Zum Hauptinhalt springen
AutoScout24 steht Ihnen aktuell aufgrund von Wartungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung. Dies betrifft einige Funktionen wie z.B. die Kontaktaufnahme mit Verkäufern, das Einloggen oder das Verwalten Ihrer Fahrzeuge für den Verkauf.

Mercedes-Benz E 500: Einer der besten Sleeper, die je gebaut wurden!

Warum der Mercedes-Benz E 500 ein waschechter Sleeper ist? Weil er optisch auf Understatement setzt, aber gleichzeitig unter der Haube mächtig was zu bieten hat. Kai findet, dass der E 500 obendrein die beste Limousine seiner Klasse ist. Ziemlich viel Lob für einen beinahe Oldtimer, oder?

Es spricht viel für den E 500. Angefangen bei seiner ganz eigenen Designsprache bis hin zur einzigartigen Kooperation von Mercedes-Benz und Porsche. Das Ergebnis in Form von zurückhaltender Eleganz "Made in Stuttgart" kann sich sehen lassen. Über den fein abgestimmten 320 PS starken Motor ganz zu schweigen – solche Leistungswerte waren 1994 noch absolute Rarität.

Warum der Mercedes-Benz E 500 nicht nur der absolute King seiner Klasse, sondern dennoch auch als Vernunftsauto auf die Reifen gestellt wurde und was ihr über diesen Sleeper aus Stuttgart noch so wissen müsst? Kai verrät es euch in unserem Video!

Jetzt Mercedes-Benz E 500 kaufen oder eigenen Gebrauchtwagen verkaufen.

