McLaren P1

Außergewöhnliche Fahrmaschine und eigene Dimension

Der McLaren P1 ist eine außergewöhnliche Fahrmaschine und eigene Dimension der Fortbewegung. Mit dem über 300 km/h schnellen Hybrid-Supersportler hat sich der Autohersteller McLaren aus Woking in Großbritannien ein Denkmal gesetzt. Wer den beeindruckenden Athleten kaufen möchte, braucht nicht nur starke Nerven.

Ideal für:

  • Fahrspaß
  • Premium-Anspruch

McLaren P1 im Überblick

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Fahrzeug-Check

Stärken

  • Gigantische Systemleistung von 916 PS
  • Technologisch und historisch eines der wichtigsten Autos seiner Ära
  • Enormes Wertsteigerungspotenzial

Schwächen

  • Astronomisch hohe Unterhalts- und Batteriewartungskosten
  • Sehr straffes Fahrwerk, besonders im Race Mode
  • Faktisch kein nutzbarer Kofferraum
Editorial 10b mclaren p1

McLaren P1 zum Sammlerpreis

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Aktuelle Angebote zu McLaren P1

Der McLaren P1 im Markt-Check

Der von 2013 bis 2015 gebaute McLaren P1 war der erste Vorstoß der Briten in die moderne Hypercar-Welt. Anders als sein geistiger Vorgänger, der McLaren F1 aus den 90er-Jahren, setzte der P1 konsequent auf Hybridisierung. Das Monocoque-Carbon-Chassis wiegt nur rund 90 Kilogramm und bildet die hochfeste Basis für eine Fahrmaschine, die auch ein Jahrzehnt nach ihrem Debüt noch zu den schnellsten Autos der Welt gehört. Gemeinsam mit dem Ferrari LaFerrari und dem Porsche 918 Spyder bildete er jenes berühmte „Dreigestirn“, in dem sich Anfang der 2010er-Jahre zeigte, wie sich Hybridtechnik nicht nur zur Verbrauchssenkung, sondern zur maximalen Performance missbrauchen lässt.

Gerade darin liegt bis heute der Reiz des P1. Er ist kein luxuriöser Grand Tourer mit Stromhilfe, sondern ein Auto, das Formel-1-Technologie in ein straßenzugelassenes Hypercar presste. Aktive Aerodynamik, IPAS-Boost, DRS, ein ultraleichtes Carbon-Chassis und ein Antrieb, der den 3,8-Liter-Biturbo-V8 mit einem Elektromotor zu 916 PS Systemleistung kombiniert. All das wirkte bei seiner Premiere wie ein Blick in die Zukunft. Heute wirkt es eher wie ein Denkmal für eine besonders wilde Form der Zukunft.

Im Markt ist der McLaren P1 ein reines Investment- und Sammlerobjekt im obersten Preissegment. Die auf exakt 375 Einheiten limitierte Straßenversion war bereits vor Produktionsende ausverkauft. Der damalige Neupreis von rund 1,06 Millionen Euro erscheint heute fast wie ein Schnäppchen: Je nach Laufleistung, Historie und Speziallackierung (etwa durch die MSO – McLaren Special Operations Abteilung) wechseln gute Exemplare heute für Summen zwischen 1,5 und deutlich über 2,0 Millionen Euro den Besitzer. Extrem seltene Umbauten oder die GTR-Modelle erzielen noch deutlich höhere Preise. Wer einen P1 kauft, erwirbt einen der wichtigsten Meilensteine der modernen Sportwagengeschichte.

Technische Daten – der McLaren P1 auf einen Blick

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Merkmal Daten / Fakten (Stand 04/2026)
Modell McLaren P1
Generation 1. Generation (2013–2015)
Fahrzeugklasse Hypercar
Karosserieform Coupé, 2 Türen, 2 Sitzplätze
Antrieb Heckantrieb
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (SSG)
Motoren 3,8-Liter-V8-Biturbo-Benziner plus Elektromotor
Leistung 916 PS Systemleistung
0–100 km/h 2,8 s
Höchstgeschwindigkeit 350 km/h (elektronisch begrenzt)
Batteriekapazität 4,7 kWh Lithium-Ionen-Batterie
Elektrische Reichweite (NEDC) ca. 11 km
Länge 4.588 mm
Breite 1.946 mm
Höhe 1.188 mm; im Race Mode ca. 1.138 mm
Radstand 2.670 mm
Kofferraumvolumen 120 Liter vorn
Leergewicht ca. 1.490 kg
Verbrauch (kombiniert, NEDC) 8,3 l/100 km
CO₂-Emissionen (NEDC) 194 g/km
CO₂-Klasse D – G
Neupreis (zuletzt) ab ca. 1,06 Millionen Euro

Varianten

Obwohl der P1 streng auf 375 Exemplare limitiert war, bildete er die Basis für noch extremere Ableger, die das Machbare auf der Rennstrecke ausloteten:

McLaren P1: Die "normale" Straßenversion. Mit 916 PS, aktiver Aerodynamik und der Fähigkeit, kurze Strecken rein elektrisch zurückzulegen.

