Erster Test: Mercedes X-Klasse – Von der Studie weit entfernt

Der ab November und zu Preisen ab rund 30.200 Euro netto/37.300 Euro brutto erhältliche erste Pick-up mit Stern tritt unter anderem gegen VW Amarok, Ford Ranger, Toyota Hilux oder Mitsubishi L200 (Fiat Fullback) an. Die meisten Kunden für den ersten Pickup des Hauses will Mercedes-Van-Chef Volker Mornhinweg allerdings nicht in Deutschland finden. Den Markt für Modelle dieser Art sieht er in der südlichen Hemisphäre, vor allem in Asien und Südamerika. Die drei angebotenen Ausstattungsvarianten Pure, Progressive und Power decken verschiedene Verwendungszwecke ab. Sie reichen von robusten Arbeitseinsätzen für die Bauwirtschaft bis hin zum luxuriösen Begleiter im Alltag. Kunden können sich bei den weniger nutzfahrzeugorientierten Versionen also aus dem reichhaltigen Mercedes-Multimedia-Angebot bedienen. Eine Lederausstattung ist ebenfalls verfügbar. Damit es auch glänzt, gibt es außerdem chromglitzernde Anbauteile für Grill und Ladefläche und auf hochglanzpolierte Felgen in den Dimensionen 17 bis 19 Zoll. Für die Sicherheit offeriert Mercedes ab Werk sieben Airbags und innenbelüftete Scheibenbremsen für vorne und hinten. Außerdem stehen zahlreiche elektronische Helfer, darunter ein aktiver Bremsassistenten sowie einen Spurhalte-, Verkehrszeichenkennungs- oder Gespann-Assistent zur Wahl. Auf Wunsch sind Rückfahrkamera und 360-Grad-Kamera verfügbar.
Erhätte so cool sein können
Wer jedoch durch die Form auffallen möchte, wird enttäuscht sein. Äußerlich unterscheidet sich die X-Klasse nicht allzu sehr von den Fahrzeugen der Wettbewerber. Die typische Pick-up-Form wird durch einen kurzen vorderen und einen sehr langen hinteren Überhang geprägt, dazwischen die Personenkabine, die in der Ausführung als Doublecab für bis zu fünf Personen auch keine große Designfreiheiten ermöglicht. So sieht auch der neue Mitspieler trotz einiger typischen Mercedes-Stilelemente wie zum Beispiel der großen Lamellen im Kühlergrill, der Lichtgrafik oder dem prägnanten Stern auf dem Grill so aus wie ein 5,34 Meter langer Pick-up üblicherweise aussieht: aus mitteleuropäischer Sicht groß und wuchtig. Dabei hatte die Studie so viel Gutes in Aussicht gestellt. Und er erfüllt natürlich die Standardvorgaben für den gehobenen Lasttransportanspruch und darf bis 1,1 Tonnen laden und bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen.
Mercedes nutzt die Ressourcen seiner Kooperation mit Nissan/Renault und den Nissan Navara als Genspender zur Reduzierung der Entwicklung- und Fertigungskosten für den ersten Pick-up mit dem Stern. Nicht nur bei den Außenabmessungen und Alltagskompetenzen ähneln sich beide Pick-ups. Zum Marktstart kommt zunächst unter der Motorhaube erst einmal Nissan/Renault-Technik zum Einsatz. Die zwei aus dem Navara bekannten 2,3-Liter-Selbstzünder leisten 120 kW/163 PS und als Biturbo-Ausbaustufe140 KW/190 PS und werden in der X-Klasse als 220d und 250d vermarktet. Neben dem standardmäßigen Heckantrieb können beide Motoren auch mit einem zuschaltbaren Allradantrieb mit Getriebeuntersetzung kombiniert werden.
Pick-up mit viel Fahrkomfort
Auch beim 4x4-Antrieb nutzt Mercedes die Kompetenz seines Kooperationspartners. Mit guten Grund: Muss sich doch der Japaner nicht hinter der Trittsicherheit und Geländegängigkeit einer Bergziege verstecken. So erlaubte sich die X-Klasse während eines kurzen Ausritts ins nicht allzu anspruchsvolle Gelände keine Schwächen, meisterte Steigungen, Abfahrten, Verschränkungsübungen und Matschlochdurchfahrten ohne Probleme. Mit einer Watttiefe von 60 Zentimetern, einer Bodenfreiheit bis zu 22 Zentimeter (bei Fahrwerk mit erhöhter Bodenfreiheit) und einer maximalen Schräglage von 49,8 Grad kann auch die X-Klasse bei Offroad-Nutzung mehr als die meisten Fahrer ihr je abverlangen werden.
Für Fahrten onroad versprechen die Mercedes-Ingenieure verbesserten Fahrkomfort gegenüber dem japanischen Verwandten. Sie haben die Leiterrahmenstruktur, Spur, Aufhängung und Fahrwerk modifiziert. So nutzt die X-Klasse zum Beispiel eine Doppelquerlenker-Vorderachse und einer Mehrlenker-Hinterachse.
Lust und Last
Übrigens: Wer es ein wenig mehr mercedeslike mag, muss sich noch ein wenig gedulden. Erst ab Mitte 2018 ergänzt als 350d der zum Beispiel aus der E-Klasse bekannte V6-Diesel mit 190 kW/258 PS und permanentem Allradantrieb das Triebwerksangebot.
Auch wenn noch außer dem Basispreis für die 140 PS-Heckantriebsvariante für den Lastennutzen noch keine weiteren Preise feststehen: Natürlich wird eine gut ausgestattete X-Klasse dank einer umfangreichen Optionsliste schnell die 40- oder sogar 50.000 Euro-Marke knacken. Die Händler wird es freuen, wenn die Kundschaft mehr teure Lust statt Last wählt. (sp-x/em/jms)
Aktuelle Angebote

