Zum Hauptinhalt springen
AutoScout24 steht Ihnen aktuell aufgrund von Wartungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung. Dies betrifft einige Funktionen wie z.B. die Kontaktaufnahme mit Verkäufern, das Einloggen oder das Verwalten Ihrer Fahrzeuge für den Verkauf.
Fokus: Elektromobilität
Fokus: Elektromobilität

Alles zum Umweltbonus für Elektroautos und Plug-in Hybride

Aus dem Umweltbonus wurde die Innovationsprämie. Sie beschert Autokäufern von Elektroautos und Plug-in Hybriden große finanzielle Vorteile. Doch bereits 2023 ist mit Teilen der Förderung Schluss. Was sich Ende 2022 beim Thema E-Auto-Förderung ändert, erfährst du hier.

Was die Innovationsprämie für Autokäufer bedeutet

Die Innovationsprämie (ehemals Umweltbonus) ist die gemeinsame Anstrengung von Industrie und Bundesregierung, mit finanziellen Anreizen die Akzeptanz und den Absatz elektrisch betriebener Fahrzeuge zu erhöhen. Um den Umstieg für viele noch attraktiver zu machen, wurde der staatliche Förderanteil des ehemaligen Umweltbonus verdoppelt.

Die folgende Übersicht zeigt dir, welche finanziellen Vorteile du von einem Elektroauto oder Plug-in Hybrid bis zum 31.12.2022 erwarten kannst:

So setzt sich die Förderung zusammen

Fahrzeugart/Preis Staatlicher Anteil Herstelleranteil Gesamte Prämie
E-Autos bis netto 40.000 Euro 6.000 Euro 3.000 Euro 9.000 Euro
E-Autos bis netto 65.000 Euro 5.000 Euro 2.500 Euro 7.500 Euro
Plug-in-Hybride bis netto 40.000 Euro 4.500 Euro 2.250 Euro 6.750 Euro
Plug-in-Hybride bis netto 65.000 Euro 3.750 Euro 1.875 Euro 5.625 Euro

Auch 2022 gibt es bis zu 9.000 Euro Zuschuss

Käufer von Elektroautos erhalten also bei der Neuanschaffung auch im Jahr 2022 weiterhin bis zu 9.000 Euro (netto) Zuschuss aus dem Fördertopf von Staat und Industrie. Der Bundesanteil beträgt dabei bis zu 6.000 Euro, die Autohersteller unterstützten mit bis zu 3.000 Euro. Der Kauf eines Plug-in Hybrid (PHEV) wird mit bis zu 6.750 Euro bezuschusst. Jeweils ausschlaggebend für die Höhe der Förderung ist der Fahrzeuglistenneupreis der 65.000 Euro netto nicht übersteigen darf. Bei PHEVs sind weitere Faktoren wie die elektrische Reichweite und/oder der CO2-Ausstoß zu beachten. Die Innovationsprämie gilt in aktueller Form befristet bis zum 31.12.2022. Ab 2023 soll ein neues Förderdesign eingeführt werden.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Kaufförderung erfüllt sein?

  • Die Erstzulassung des E-Autos muss zwischen dem 03.06.2020 und 31.12.2022 liegen
  • Das Fahrzeug muss in Deutschland auf den Antragsteller neu zugelassen werden und für mindestens sechs Monate auch zugelassen bleiben
  • Es muss sich entweder um ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) bis 65.000 Euro netto, ein Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV) bis 65.000 Euro netto oder um einen extern aufzuladenden Plug-in Hybrid (PHEV) bis 65.000 Euro netto handeln
  • Nur für Plug-in Hybride gilt: Es dürfen höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausgestoßen werden bzw. es muss eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern erzielt werden

Gibt es auch eine Prämie für Gebrauchtwagen?

Ja, auch gebrauchte Elektroautos sind unter gewissen Voraussetzungen förderfähig. Generell gilt, dass folgende Neu- und Gebrauchtwagen von der Prämie profitieren:

  • Neuwagen mit Erstzulassung nach dem 03.06.2020 bis zum 31.12.2022
  • Gebrauchtwagen, die in erster Hand am oder nach dem 04.11.2019 erstzugelassen wurden und die zugleich nicht vor dem 03.06.2020 in zweite Hand gewechselt haben. Es dürfen durch den Erstbesitzer keine Förderungen beantragt und ausbezahlt worden sein.

Generell gilt, dass das Fahrzeug, welches von der Umweltprämie profitieren soll, in der aktuellen Aufstellung förderfähiger Elektrofahrzeuge des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet sein muss. Die BAFA-Liste findet ihr hier (externer Link).

Sind Leasingfahrzeuge förderbar?