McLaren P1 GTR: Die radikale Track-Only-Variante. Gebaut als Hommage an den F1 GTR, der 1995 Le Mans gewann. Die Leistung stieg auf 1.000 PS (800 PS V8 + 200 PS E-Motor). Er besitzt einen massiven, feststehenden Heckflügel, profillose Slick-Reifen und keine Straßenzulassung. Ursprünglich nur für Besitzer eines "normalen" P1 käuflich zu erwerben (ca. 58 Stück gebaut).

McLaren P1 by MSO: Keine echte eigene Serienvariante, aber ein Sammlerthema. McLaren Special Operations individualisierte einzelne P1 in spektakulären Lackierungen, Sichtcarbon-Konfigurationen und einzigartigen Interieur-Spezifikationen. Diese Fahrzeuge sind heute oft begehrter als „normale“ P1, obwohl sie technisch meist nah am Basismodell bleiben.

McLaren P1 LM (Lanzante): Der britische Rennsportspezialist Lanzante baute einige wenige P1 GTR (insgesamt sechs Exemplare, davon ein Prototyp) mit offiziellem Segen von McLaren auf Straßenzulassung um. Sie sind noch leichter als der GTR und behalten die vollen 1.000 PS, was sie zu den extremsten straßenzugelassenen Fahrzeugen der Welt macht.

Zielgruppen – für wen ist der McLaren P1 geeignet?

Der McLaren P1 ist kein Fahrzeug für den täglichen Weg ins Büro. Er ist ein technisches Meisterwerk, das extreme Reaktionen der Fahrerlebnissysteme erfordert und ein gewisses Maß an fahrerischem Können voraussetzt, wenn man ihn artgerecht bewegen möchte.

Sein Reiz liegt dabei nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern in seiner Stellung innerhalb der Automobilgeschichte. Der P1 war McLarens Hybrid-Manifest, ein Auto, das Formel-1-Denke und Straßenzulassung in bis dahin kaum gekannter Konsequenz zusammenführte. Wer heute einen P1 sucht, sucht also nicht nur 916 PS, sondern ein Stück Automobilgeschichte.

Ist der McLaren P1 das richtige Auto für dich?

Tabelle anzeigen
Dein Nutzungsprofil Passt der P1? Kurzfazit
Automobil-Sammler & Investoren 🟢 Sehr gut Als Teil des "Dreigestirns" ist der P1 historisch bedeutsam und ein Must-have in großen Sammlungen.
Trackday-Enthusiasten 🟢 Sehr gut Im Race Mode mutiert der P1 dank gewaltigem Abtrieb zu einem veritablen GT3-Schreck.
Technik-Fans & Innovatoren 🟢 Sehr gut Die Art und Weise, wie der E-Motor das Turboloch füllt, ist auch heute noch faszinierend.
Alltags-Pendler 🔴 Gar nicht Harte Federung, geringe Bodenfreiheit und unübersichtliche Dimensionen machen den Alltag zur Qual.
Sparfüchse 🔴 Gar nicht Die Instandhaltung der komplexen Hybrid-Systeme verschlingt Summen auf dem Niveau von Sportwagen-Neupreisen.

Alternativen

Wenn man über Alternativen zum P1 spricht, fällt unweigerlich der Begriff "Heiliges Dreigestirn". Der Ferrari LaFerrari bietet mit seinem V12-Motor ein emotionaleres Sounderlebnis und eine noch aggressivere, spitze Leistungsentfaltung. Der Porsche 918 Spyder hingegen punktet mit Allradantrieb, einer besseren elektrischen Reichweite und ist im Grenzbereich deutlich zugänglicher und gutmütiger zu fahren als der heckgetriebene Brite. Wer eine moderne Entsprechung sucht, muss sich in die Liga des Aston Martin Valkyrie oder des Mercedes-AMG ONE begeben.

