Daihatsu Copen: Sayonara, Sportsfreund

Die einige Jahrzehnte lang auch in Deutschland präsente Automarke Daihatsu verabschiedet sich von einem ihrer bekanntesten Modelle: Ende August 2026 wird die Produktion des Kleinst-Cabrios Copen eingestellt. Zum Abschied plant der japanische Hersteller ab April 2026 eine Reihe von Veranstaltungen im Heimatmarkt, bei denen man sich bei den Fans bedanken und die Gemeinschaft rund um den Zweisitzer würdigen möchte.
Der Copen feierte 2002 als 3,40 Meter kurzer Mini-Sportwagen seine Premiere - mit festem Klappdach, das elektrisch in den Kofferraum verschwand. Damit war er in seiner Klasse ein echter Pionier. Unter der Haube arbeitete zunächst ein nur 660 Kubikzentimeter großer Dreizylinder-Turbomotor, der den japanischen Kei-Car-Regeln entsprach.
Ab 2003 auch in Deutschland erhältlich
Für Europa und damit auch für Deutschland wurde der Copen jedoch angepasst. Ab 2003 war er hierzulande mit einem 1,3-Liter-Vierzylinder mit 64 kW/87 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 160 km/h erhältlich. In den ersten Jahren gab es ihn als Rechtslenker, ab dem Modelljahr 2006 war er hingegen als Linkslenker erhältlich. Das ließ die Verkaufszahlen von unter 200 im Jahr 2005 auf über 800 Exemplare im Jahr 2006 steigen. Große Stückzahlen erreichte der Flitzer allerdings nie. Insgesamt wurden zwischen 2003 und 2011 etwas mehr als 2.500 Exemplare in Deutschland neu zugelassen.
Gerade bei Cabriofreunden, die etwas Exotisches suchten, genoss er Kultstatus. Nach dem Rückzug der Marke Daihatsu vom deutschen Markt im Jahr 2013 war der Copen in Europa offiziell nicht mehr erhältlich. Trotz seines Alters werden derzeit noch einige Dutzend Exemplare auf dem deutschen Gebrauchtmarkt angeboten. Die Preise liegen durchweg im vierstelligen Bereich.
Zweite Generation nur noch für Japan
2014 startete die zweite Generation des Copen mit einem neuen „D-Frame“-Baukasten, einer steiferen Struktur und mehr Designvarianten. Doch diese Neuauflage blieb den Japanern vorbehalten. Der offene Zweisitzer gilt in seiner Heimat als Symbol für Fahrspaß im Kleinformat und wurde von einem ungewöhnlich breiten Publikum genutzt – von Nachwuchsautofans bis hin zu Eltern, die sich ein verspieltes Zweitauto gönnten.
Mit dem nun angekündigten Produktionsende endet die Geschichte der Baureihe allerdings wohl nur vorerst. Ganz will Daihatsu den Copen nicht begraben. In der Mitteilung heißt es, dass bereits an Möglichkeiten für eine künftige Neuauflage geforscht wird. Vielleicht auch wieder in Märkten außerhalb Japans. Vor rund zwei Jahren hat die Toyota-Tochter in Japan mit dem Vision Copen schon ein Konzept vorgestellt, das das Design des Ur-Copen modern interpretiert. (Text: mh/sp-x | Bilder: Hersteller)
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