(Update) Das ist der neue Skoda Kodiaq

Der neue Skoda Kodiaq (2024) auf einen Blick
- Frische Optik und in der Länge deutlich gewachsen
- Moderner Innenraum mit neuem Infotainment, aber auch Drehreglern
- Erhältlich als Benziner, Diesel und Plug-in Hybrid (PHEV)
- PHEV mit 50 kW DC-Lademöglichkeit / ca. 100 km Reichweite
- Steht bei den Händlern ab Frühjahr 2024
- Zunächst als Diesel ab 45.500 Euro erhältlich
Aktualisiert am 08.01.2024
Skoda nimmt ab sofort Bestellungen für die Neuauflage seines SUV-Modells Kodiaq entgegen. Zunächst ist der um sechs Zentimeter auf 4,76 Meter in der Länge gewachsene und optional als Siebensitzer erhältliche Tscheche mit Dieselmotor bestellbar. Neben dem frontgetriebenen 2.0 TDI mit 110 kW/150 PS (ab 45.500 Euro) steht ein Allrad-Diesel mit 142 kW/193 PS zu Preisen ab 49.700 Euro zur Wahl (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,6-5,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 174-139 g/km)². Im ersten Quartal 2024 wird eine Benziner-Variante das Angebot ergänzen. Dann sinkt der Einstiegspreis auf rund 42.000 Euro. Ein weiterer Benziner sowie ein Plug-in Hybrid werden im Frühjahr folgen.
Ursprünglicher Artikel vom 09.10.2023
Skoda Kodiaq jetzt deutlicher länger als der Tiguan
Im VW-Konzern geht es derzeit rund. Gerade wurde die neue Generation des Dauerbrenners Tiguan gefeiert. Jetzt legt die tschechische Tochter Skoda nach und lässt das Schwestermodell Kodiaq vom Stapel (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)². Wie schon bei VW Passat und Skoda Superb sind die SUV-Zwillinge eine Gemeinschaftsproduktion, haben entsprechend viele technische Gleichteile, bieten ein ganzes Paket an modernen Assistenzsystemen und Vielfalt im Motorraum. Der größte Unterschied: Der Kodiaq ist mit 4,76 Metern um gut sechs Zentimeter gewachsen, überragt den VW Tiguan um glatte 20 Zentimeter. Das schafft Platz für eine dritte Reihe, macht den Skoda auf Wunsch zum Siebensitzer.
Die unverwechselbare Form eines typischen Kodiaq ist trotz vieler Änderungen im Detail geblieben, konnte sie doch bisher fast 850.000 Käufer weltweit beeindrucken. Das größte SUV im Skoda-Stall strahlt jetzt aus zweistöckigen Scheinwerfer-Augen mit Voll-LED-Matrix-Licht, deren neuzeitliches Innenleben schon tagsüber die Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte. Der chromumrandete Kühlergrill ist sechseckig, spart oben eine Nische für das neue, etwas markanter gestaltete Markenlogo aus. Wer es möchte, kann ihn sogar mit einem LED-Lichtband beleuchten. Ein Gag, der sich auch am Heck wiederfindet, hier allerdings in Rot. Diese Leiste verbindet die C-förmigen Rückleuchten.
Bei der Bedienung hörte man auf das Kunden-Feedback
Der Blick in den Innenraum mutet wie ein moderner Arbeitsplatz im Großraumbüro an, wird von einem 13-Zoll-Monitor dominiert, der in der Mitte gleichsam schwebt. Er liefert Navi-Infos, beinhaltet das Infotainment und beherbergt die die Bedienung zahlreicher Funktionen. Für wichtige Daten ist das 10 Zoll große Digitalcockpit zuständig. Die Anzeigevielfalt wird durch ein neues Head-up Display ergänzt, das neben der Geschwindigkeit auch Richtungsanweisungen in die Windschutzscheibe spiegelt.
