Neues von den Kleinen - der Rio geht, der Mazda2 bleibt

Neues aus der Welt der Kleinwagen: Der Kia Rio muss nach der aktuellen Modellgeneration seinen Hut nehmen und erhält zumindest bei uns keinen direkten Nachfolger. Ganz anders die Lage bei Mazda. Hier erhält der Mazda2 nochmals ein dezentes Facelift und wird um 600 Euro teurer.

Kaum ein Fahrzeugsegment wandelt sich derzeit so stark wie das der Kleinwagen. Reihenweise werden Produktionsenden verkündet, die wohl prominentesten Abtritte sind jene des Ford Fiestas, aber auch des Audi A1. Der Polo steht auf der Kippe und nun beginnt das Streichkonzert im Hyundai-Konzern anzulaufen. Der erste Vertreter im Kleinwagen-Segment, der bei den Koreanern gehen muss, ist der seit 2017 in seiner vierten Generation angebotene Kia Rio.

Von ihm wird es laut Herstellerangaben keinen direkten Nachfolger geben. Erhalten bleiben im B Segment dagegen der teurere Crossover Stonic sowie im A Segment der Picanto, der mit Preisen ab 16.340 Euro mittlerweile deutlich zum Rio (ab 17.590 Euro) aufgeschlossen hat. Denkbar ist mit Bezug auf den Kleinwagen Picanto, dass dieser mit der nächsten Generation eine Aufwertung erfährt und ausschließlich als E-Auto angeboten wird. Das bedeutet aber auch: Die Preise werden deutlich über die Marke von 20.000 Euro steigen.

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Mazda hält am Kleinwagen fest

Auf der anderen Seite gibt es noch Hersteller, die an ihren Einstiegsmodellen festhalten. Wie etwa Mazda am 2er. Zwar erscheint auch die jetzt verkündete Produktaufwertung eher wie die letzte Salbung vor dem Abgesang, doch dürfte das Angebot des regulären Mazda2 zumindest für die kommenden Jahre gesichert sein. Die Japaner spendieren ihrem Kleinsten unter anderem einen geänderten Stoßfänger, in Abhängigkeit der gewählten Produktlinie neue Kühlergrill-Designs und in der höchsten Ausstattungsvariante „Homura Aka“ ein Dach in Kontrastfarbe sowie einen Innenraum mit roten Akzenten.

Daneben gibt es zwei neue Außenlackierungen und technische Aufwertungen zu vermelden. Je nach Variante funktioniert die Smartphone-Integration via Apple CarPlay oder Android Auto nun auch kabellos und das neue „Driver Assistance Paket“ enthält LED-Matrixlicht, 360-Grad-Monitoring und ein Head-up Display. Bei den teilweise mild elektrifizierten Benzinantrieben ändert sich nichts, ein Diesel wird schon seit 2018 nicht mehr angeboten.

In der Basis 600 Euro teurer

Vom Facelift nicht betroffen ist zudem die auf dem Toyota Yaris aufbauende Mazda2 Hybrid-Kooperative (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 3,2–3,0 l/100km; CO2-Emissionen kombiniert: 72-68 g/km)². Freilich wird auch an der Preisschraube gedreht. Das Mazda2 Facelift in der Prime-Line mit Basisbenziner startet ab 15.590 Euro – ein Plus von 600 Euro. Auch Geld, aber kein Vergleich zu den Preissprüngen bei BMW X5 und X6. (Text: tv | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

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