Hallo, ich bin der Kai von AutoScout 24 und hinter mir steht einer der besten Sleeper, die je gebaut wurden. Ein E 500 von Mercedes-Benz aus dem Jahre 94. Sleeper Cars sind ja Autos, die eher unscheinbar aussehen und richtig Leistung unter der Haube haben. Klassische Automobile dafür: Volvo 850 T-5R, Lotus Omega oder der Chevy Malibu SS. Alles Autos, die nach nichts aussehen und richtig Dampf haben. Aber der King in diesem Kreis, der absolute König, ist der 500 E oder E 500, wie er nach der Modellpflege 2 hieß. Und eine andere Sache war er auch noch: Die beste Limousine, die je gebaut wurde. Versprochen. Ja, die Geschichte dieses Autos ist wirklich legendär. Es steht für die klassische Deutschland AG. Eine Zeit, wo Innovation und Qualität noch vor der Finanzabteilung kam, die entschied, ob ein Auto gebaut wird oder nicht. Und der Designer dieses Autos, Bruno Sacco, ging mit dem 124er ganz neue Wege. In die Karosserie integrierte Stoßstangen, große, bündig eingelassene Scheinwerfer, große, hochgezogene Rückleuchten für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit und natürlich die Kofferklappe mit einer runter gezogenen Ladekante für eine bessere Möglichkeit der Beladung. Heute normal, früher absolut revolutionär. Was auch revolutionär war, war der Luftwiderstandswert. Der war nämlich 0,26. Zu Deutsch: Das Auto war richtig windschlüpfrig. Und warum das Ganze? Wegen der Ölkrise. Man konnte nicht mehr ungezwungen dem Fahrspaß huldigen, sondern musste dem Umdenken der Käufer Rechnung tragen. Umweltverhalten, Sicherheit und eine neue kritische Haltung gegenüber dem Automobil ging natürlich auch an Daimler nicht vorbei. Okay, was gab's dafür? Eine echte Mercedeslösung. Also war der 124er ein richtig vernünftiges Auto. Aber auch bei Daimler hat man erkannt: Ein bisschen Unvernunft kann nicht schaden. Und deshalb gibt es den 500 E oder E 500 nach MoPf 2. Also, was war der Plan? Man wollte diesen wunderschönen Motor M119 E50 in den 124er einmassieren. Um das zu tun und zu lösen, hatte man Porsche beauftragt. Aber warum gerade Porsche? Das lag daran, dass Mercedes gerade damit beschäftigt war, den W140 zu entwickeln und man alle Kapazitäten da gebunden hatte. Ja, der Rest ist wirklich Legende: Die Leute von Porsche haben einen Vorderwagen entwickelt, der 56 Millimeter breiter ist und diese ausgestellten Kotflügel hat, um dieses wunderschöne Triebling hier einzumassieren. Eins ist übrigens auch passiert. Das war sehr witzig. Das Auto ist so breit geworden, dass es nicht mehr auf die Produktionslinie von Mercedes gepasst hat. Und wieder ist Porsche eingesprungen, hat gesagt "Hey, wir haben gerade Zeit, wir haben den 959 zu Ende gebaut. Wir können ihn für euch zusammenschrauben." Also, was ist passiert? Die Roh-Karosse wurde zu Porsche geliefert. Porsche hat alles zusammengebaut. Dann ging es zurück zu Mercedes, da wurde er lackiert, dann ging er wieder zu Porsche, zur Endmontage und dann wieder zu Mercedes, um zu gucken, ob alles top ist. Übrigens, das Ganze hat 18 Tage gedauert. Heutzutage unvorstellbar. Ja, wirklich. Legende. Übrigens waren das nicht genau fünf Liter, sondern 4.973 Kubikzentimeter. Man muss es genau nehmen und eine kleine Änderung gegenüber dem 500 SL Motor gab es auch. Nämlich hier wurde erstmals eine vollelektronische Einspritzanlage gebaut, und zwar von Bosch, die LH Jetronic. Was war das Ergebnis? 326 PS und später mit Kat 320. Damals absolute Fabelwerte. Jetzt ist hier der Motorraum komplett voll gebaut und man wollte nicht irgendeine Öffnung in die Haube machen oder hier vorne, um die Luftansaugung hinzukriegen. Auch hier wieder eine echte Ingenieurs Lösung. Und zwar sitzt hier eine Ansaugung um die Lampe drumrum. Praktisch um die Lampe ist ein Ring, der Luft anzieht. Klingt komisch, ist aber so! Übrigens, geschaltet wurde mit einer 4-Gang Automatik. Das hat damals absolut gereicht. Übrigens, bei Mercedes ging nichts kaputt. Wenn wird was geklaut, zum Beispiel der Stern vorne auf der Motorhaube. Wenn ihr die Teilenummer wissen wollt, die ist nämlich A1248800086, sollte man wissen. Ja, Kotflügelverbreiterung kann es solche und solche geben. Es gibt die wilde Art wie zum Beispiel im Lancia Delta Hf Integrale oder beim Challenger widebody. Oder es gibt die absolut dezente Art, wie bei diesem E 500. Übrigens die Kotflügel, die sind original Mercedes und die Verbreiterung wurde bei Porsche eingeschweißt. Mal ganz nebenbei ich finde das ist die schönste Kotflügelverbreiterung die es gibt auf der Welt. Mit Abstand. Übrigens auch hinten ist der E 500 oder 500 E mega dezent. Kein riesen Auspuffrohr, keine rote Schrift wie GT, GTI, irgendwas ganz Wildes, gar nüscht. E 500 oder 500 E dran oder gar nichts. Wie sagt der Schwabe "Die Leute wissen, was das ist." Übrigens auch die Rückleuchten haben eine Funktion mit diesen Rillen. Das ist nicht nur ein optischer Gag, sondern sorgt dafür, dass wenn sie stärker verschmutzt sind, man trotzdem immer die Rückleuchten erkennen kann, durch die Rillen. Wie gesagt, der große Kofferraum lässt sich super easy beladen durch eine niedrige Ladekante und natürlich eine Klappe, die sehr hoch öffnet. Ja und jetzt munkelt man, dass hier das einzige Porscheteil verbaut ist, was nicht von Mercedes zugeliefert wurde, also von Porsche kommt. Und zwar diese Klappe hier. Und wofür haben wir die? Für die Batterie. Die sitzt nämlich da drunter. Denn die