Doch es gibt auch klassische Drehregler für die Klimabedienung. Neben der Innenraumbelüftung wird so auch die Audio-Lautstärke geregelt. Chef-Designer Oliver Stefani: „Die Kombination aus manuellen und digitalen Bedienelementen entspricht den Wünschen vieler Kunden und ist ebenso intuitiv wie komfortabel.“ Künftige Kodiaq-Fahrer müssen sich derweil an anderer Stelle neu zurechtfinden und Abschied vom gewohnten Schalthebel nehmen. Der musste seinen Stammplatz in der Mittelkonsole räumen und wanderte an die rechte Seite der Lenksäule. Leichte Drehbewegungen steuern die serienmäßige Siebengang-DSG-Automatik. Das Prozedere kennt man unter anderem aus den ID-Modellen von VW.
Beim Antrieb dominieren weiterhin Benzin und Diesel
Bei der Auswahl möglicher Antriebsvarianten überlasst Skoda den Kunden die Wahl (Der neue Skoda Kodiaq steht noch nicht zum Verkauf, die offiziellen Verbrauchs- und Emissionswerte liegen erst mit Abschluss des Typgenehmigungsverfahrens vor)². Lieber althergebracht mit Verbrennern, die Benzin oder Diesel konsumieren? Dann kommt das Basismodell ins Spiel. Der 1,5-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS ist immerzu ein 48V-Mildhybrid. Dabei übernimmt ein von einer kleinen Batterie gespeister Generator die Versorgung diverser elektrischer Verbraucher wie zum Beispiel des Anlassers. Zudem hat dieser Kodiaq auch die bekannte Zylinderabschaltung, bei der zwei der vier Zylinder stillgelegt werden, wenn die volle Leistung gerade nicht gebraucht wird. Der Zweiliter-Benziner (150 kW/204 PS) schlüpft in die Rolle des Kraftprotzes, hat Allradantrieb und elektronische Dämpfer. Für Dieselfans stehen 142 kW/193 PS bereit, ebenfalls mit Allrad gesegnet.
Trotz des Endes der staatlichen Förderung erneut verfügbar ist ein Plug-in-Hybrid. Mit dem vorläufigen Top-Modell sollen umweltbewusste Kunden deutlich weitere Etappen ihrer täglichen Touren rein elektrisch unter die Räder nehmen können. Die neue Kombi aus dem 1,5-Liter-Benziner und einem starken Elektromotor soll erstmals in einem Skoda-SUV für mehr als 100 Kilometer den Antrieb allein übernehmen. Dafür ist eine 25,7-kWh-Batterie an Bord, die daheim mit 11 kW oder unterwegs erstmals mit bis zu 50 kW DC-Gleichstrom geladen werden kann. Die Gesamtleistung des Fronttrieblers entspricht mit 150 kW/204 PS der des starken Allradbenziners.
Preise und Marktstart
Über die Preise und die Serienausstattung verrät Skoda noch keine Details. Da er eben ein Stück größer ist als der Tiguan, übertrifft er sein Pendant mit vermutlich knapp über 40.000 Euro recht deutlich um rund 5.000 Euro, jeweils auf die Basisvariante bezogen. Dafür bietet er bis zu neun Airbags, darunter auch einen Zentralairbag zwischen den Vordersitzen. Zudem sind alle bekannten Assistenzsysteme bestellbar. Neu bei Skoda ist dabei eine Fernsteuer-App fürs Mobiltelefon, mit der der Kodiaq mit Bluetooth-Interstützung in enge Parklücken gelenkt werden kann, nachdem der Fahrer ausgestiegen ist.
Ohne Blick in die Glaskugel scheint sicher, dass sich auch der neue Kodiaq locker in die Zulassungs-Hitparade einreiht. Auch wenn er im Gegensatz zum Vorgänger ernsthafte Konkurrenz aus der eigenen Familie hat. Die Serienfertigung des Kodiaq ist ab Anfang 2024 geplant, kurz darauf soll er auch bereits bei den Händlern stehen. (Text: tv, mh,pm/sp-x | Bilder: Hersteller)
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