Ja, auch Elektrofahrzeuge und Plug-in Hybride im Leasing sind förderfähig. Die Höhe der Förderung richtet sich dabei nach der Leasingdauer. Hält der Antragsteller, auf den das Fahrzeug zugleich zugelassen sein muss, seinen Leasingwagen länger als 23 Monate, wird die volle Prämie ausbezahlt. Darunter erfolgt die Auszahlung staffelweise. Leasinggeber aufgepasst: Ihr seid nur dann antragsberechtigt, wenn ein Eigennutzen vorliegt. Die einzige Ausnahme stellt das gewerbliche Mitarbeiterleasing dar.

Weitere Informationen zum Thema E-Auto und Leasing findest du hier.

Wo kann die Förderung beantragt werden?

Die Innovationsprämie kann ausschließlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Die Anträge werden dort nach Reihenfolge bearbeitet. Weitere Informationen zur Antragstellung erhältst du direkt bei der BAFA.

Mit Emissionshandel Geld verdienen

Nicht nur die Anschaffung von neuen und gebrauchten Elektroautos wird gefördert, auch die Nutzung. Seit 2022 ist es möglich in kleinem Maße Emissionshandel zu betreiben. Das bedeutet, dass "Verschmutzungsrechte"auch von Privatpersonen an die Industrie, etwa Ölkonzerne wie Shell und BP, abgetreten werden können. Elektroauto-Besitzer können den Fahrzeugschein ihres Autos bei auf THQ-Quoten spezialisierte Vermittler hochladen und erhalten anschließend eine Prämie ausgezahlt. Die Ausschüttung ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, es werden zudem Gebühren erhoben.

KfW-Förderung für Ladepunkte

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, hat bis Oktober 2021 900 Euro Zuschuss für das Aufstellen privater Ladepunkte gewährt, die nicht öffentlich zugänglich sind und ausschließlich mit grüner Energie versorgt werden. Der Fördertopf für den „Zuschuss 440“ ist mittlerweile aufgebraucht.

2022 hat die KfW allerdings das Programm unter dem „Zuschuss 441“ wieder neu aufgelegt. Das Angebot richtet sich jetzt allerdings nicht mehr an Privatpersonen, sondern an Unternehmen, Freiberufler und gemeinnützige Organisationen. Stellen sie ihren Mitarbeitern zum Aufladen von Firmen- und Privatfahrzeugen eine Ladestation zur Verfügung, können pro Ladepunkt 900 Euro an Zuschüssen beantragt werden. Auch hier gilt: Die Ladepunkte dürfen nicht öffentlich zugänglich sein. Weitere Infos gibt es hier (externer Link).

Auch Dienstwagenberechtigte profitieren

Wer einen Dienstwagen nutzt und diesen monatlich versteuern muss, profitiert 2022 ebenfalls von der neuen Innovationsprämie. So stieg die Bemessungsgrenze, also der zuschussfähige Bruttolistenneupreis, für Elektroautos seit Juli 2020 von 40.000 auf 60.000 Euro an. Vollelektrische Firmenwagen bis zu diesem (Neu-)Preis müssen nur noch mit 0,25 % versteuert werden. Gleicher Bruttolistenneupreis aber weiterhin 0,50 % davon müssen Dienstwagenberechtigte mit einem Plug-in-Hybriden versteuern.

Um sich für diese Ermäßigung zu qualifizieren müssen Plug-in Hybride seit 2022 60 Kilometer rein elektrisch fahren können oder weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Die verminderten Steuersätze gelten auch für die zu entrichtenden Kilometerpauschalen.

Weiterhin keine Kfz-Steuer auf Elektroautos

Von der Kfz-Steuer befreit bleiben auch 2022 reine Elektroautos. Die Bundesregierung verständigte sich hier auf eine Kraftfahrzeugsteuerbefreiung bis einschließlich 31.12.2030. Vorher galt diese Befreiung nur bis 2025.

Für diese E-Autos gibt es die Innovationsprämie

Segmentübergreifend gibt es mittlerweile zahlreiche Elektroautos und Plug-in-Hybride von unterschiedlichen Herstellern, die sich für die erweiterte Innovationsprämie qualifizieren. Welche das unter anderem sind, zeigen wir dir in diesem Magazin-Artikel. (Text: tv)

Alle Artikel

Neue E-Autos 2022 im Überblick

Elektromobilität · Entscheidung und Kauf

Benziner oder Elektroauto: Ab wann rechnet sich welches Auto?

Elektromobilität · Entscheidung und Kauf

E-Autos neu oder gebraucht. Bis zu 9.000 Euro Förderung!

Elektromobilität · Entscheidung und Kauf
Mehr anzeigen