ist nämlich in das Heck gewandert. Angeblich aus Gewichtsverteilung. Andererseits frage ich mich, wie hätte die noch vorne in den Motorraum passen sollen? Der ist nämlich voll. So, "Kai sitzt hinter Kai" heute mal nicht auf der Seite, sondern hinten rechts, weil das gab in der Zeit, wo dieses Auto gefahren wurde, einen ganz berühmten Spruch, da hieß es: Es ist entscheidend, wo du sitzt, vorne links oder hinten rechts. Und das meinte und bezog sich fast immer auf die Taxi Daimler, und zwar die 124er, die damals Millionenfach unterwegs waren. Und wer in meinem Alter ist, ist garantiert mal in so einem Auto Taxi gefahren. Wirklich, das kennt man so und war fast immer dieselbe Situation: Vorne einer mit Zopf, Fleckenlederweste, FAZ auf dem Armaturenbrett. Ja, das war die gute alte Zeit. Heutzutage musst du im Prius sitzen. Naja, das ist natürlich nicht mehr ganz so komfortabel wie in diesem Auto. Ja, und warum hat er jetzt keinen dritten Sitz in der Mitte, weil das Differenzial zu groß war und man hätte hier maximal Schaumstoff drüber machen können, aber nicht die Federkerne. Ja, während heute bei Daimler gesagt wird "Das Beste oder nichts" hieß es damals "Wie Samt und Seide" und damit du wie Samt auf Seide sitzt, brauchst du Federkerne. Deshalb in der Mitte keinen Sitz. Nur links und rechts, aber bequem auf jeden Fall. Übrigens jetzt noch ein richtiger flacher Witz. Wenn euch unsere Videos genauso gut abholen wie ein Daimler Taxi, likt sie doch und abonniert den Kanal. So, und jetzt geht es nach vorne. Jetzt wird vorne erklärt. Mercedes. 100 % Daimler so wie ich ihn mir vorstelle. Der 124er innen drin hat eine Verarbeitungsqualität, unglaublich. Das hat sich alles angefühlt... Ich meine, guck mal, wie alt das Auto ist. Das ist alles wie aus einem Stück. Als wenn man hier eine Eiche genommen hat und hat alles raus geschnitzt und innen gab es eigentlich immer so gedeckte Farben, sodass wenn der Manager damit gefahren ist, natürlich nicht weiter aufgefallen ist. Das jetzt hier ist ein E 500 Limited, also die letzten die gebaut wurden. Auf jeden Fall waren die in drei verschiedenen Farben durch tapeziert. Wir haben das jetzt hier in so einen roten Applikationen, aber auch die absolut gedeckt, nicht weiter aufdringlich und es passt natürlich herrlich zu diesem Innenraum. Das ist einfach... Bin in love. Darum fahren wir jetzt. Ein absoluter Klassiker ist ja die Aussage, dass der 500er bei 250 elektronisch abgeriegelt war, was richtig ist. Viel mehr ging aber auch gar nicht, weil die 4-Gang Automatik im Zusammenspiel mit der kurz übersetzten Achse hinten gar nicht mehr zugelassen hat. Das heißt, bei 250 hat sich die Nadel vom Drehzahlmesser unten schon mehr oder weniger verbogen. Viel mehr war also gar nicht drin. Wenn du so willst. Eine natürliche Abriegelung war vorhanden. Übrigens nochmal was zur Breite: Das ist ja eigentlich schon das zweite Mal, dass ein Mercedes zu breit geraten ist, weil der W 140 war ja auch zu breit, angeblich um auf den Autozug nach Sylt zu passen. Hm, ob das Zufall ist oder die Zeit. Na gut, Spaß beiseite. Ja, und gebaut wurden knapp über 10.000 Autos. Eigentlich viel zu wenig, weil gibt ja kaum noch welche. Also so eine Exemplare schon gar nicht mehr. Goldstaub. Übrigens soll diesen Deal damals zwischen Porsche und Mercedes Lothar Späth, der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, eingefädelt haben. Also fingen die Porsche Mitarbeiter an das Auto zusammenzukleben und die Porsche Mitarbeiter haben sich gesagt, wir können das noch besser als die Mercedes Jungs und deshalb ist die Qualität in diesem Auto noch mal besser als im normalen 124er, der ja schon richtig gut verarbeitet war. Also dieses unbedingt souveräne, was ja durch den wirklich bärenstarken Motor unterstützt wird, die Verarbeitung kommt noch mit dazu. Ja, und dann 1994 hat sich Mercedes gedacht: Gut, legen wir noch einen drauf. Und hat auf dem Genfer Autosalon den 500 Limited vorgestellt. Ja, und es wurden eben nicht 500 gebaut, sondern 951, weil die Nachfrage so groß war. Und wie es immer so ist, wurde natürlich nur die 500 kommuniziert und das andere wurde so klammheimlich unter den Tisch gekehrt. Ja und deshalb denken viele, es sind nur 500, sind aber 951. Aber mal ehrlich, alles nebensächlich, wenn man so ein Auto fährt, weil dieses ganze Konzept: Einfach göttlich. Also der Motor, dann die Schaltung, die Gänge, einfach so dieses ganze Auto strömt Überlegenheit aus, im positiven. Das ist kein Protzen, sondern einfach: Hallo, ich kann das. Übrigens auch, die Felgen beim limitierten Modell waren besonders, weil die sind im Evo II, also 190er Evo II Design gehalten. Viele dachten, die wären aus dem Zubehörregal. Ne, die waren ab Werk so drauf. Stehen dem Auto auch richtig gut. Was für eine Zeitreise. Und manche Sehnsucht vergeht nicht. Ich fand ihn damals geil und leider finde ich ihn jetzt immer noch geil. Und das heißt, ich müsste ihn eigentlich unbedingt haben. Wenn euch unser Video gefallen hat, likt es. Abonniert unseren Kanal und bis zum nächsten Mal. Und denkt dran: Diese Limousine ist die beste. Oder keine. Und auch ein guter Sleeper.

Alle Videos

Fiat Abarth 695: Der "Chihuahua" unter den Sportwagen

Videos · Asphaltgeflüster

Porsche 911 SC: Porsche PS zählen doppelt!

Videos · Asphaltgeflüster

Opel Astra: Dieses Mal besser als der VW Golf?

Videos · Asphaltgeflüster
Mehr anzeigen