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Ford Focus ST

Ford Focus ST

Wenn der Kompaktwagen Spaß machen soll

Sportlich veredelte Modelle ihrer sonst eher brav motorisierten Kompakten aufzulegen, ist für viele Hersteller gängige Praxis. Der Grund: Die Sportversionen entwickeln oft eine Strahlkraft, die als Werbung für die herkömmlichen Volu-menmodelle genutzt werden kann. So hat sich auch der amerikanische Hersteller Ford dazu entschieden, ab der 2. Ge-neration des Ford Focus ein sportliches Modell anzubieten. Weiterlesen

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Ein sportlicher Kompakter zwischen Standard & RS-Modell

Noch besser ist es, wenn zeitgleich Erfolge aus dem Motorsport auf die Serienmodelle abstrahlen. So nutzte Ford den Werbeeffekt aus dem Rallyesport, um 2002 eine getunte Variante des Ford Focus zu präsentieren. Der Ford Focus RS lief in Kleinserie im deutschen Werk in Saarlouis vom Band und wurde maßgeblich von der europäischen Entwicklungsabteilung konzipiert. Nur 4.501 Exemplare entstanden weltweit. 2003 stellte der amerikanische Hersteller die Produktion schon wieder ein. Zwischen dem leistungsstärksten Serienmo-dell und dem bis zu 158 kW (215 PS) leistenden Ford Focus RS sahen Ingenieure und Marketingfachleute jedoch noch Platz für eine Zwischenstufe. Diese Sportversion des Großserien-Focus wurde ebenfalls im Jahr 2002 im saarländischen Ford-Werk realisiert und kam unter dem Namen Ford Focus ST 170 in den Handel – das ST steht dabei für „Sports Tech-nology“, die 170 für die 173 PS Leistung.

1. Generation – Sportliche Ansätze mit 173 PS

Die 1. Generation des Ford Focus ST wurde in den beiden Jahren zwischen 2002 und 2004 in geringer Stückzahl produ-ziert und unterschied sich sowohl technisch als auch in optischen Details von dem in Großserie gefertigten Ford Focus, der sich Anfang der 2000er Jahre an die Spitze der weltweit meistverkauften Autos setzte. Kernstück des Sportmodells war ein von der damaligen Ford-Tochter Cosworth, ein britischer Motorenbauer der Formel 1, zugeliefertes Triebwerk, das dem Ford Focus ST bis zu 127 kW (173 PS) zur Verfügung stellt. Nach außen präsentiert der Ford Focus ST seine sportlichen Gene durch veränderte Schweinwerfer und 17-Zoll-Felgen aus Aluminium. Doch auch technische Modifikationen unterschieden die ST-Variante von den herkömmlichen Straßenversionen. Dazu gehört ein Sportfahrwerk sowie eine für stärkere Belastungen ausgelegte Bremsanlage und eine spezielle Auspuffanlage. Kombiniert wurde der Cosworth-Motor des Ford Focus ST mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe. Im Innenraum zeigt der Kompaktwagen seinen sportlichen Charakter durch Sportsitze von Recaro.

2. Generation – Sonder-Lackierung „Electric Orange“

Die Tradition der Sportmodelle setzte der Hersteller auch in der 2. Generation des Ford Focus ST fort. Von 2005 bis 2010 gab es das modernisierte Kompaktmodell als Schrägheck-Variante mit drei oder fünf Türen. Die Kombi-Version aus der 1. Generation wurde nicht mehr angeboten. Dafür hatte der Focus ST als einziges Ford-Modell die Sonder-Metallic-Lackierung „Electric Orange“ im Portfolio, was von rund einem Drittel aller Käufer in Europa freudig bestellt wurde. Viele Bauteile wie den Motor und die Bremsen lieferte die Konzernschwester Volvo ins Ford-Werk. So teilt sich der Kompakt-wagen seinen Motor mit dem Volvo C30, dem Volvo S40/V50, dem Volvo C70 und dem Volvo V70. Ein 2,5-Liter-Reihenmotor mit fünf Zylindern und 166 kW (225 PS) schiebt den Focus ST über den Asphalt und bringt ihn auf 241 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie eine Beschleunigung auf 100 km/h in 6,8 Sekunden. Wieder ist ein 6-Gang-Schaltgetriebe verbaut. Und wie beim Ford Focus RS wird der Motor nun mit einem Turbolader beatmet. Im November 2007 erhielt der Focus ST gemeinsam mit allen anderen Varianten eine Mo-dellüberarbeitung. 2010 ging die 2. Generation zu Ende. 2008 legte Ford noch den Focus RS mit 224 kW (305 PS) neu auf und produzierte aufgrund überraschend hoher Nachfrage 11.000 statt 8.000 Exemplare. Mit seinem verhältnismäßig günstigen Preis machte er dem Audi S3, dem BMW 130i und dem VW Golf R32 ordentlich Konkurrenz.