Fazit der AutoScout24-Testredaktion

Der McLaren P1 ist heute klarer zu erkennen, als er es bei seiner Premiere war. Damals war er das radikale Hybrid-Hypercar mit Formel-1-Rhetorik und einem fast unangenehm ambitionierten Anspruch. Heute wirkt er wie ein Markstein. Nicht nur, weil er 916 PS und 350 km/h bietet, sondern weil er die Übergangsphase vom klassischen Supersportwagen zum elektrifizierten Hypercar vielleicht präziser eingefangen hat als jedes andere Auto seiner Zeit. Der P1 war nie auf Alltag, nie auf breite Begeisterung, nie auf Komfort für jedermann ausgelegt. Gerade deshalb ist er heute so groß. Er ist kein Hypercar unter vielen. Er ist ein technischer Wendepunkt mit britischem Understatement und völlig unbritischer Wirkung.

Probleme und Rückrufe

Die Technik eines Hypercars ist am Rande des physikalisch Machbaren konstruiert. Das bedeutet auch, dass die Wartung komplex und teuer ist. Wer einen P1 kauft, muss eine makellose, vom McLaren-Werk durchgeführte Service-Historie voraussetzen.

Aktuelle und häufige Themen (McLaren P1)

Hochvolt-Batterie (Ersatz und Upgrade): Die Batterie des P1 ist auf extreme Leistungsabgabe, nicht auf endlose Lebensdauer ausgelegt. Viele frühe Batterien haben nach über 10 Jahren stark an Kapazität verloren oder sind defekt. McLaren bietet mittlerweile ein werksseitiges Batterie-Upgrade an. Die neue Batterie der zweiten Generation ist deutlich leichter (spart über 100 kg) und performanter, schlägt allerdings mit extremen Kosten (oft weit über 100.000 Euro) zu Buche.

RCC-Fahrwerk (RaceActive Chassis Control): Das hydraulische Fahrwerkssystem, das den P1 im Race Mode um 50 Millimeter absenkt, steht unter enormem Druck. Hier kann es zu Undichtigkeiten an den Dämpfern oder den Druckspeichern (Akkumulatoren) kommen. Eine Reparatur dieses Systems erfordert höchstes Spezialwissen.

Rückruf Motorhaube (Secondary Latch): 2015 gab es einen offiziellen Rückruf, da sich die vordere Kofferraumhaube (Hood) bei hohen Geschwindigkeiten öffnen konnte, wenn sie nicht vollständig eingerastet war. Der sekundäre Verschlussmechanismus musste bei betroffenen Modellen ausgetauscht werden.

Interessiert am McLaren P1

FAQ

Wie viele McLaren P1 wurden gebaut?
Die Straßenversion des McLaren P1 wurde auf 375 Exemplare limitiert. Genau diese geringe Stückzahl ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der P1 heute so sammlerrelevant ist.
Ist der McLaren P1 ein Plug-in-Hybrid?
Ja. Der P1 kombiniert einen 3,8-Liter-Biturbo-V8 mit einem Elektromotor und einer extern ladbaren Lithium-Ionen-Batterie. Rein elektrisch fährt er nur sehr kurz, aber genau darum ging es nie. Die E-Technik dient hier in erster Linie der Performance.
Was ist das Hypercar-Dreigestirn (Holy Trinity)?
Unter der "Holy Trinity" versteht die Automobilwelt die drei Hybrid-Hypercars, die alle etwa zeitgleich um das Jahr 2013 erschienen: den McLaren P1, den Ferrari LaFerrari und den Porsche 918 Spyder. Sie läuteten gemeinsam eine völlig neue Ära der elektrifizierten Supersportwagen ein.
Kann der McLaren P1 rein elektrisch fahren?
Ja, im Gegensatz zum LaFerrari besitzt der P1 einen dedizierten E-Mode. Der Elektromotor mit 179 PS ist stark genug, um das Auto lautlos durch die Stadt zu bewegen. Die offizielle elektrische Reichweite lag bei rund 11 Kilometern (NEFZ), in der Realität sind es eher 6 bis 8 Kilometer.
Was passiert im "Race Mode" des McLaren P1?
Der Race Mode verwandelt den P1 auf Knopfdruck in ein Track-Tool. Das hydraulische Fahrwerk senkt das Auto um massive 50 Millimeter ab, die Federrate wird um bis zu 300 % steifer und der gewaltige Heckflügel fährt um 300 Millimeter aus. In diesem Modus generiert der P1 bei 257 km/h beeindruckende 600 Kilogramm Abtrieb. Dieser Modus ist in vielen Ländern im öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen.

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