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Shooting Brake

Shooting Brake

Seit etwa 2005 ist auf dem Automarkt wieder öfter die Bezeichnung "Shooting Brake" zu hören oder zu lesen. Doch was ist das überhaupt, ein Shooting Brake - ein Geschoss mit Bremse? So in etwa: Es ist ein Sportwagen und dennoch ein Kombi. Wie das geht? Lesen Sie weiter!

Shooting Brake stammt vom Coupé ab

Im klassischen Sinne sind Coupés Zweisitzer und mit nur zwei Türen ausgestattet. Manchmal aber ist das Coupé nicht ganz klar von der Limousine oder gar einem Kombi zu unterscheiden: Ein Nischenfall stellt beispielsweise der Mercedes-Benz CLS dar, welcher wegen seinem verkürzten Dach und dessen fließenden Übergängen in ein Steilheck einem Coupé entspricht. In seinen Ausmaßen gleicht er aber einer Limousine und ist entgegen der Regel mit vier Türen ausgestattet. Hier werden die Grenzen zum Coupé per Definitionem schon deutlich ausgeweitet. Doch was, wenn das Coupé noch größer wird, etwa wie der Mercedes-Benz CLS X218, eine Art Kombicoupé - also eine neue Fahrzeugkategorie? Nein, die gibt es schon: Die Bauart der noch immer seltenen Kombilimousinen hört je nach Hersteller oft auf den klangvollen Namen "Shooting Brake". Im Grunde ist es ganz einfach: Das Coupé ist die zweitürige Sportversion einer Limousine, Shooting Brake das fünftürige Pendant zum Kombi, nur sportlicher und eleganter. Um die Verwirrung vollständig zu machen: Die Kategorie der Kombicoupés existiert ebenfalls - sie unterscheidet sich vornehmlich durch die Betonung des Coupé-Charakters, während beim Shooting Brake die Nutzung als sportlicher Kombi im Vordergrund steht. So viel zur Definition.

Ein Fuhrwerk für ungezähmte Pferde

Ein kurzer Blick in die Geschichte: Als ein "Brake" oder auch "Break" bezeichnete man früher ausrangierte Fuhrwerke, die zur Zähmung von Arbeitspferden weiter verwendet wurden. Zu Beginn der Zähmung zeigten sich die Pferde meist äußerst aufsässig, weshalb hochwertigere Fuhrwerke leicht Gefahr für Beschädigungen gelaufen wären. Wurde das Brake vorgehalten, um auf die Jagd - also zum Schießen/Shooting (engl.) - zu fahren, so nannte man es Shooting Brake. Die baulichen Wurzeln der Fahrzeugkategorie selbst gehen auf den Aston Martin DB5 zurück. David Brown, der rund 26 Jahre lang Eigentümer von Aston Martin war, ließ sich 1963 den DB5 eigens für seine Jagdbedürfnisse bauen, daher auch das Kürzel "DB".

Shooting Brake bis heute

Einer der wichtigsten Artvertreter und meistverkauften Modelle zur Zeit des ersten "Shooting Brake-Hypes" in den 70er Jahren war der Reliant Scimitar GTE, der mit einem 3,0-Liter-Sechszylinder-V-Motor von Ford ausgestattet war und zudem über eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff verfügte. Dann war es Jahrzehnte lang auf einmal ruhig um Shooting Brakes, bis Alfa Romeo 2005 den Brera herausbrachte und die Fahrzeugkategorie wieder neu ins Rennen brachte. So kam es, dass in den folgenden Jahren mit dem BMW Z3 Coupé, dem Volvo C30 als Nachfolger des jahrelangen Shooting Brake-Klassikers Volvo 480 aus den 80er/90er Jahren, dem Ferrari FF oder auch dem VW Scirocco auf einmal gleich mehrere Hersteller ihre Shooting Brake-Abkömmlinge bauten und auf den Markt schickten.