Scout Traveler und Terra (2027) vorgestellt

Die von Volkswagen reaktivierte und zunächst auf den US-Markt ausgerichtete Marke Scout hat die ersten beiden, offiziell als Konzepte deklarierten Modelle Traveler und Terra vorgestellt. Der Traveler ist ein fünftüriges, geräumiges SUV mit kantiger Optik, die deutlich an das früher von International Harvester gebaute SUV Scout erinnert. Der Pick-up Terra ist optisch und technisch eng verwandt, setzt jedoch auf eine Doppelkabine und eine 1,65 Meter lange, offene Pritsche. Der Innenraum bietet, zumindest laut den ersten Bildern, ein wohnliches Ambiente mit warmen Textilien und hellbraunem Leder sowie ein digitales Cockpit mit großen Anzeigeflächen und zahlreichen Ablagemöglichkeiten.
Aufgeräumtes Design und mächtig Leistung
Bei den beiden Scout-Modellen setzt Volkswagen auf 800-Volt-Technik und ein bis zu 350 kW (476 PS) starkes Allradsystem, bestehend aus je einem Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse. Den Sprint von null auf 100 km/h soll der Traveler in 3,5 Sekunden absolvieren, die Reichweite wird mit 560 Kilometern angegeben. Optional will Scout einen Benzinmotor als Range Extender anbieten, der die Reichweite auf 800 Kilometer erweitert.
Ab 2027 sollen die beiden Scout-Modelle in den USA zu Preisen von unter 60.000 Dollar auf den Markt kommen. Produziert werden sie in einer neu gebauten, mit 1,3 Milliarden Dollar von den USA subventionierten Fabrik in South Carolina. Nicht unerheblich zum Erfolg der Marke Scout beitragen soll der US-amerikanische Elektroauto-Bauer Rivian. Das Unternehmen, das mittlerweile mehrheitlich von Amazon gehalten wird, ist erst im Frühjahr ein Joint Venture mit Volkswagen eingegangen. Die Wolfsburger wollen in die Partnerschaft rund fünf Milliarden Euro investieren – Geld, das am Ende vor allem für die Transformation bestehender Produktionsstätten fehlen könnte. Die Wolfsburger versprechen sich durch die Zusammenarbeit unter anderem Zugang zu moderner 800-Volt-Technologie und neuen Software-Lösungen.
VW will durch Scout CO2-Flottenziele in den USA erreichen
Mit der Marke Scout will der Volkswagen-Konzern in den USA sein Betriebsergebnis noch vor 2030 deutlich verbessern. Die elektrischen VW-Modelle stoßen in den Staaten bisher auf weniger Nachfrage als erwartet, gutgehende Modelle wie das große SUV Atlas werden im kommenden Jahr zudem mit CO2-Strafzahlungen belegt. Auch dieser Umstand wird die Umsatzerlöse von VW weiter schmelzen lassen. (Text: tv, mh/sp-x | Bilder: Hersteller)
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