrer und Gepäck. Der Kofferraum fasst 400 Liter Volumen, bei umgeklappten Rücksitzlehnen sogar 1.395 Liter. Allerdings klappen die Lehnen nicht vollständig um, sodass eine schräge Ladefläche zurückbleibt. Erstmals in dieser Klasse bietet Skoda eine elektrische Heckklappe an, wodurch das Beladen noch einfacher wird. Von der Sicherheitsausstattung her ist der Kamiq mit dem Skoda Scala identisch, der nur einen Monat früher in den Handel kam. Dementsprechend erreichte der SUV ebenso wie der Scala als Kompaktwagen volle fünf von fünf Sterne beim Euro-NCAP-Crashtest 2019.

Die MQB-A0-Plattform wird voll ausgereizt

Als Teil des Volkswagen-Konzerns basiert der Kamiq auf der zweiten Generation des Modularen Querbaukastens, die 2017 mit der neuen Generation des Seat Ibiza eingeführt wurde. Die MQB-A0-Plattform ist ebenfalls im Audi A1 , Seat Arona , Skoda Scala, VW Polo 6 und VW T-Cross verbaut. Von seinen Abmessungen her spielt der Kamiq mit 4,24 Metern Länge jedoch eher mit dem Audi Q2 und dem VW T-Roc in einer größeren Liga – und bietet den Käufern dort eine günstigere Alternative. Im Vergleich zu seinen Konzernbrüdern hat der Kamiq auf der Rückbank angenehm viel Knie- und Beinfreiheit. Das ist das Ergebnis eines größeren Radstandes: immerhin sechs Zentimeter mehr als beim T-Roc und 8,5 Zentimeter mehr als beim Arona. Auch darf der Kamiq nicht mit dem chinesischen Skoda Kamiq verwechselt werden. Dieser stammt aus einem Joint-Venture der 1980er Jahre von der Volkswagen AG und der Volkswagen (China) Investment Company. Auf Basis der PQ34-Plattform vom VW Golf 4 wurde ein eigener Skoda Kamiq entwickelt, der seit Juni 2018 nur noch auf dem chinesischen Markt zu finden ist.

Komfortabler im Innenraum, unpraktischer im Kofferraum

Im beliebten Segment der kompakten SUVs tummeln sich schon allerlei Konkurrenten, da hat es der Skoda Kamiq nicht ganz leicht. Punkten kann das Modell durch sein großes Raumangebot, das in erster Linie durch den großen Radstand zustande kommt. So hat der Ford Puma mit sechs Zentimetern weniger Radstand schon etwas we-niger Bein- und Kopffreiheit auf der Rückbank zu bieten, obwohl die Rückenlehnen der Vordersitze eingebuchtet sind. Auch die Armauflage und die praktischen Handyfächer an den Seiten der Vordersitze bieten beim Kamiq den größeren Komfort für lange Strecken. Allerdings hat der Puma als Alleinstellungsmerkmal unter einer Klappe im Kofferraum die 80 Liter große MegaBox versteckt. Diese bietet nicht nur zusätzlichen Stauraum in der Tiefe, sondern auch einen Wasserab-lauf im Boden. Den geräumigeren Innenraum bietet der Skoda, die stärkeren Motoren hat aktuell noch der Ford im Programm. In der gleichen Liga spielen auch noch die etwas kleineren und niedrigeren Mini-SUVs Nissan Ju-ke und Renault Captur mit. Der Juke hat mehr Power als der Kamiq, dafür die schlechteren CO2-Werte und weniger Ladevolumen bei umgeklappter Rückbank. Der Captur hat weniger Power, dafür aber bessere CO2-Werte und mehr Ladevolumen im Kofferraum, aber weniger bei umgeklappter Rück-bank.

Fazit

Vom Design her kommt der Vision bzw. Kamiq recht unauffällig und zeitlos daher. Als kleiner SUV setzt er auf Platz, Kom-fort, Effizienz und eine solide Motorleistung, sodass er sich sowohl für den Alltag als auch für die Langstrecke eignet. Dabei hat er Spritverbrauch und CO2-Werte fest im Blick und bietet eine gute Investition in die mobile Zukunft. Hier wird nicht geprotzt, sondern clever kombiniert. Durch seine Platzverhältnisse kann er sogar mit den größeren SUVs mithal-ten, ist dabei jedoch ein ganzes Stück günstiger. Allerdings kommt noch etwas Geld für zusätzliche Ausstattung oben drauf, denn in der Basisversion ist der Kamiq schon recht spartanisch ausgerüstet. Als nachhaltiger Einstieg in die SUV-Welt ist der Kamiq durchaus eine Möglichkeit.

Wann kommt der Skoda Vision X?

Seit Ende Juni 2019 wird der Skoda Kamiq verkauft, seit September 2019 steht er bei den Händlern und seit Herbst 2019 wird er ausgeliefert.

Was kostet der Skoda Kamiq?

Die Basisversion mit 95 PS und 5-Gang-Schaltung kostet mindestens 17.950 €. Mit grundlegender Komfort-Ausstattung steigt der Preis schnell auf 22.000 bis 23.000 € an.