3. Generation – Kombi- & Diesel-Version im Portfolio

Kaum war die 2. Generation des Ford Focus gestoppt, schon legte der Hersteller Ende 2010 mit der 3. Generation nach. Es dauerte noch knapp zwei Jahre, bevor die erste Sportversion in Form des Focus ST in Saarlouis produziert wurde. 2011 konnten die Besucher der IAA schon mal einen Blick darauf werfen. Statt einem Fünfzylinder-Motor von Volvo arbeitet nun ein 2,0-Liter-Vierzylinder-EcoBoost-Benziner unter der Haube und liefert 184 kW (250 PS) Power. Den Tur-bolader und das manuelle 6-Gang-Getriebe hat er beibehalten und schafft damit 248 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie eine Beschleunigung auf 100 km/h in 6,5 Sekunden. Als erste Sportvariante eines Ford-Modells wird der Focus ST in über 40 Ländern auf fünf Kontinenten angeboten. Und wieder hatte der Kompaktwagen als einziges Fahrzeug der Mo-dellreihe eine spezielle Lackierung im Gepäck: „Sunset Gelb-Metallic“. Auch gab es in Europa wieder die Kombi-Variante „Turnier“, die in der 2. Generation fehlte. Im Vergleich zur vorherigen Generation konnte der Focus ST seinen Ver-brauch und seinen CO2-Ausstoß um mehr als 20 Prozent reduzieren. So kommt die 3. Generation des Sportwagens mit 7,2 Litern 100 Kilometer weit. Wie alle anderen Focus-Modelle erhielt auch die ST-Variante Anfang 2015 eine Modell-überarbeitung und damit eine zweite Motorisierung: den 2,0-Liter-Turbodiesel mit 136 kW (185 PS) und 217 km/h Höchstgeschwindigkeit – wahlweise mit 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe.

Ausstattung des Ford Focus ST (2012–2018):

  • Sportfahrwerk,
  • 3-stufiges ESP mit Traktionskontrolle & elektronischer Differenzialsperre,
  • Klimaanlage,
  • Recaro-Sportsitze,
  • 18-Zoll-Leichtmetallräder,
  • Auspuffanlage mit Doppel-Endrohr in der Mitte,
  • ST-Design im Innenraum,
  • Sound-Symposer für Motorgeräusch bei starker Beschleunigung.

4. Generation (2019) – Erstmals mit Automatikgetriebe verfügbar

Die Auswahl zwischen einem Benzin- und einem Dieselmotor behält Ford auch bei der 4. Generation des Focus ST bei. Hier stehen ein 2,3-Liter-EcoBoost-Turbo-Benziner mit 280 PS und optionalem Sieben-Gang-Automatikgetriebe sowie ein 2,0-Liter-Dieselmotor mit 190 PS zur Verfügung. Allerdings muss die Diesel-Variante auf die Automatik-Option und das neue, elektronisch geregelte Sperrdifferenzial eLSD (electronic Limited-Slip Differential) – das im Focus ST erstmals zum Einsatz kommt – verzichten. Dafür erfüllen beide Motoren die Euro-6d-Temp-Abgasnorm. Die 4. Generation startet 2019 mit zwei Karosserievarianten als Fünftürer und als Kombi.

Der Spaßmacher unter der Kompaktsportlern

Im Bereich der sportlichen Kompaktwagen hat der Ford Focus ST mit vielen Konkurrenten zu kämpfen. Entsprechend groß ist die Auswahl an Gebrauchtwagen, wobei jede Marke auf einen anderen Schwerpunkt setzt. Außer der VW Golf GTI. Seine Stärke ist die vom VW Golf gewohnte Ausgewogenheit zwischen Sportlichkeit, Komfort, Sparsamkeit und Alltagsnutzen. Mit diesem Allround-Rezept bietet der Volkswagen kaum An-griffsfläche für seine Mitstreiter, dafür aber auch wenig Spielraum für einen emotionalen Auftritt. So fällt der Mercedes A 250 mit einem kräftigen Motor und einem agilen Handling auf, der BMW 125i bietet eine starke Dynamik sowie komfortable Federung und der Ford Focus ST macht vor allem durch seine sportliche Fahrweise und dem lauten Motorsound Laune. In der selben Kategorie fahren auch noch der selbstbewusste aber teure Peugeot 308 GTI, der sehr gut abgestimmte Seat Leon Cupra und der etwas größere Skoda Octavia RS mit.

Fazit

Bei solch einer großen Auswahl an sportlichen Kompaktwagen kann man durchaus wählerisch sein und sich sein passen-des Lieblingsmodell aussuchen. Ein gebrauchter Ford Focus ST bietet in erster Linie Fahrspaß und ist dazu eines der wert-stabilsten Modelle. Wer im Alltag auch gern mal aufs Gas drückt und sich in die Kurven legt, der bekommt mit dem Ford Focus ST Gebrauchtwagen einen guten Kompromiss aus Kompaktwagen und Sportlichkeit.

Fahrzeugbewertungen zu Ford Focus ST

549 Bewertungen

4,4

Technische Daten Ford Focus ST

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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