Informationen zu Hummer H3
Der Hummer H3 ist das Einstiegsmodell der Hummer-Baureihe
Als der US-amerikanische Hersteller von Militärgeländewagen, die Firma AM General, im Jahr 1992 eine zivile Version des Allradfahrzeugs auf dem Markt lancierte, waren insbesondere die Amerikaner von diesem Hummer getauften Modell begeistert. Den verwöhnten Komfort eines echten Sport Utility Vehicle (SUV) bot der Hummer in seiner Ursprungsversion zwar nicht. Dafür jedoch war das fast 3,6 Tonnen schwere Gefährt mit einer Bodenfreiheit von über 40 Zentimetern und dank seines Allradantriebs mit Differentialsperren so geländegängig wie sein militärisches Vorbild. Inmitten der SUV-Euphorie sahen die Strategen des Autokonzerns General Motors (GM) in dem Fahrzeug das Potential zum Verkaufshit. Im Jahr 1998 kauften sie die Markenrechte am Hummer und begannen mit der Entwicklung eigener, kleinerer und besser ausgestatteter Modelle. Seit 2003 als eigene Marke etabliert, entstand eine Modellreihe, die den 2003 in Serie gehenden Hummer H2 sowie als Einstiegsmodell den zwei Jahre später gefertigten Hummer H3 umfasste.
Im Hummer H3 verbindet sich Limousinen-Luxus mit Geländegängigkeit
Der als SUV vermarktete Hummer H3 wurde auf 2,2 Tonnen Gewicht abgespeckt und fuhr mit einer Länge von 4,75 Metern und einer Breite von 1,94 Metern gewissermaßen als Kompaktmodell der Hummer-Familie vor. Trotz reduzierter Bodenfreiheit von gut 21 Zentimetern erwies sich der auf Basis einer GM-Pickup-Baureihe aufbauende H3 als echtes Geländefahrzeug, das Steigungen bis 60 Prozent bewältigen und durch Wassertiefen bis 60 Zentimeter gelenkt werden konnte. Das Handling auf Straße und Gelände wurde durch eine eingesetzte Stabilitätselektronik erleichtert. Der Benzinermotor leistete zunächst in der Ausführung mit 3,5 Litern Hubraum 162 kW (220 PS). In späteren Modellen ab 2007 wurde ein 3,7 Liter Aggregat mit nunmehr 180 kW (245 PS) verbaut.
Im Baujahr 2008 wird das Spitzenmodell Hummer H3 Alpha vorgestellt
Ergänzt wurde die Motorenpalette im Jahr 2008 durch das Spitzenmodell mit V8-Motor, der im Hummer H3 Alpha über 220 kW (300 PS) verfügte. Unabhängig von der Motorausstattung erreichte der Hummer H3 jedoch immer nur eine aus Sicherheitsgründen elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Das stärkere Triebwerk kam hauptsächlich der Zugkraft des H3 zugute, der in der kräftigeren V8-Ausführung mit Schaltautomatik bis zu 2,7 Tonnen ziehen konnte. Zum Vergleich: Mit der Einstiegsmotorisierung in Kombination mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe war eine Anhängelast von 1,4 Tonnen möglich.
Neue chinesische Markeneigentümer wollen den Hummer H3 weiterbauen
Angeboten wurde der Hummer H3 von GM in zwei Karosserieversionen als geschlossene Variante sowie als Pickup mit Crew Cab für fünf Passagiere. Der Hummer H3T Pickup mit der 1,5 Meter langen Ladefläche wurde 2008 mitten in der Wirtschaftskrise präsentiert, in deren Verlauf sich der Absatz des Hummer H3 halbierte. Wofür vor allem der hohe Benzinverbrauch der geländegängigen SUV verantwortlich war, der im Alltag zwei oder drei Mal so hoch ausfallen konnte, wie die werksseitig angegebenen 11,8 Liter. Im Zuge der nach der Insolvenz von GM angestrebten Neuausrichtung des Konzerns wurde die Marke mit ihren Modellen Hummer H2 und H3 dann an chinesische Investoren veräußert. Zielrichtung des neuen Eigentümers war der boomende chinesische Markt für Luxusautomobile, deren Kunden auf Verbrauchswerte noch wenig achteten. Gerade mit dem kleineren Hummer H3 rechneten sich die Asiaten im urbanen Umfeld der aufstrebenden chinesischen Metropolen gute Verkaufschancen aus.