Skoda Kodiaq2.0 TDI 4x4 DSG Sportline 7 Sitze
€ 20.0001- 11/2024
- 31.327 km
- Diesel
- - (l/100 km)

CUPRA Terramar1.5 eTSI DSG*19 Zoll*3Jahre Garantie*
€ 31.9801- 12/2024
- 5.387 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Ford EcoSportST-Line
€ 15.395- 07/2020
- 51.912 km
- Benzin
- - (l/100 km)

MINI John Cooper Works3-Türer NAV+LED+PANO+H&K+SHZ
€ 16.989- 05/2015
- 127.450 km
- Benzin
- 5,7 l/100 km (komb.)
Neu
MINI One5-Türer Navi LED RFK PA Sitzhzg Klimaaut
€ 16.890- 03/2021
- 53.901 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Audi A31.5 TFSI S-tronic,Xenon,Navi
€ 15.990- 09/2018
- 110.390 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Mercedes-Benz GLC 43 AMG9G-Tronic 4Matic,ACC,AHK,Leder,Kamera
€ 34.9001- 02/2019
- 110.120 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Volkswagen T7 Multivan2.0 TDI DSG NAVI+LED+KAMERA+CARPLAY+
€ 44.8901- 12/2022
- 29.930 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Skoda Octavia1.4 TSI Style*TEMPO*CAM*SHZ*
€ 11.490- 05/2016
- 107.817 km
- Benzin
- 5,1 l/100 km (komb.)

Jeep RenegadeLimited 4WD ACC*Navi*Kamera*8-fach*AHK
€ 14.5901- 02/2020
- 117.000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Skoda Karoq1.5 TSI DSG Tour LED NAVI LM17'' AHK KESSY REAR VI
€ 26.650- 07/2022
- 38.040 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Peugeot 508Allure 1.5 HDI *NAVI*360°K*KLIMA*uvm
€ 15.9701- 12/2022
- 85.869 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Peugeot 30081.5 Blue-HDi Active Pack LED Navi AHK DAB
€ 23.990- 02/2023
- 19.526 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Volvo XC90Plus Dark Recharge Plug-In Hybrid AWD 7-Sitzer AD
€ 60.4901- 11/2023
- 37.200 km
- Elektro/Benzin
- - (kWh/100 km)

Volkswagen Tiguan2.0 TDI 4M KAM ACC LED SITZH APP NAV AHK
€ 16.990- 01/2018
- 173.555 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Citroen E-C4 Electric
€ 16.7501- 05/2022
- 50.937 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)
Neu
Hyundai TUCSON1.6 Prime Plug-In Hybrid 4WD Autom.
€ 28.9001- 08/2022
- 22.609 km
- Elektro/Benzin
- - (kWh/100 km)

Citroen C3PureTech 83 S&S Shine
€ 10.4701- 12/2022
- 26.431 km
- Benzin
- - (l/100 km)

smart #3#3 Premium Matrix LED Spur HUD DAB 360 Sound Klima
€ 32.7251- 10/2024
- 12.156 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)

Mercedes-Benz A 180AMG 18+LED+GarminMap Pilot
€ 19.977- 01/2018
- 55.100 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Alle Artikel
Alle ansehen
Mercedes E 450 d 4Matic T-Modell All-Terrain im Test: Über Stock und Stein
Das SUV ist die Karosserieform des Jahrzehnts. Gegenbewegungen gibt es wenige, doch das Mercedes E-Klasse T-Modell hält sich wacker. Wer beides kombinieren will, landet beim All-Terrain - hier getestet als E 450 d.

Neuer Mercedes-Benz EQS (2026): Der Mensch denkt, das Auto lenkt
Größere Batterie, schneller Laden, neue Optik: Mercedes-Benz wertet seine elektrische S-Klasse auf. Bei der Lenkung des EQS setzten die Stuttgarter ein Ausrufezeichen. Als erster Hersteller führt Daimler Steer-by-Wire ein. Lenken ohne Lenksäule. Das hat viele Vorteile.

Mercedes VLE (2026): Wenn Raum zur neuen Luxusform wird
Vans standen lange für Vernunft statt Emotion. Der neue Mercedes VLE dreht das um: mehr Fokus auf Raum, Komfort und Digitalisierung macht ihn zur Alternative zur Luxuslimousine. Unsere Kollegen in Österreich haben ihn bereits näher unter die Lupe genommen.