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Ford Thunderbird

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Stärken

  • Top Beschleunigung und Tempo

  • hochklassiges Fahrvergnügen bei ruhiger Fahrt

  • einzigartige Optik

Schwächen

  • Sound ist für einen Oldtimer relativ leise

  • äußerst hoher Kraftstoffverbrauch

  • ausbaufähige Servolenkung

Klassiker der US-Autogeschichte

Der Ford Thunderbird lässt das Liebhaber-Herz höherschlagen und ist eine echte Ikone der US-Automobilgeschichte. Besonders die Modelle der 50er- und 60er-Jahre sind Symbole eines Amerika zu Zeiten von Petticoat, Twist und Elvis Presley. Heute sind die Fahrzeuge bei Sammlern äußerst beliebt und entsprechend hochpreisig. Weiterlesen

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Alternative Modelle

Gute Gründe

  • Einmaliges Gefühl beim Cruisen.
  • Für einen Oldtimer nicht allzu teuer.
  • Steuer und Versicherung sind günstig.
  • Rundum tolles Design.
  • Edles Cockpit, großartige Armaturen.

Daten

Motorisierung

Der Ford Thunderbird bekam noch vor der Corvette einen V8-Motor der Schwesterfirma Mercury spendiert, was den Wagen – zusätzlich zur optischen Erscheinung – äußerst begehrt machte. Die Motorleistung ist gut, wird jedoch in SAE-HP angegeben und nicht in PS. SAE-HP-Angaben berücksichtigen nicht, dass die Leistung durch Faktoren wie Lichtmaschine, Schalldämpfer, Lüfter, Luftfilter und Wasserpumpe geschmälert wird. Die Zahlen liegen deswegen etwa 20 bis 25 Prozent über den eigentlichen PS-Werten.

Ford Thunderbird-Modelle der 1950er- und 60er-Jahre und ihre Motoren:

Classic Birds (1955 – 1957) Square Birds (1958 – 1960) Bullet Birds (1961 – 1963) Flair Birds (1964 – 1966)
Hubraum in Litern 4,8 – 5,1 4,8 – 7,0 6,4 – 7,0 6,4 – 7,0
SAE-Horsepower 193 – 340 193 – 350 300 – 425 300 – 410
Beschleunigung 0 auf 100 in Sekunden 7,5 – 10,5 k. A. k. A. k. A.
Geschwindigkeit max in km/h 168 – 200 170 – 200 190 – 200 180 – 215
Verbrauch in Litern pro 100 Kilometer k. A. 16 – 24 17 – 25 ca. 21

Motoren ausgewählter Ford Thunderbird-Modelle nach 1970 im Vergleich:

Glamour Birds (1967 - 1971) Big Birds (1972 – 1976) Aero Birds (1983 – 1988) Super Birds (1989 – 1997)
Hubraum in Litern 6,4 – 7,0 7,0 – 7,5 2,3 – 5,0 3,8 – 5,0
SAE-Horsepower bzw. PS 265 – 315 212 – 224 112 – 203 PS 147 – 208 PS
Beschleunigung 0 auf 100 in Sekunden k. A. k. A. k. A. k. A.
Geschwindigkeit max in km/h 168 – 209 200 – 210 185 – 235 180 – 233
Verbrauch in Litern pro 100 Kilometer k. A. k. A. 12 – 17 10 – 19

Die Frage nach einem positiven Fahrvergnügen muss im Ford Thunderbird eigentlich nicht gestellt werden. Die Motoren sind leistungsstark, Beschleunigung und Geschwindigkeit mehr als überzeugend und auch die Getriebe sind gut abgestimmt. Aber der Fahrspaß definiert sich im Thunderbird auch über die Freude, ein solches Auto, einen echten Klassiker, überhaupt fahren zu können. Kleine Wermutstropfen sind das schwache Fahrwerk und eine als Servolenkung verkaufte Lenkung, die den Namen technisch gesehen nicht verdient. Davon abgesehen ist gemütliches Cruisen - ohne viele Kurven - genau das richtige im Ford Thunderbird.

Abmessung

Die Classic Birds, zugleich die einzigen Zweisitzer, messen 4,70 auf 1,85 Meter, während die ab 1958 gefertigten Square Birds 5,21 lang und 1,96 breit waren. Die Bullet Birds sind bei gleicher Länge zwei Zentimeter schmaler, während Ford den Flair Birds wiederum die Maße der Square Birds verpasst hat. Mit der Zeit ging Ford beim Thunderbird aber immer stärker weg vom bulligen Design und passte sich jeweils dem Zeitgeist an. So kommt es, dass moderne Modelle etwas schmaler sind als die Klassiker der 1950er- und 60er-Jahre.

Varianten

Der Ford Thunderbird erblickte 1955 die Straßen der USA und wurde bis 1997 durchgängig gefertigt, in den Modelljahren 2002 bis 2005 dann sogar noch einmal neu aufgelegt. Letzteres Retro-Modell, das ein Andenken an den ersten Thunderbird sein sollte, scheiterte allerdings an niedrigen Verkaufszahlen. Weil heute in erster Linie die Baureihen der ersten vier Generationen gefragt sind, die bis 1966 vom Band rollten, konzentrieren wir uns auf eben jene Modelle. Und selbst dabei gibt es ein Variantenreichtum, das seinesgleichen sucht, brachte Ford doch etwa alle drei Jahre eine neue Generation des Thunderbird heraus. Mit der fünften Generation (Modelljahr 1967) veränderte sich der Thunderbird grundlegend und wurde zunächst etwas eckiger, ehe er Mitte der 80er-Jahre (ca. ab Modelljahr 1986) wieder runder wurde.

Innerhalb jeder Generation gab es überdies pro Jahr ein manchmal kleineres, manchmal aber auch größeres Facelift. Dazu kamen noch neu eingeführte Versionen wie Coupés und Cabrios, die die Limousinen ergänzten (ab 1958 war der Thunderbird im Original kein Zweisitzer-Coupé oder -Cabrio mehr, sondern wurde in erster Linie als Viersitzer-Limousine angeboten), sodass allein schon in diesen vier ersten Generationen eine enorme Vielfalt herrscht.

Preis

Ein gebrauchter Ford Thunderbird der ersten vier Baureihen (bis 1966) kostet heute etwa zwischen 11.000 und 75.000 Euro, wobei der exakte Preis sehr stark vom Baujahr, vom Zustand und von den gefahrenen Kilometern abhängig ist. Auch der jeweils verbaute Motor hat einen großen Einfluss auf die genauen Kosten.

Die Kfz-Steuer für den Ford Thunderbird kostet ohne Saisonkennzeichen 191 Euro jährlich, sofern Fahrer es mit einem H-Kennzeichen versehen. Mit Saisonkennzeichen liegen die Kosten je nach gewähltem Anmeldezeitraum zwischen ca. 80 und 96 Euro.

Für die Haftpflichtversicherung wird jedes Jahr ein Betrag von ungefähr 40 Euro bis 110 Euro fällig, abhängig vom genauen Alter des Ford Thunderbird, der in die Kategorie „Oldtimer“ fällt.

Design

Exterieur

Der Thunderbird ist ein Jahr jünger als die erste Corvette, was es Ford ermöglichte, die Kinderkrankheiten der Konkurrenz von Chevrolet genau zu studieren – und sie beim Thunderbird dann nicht zu begehen. Also baute Ford das Fahrzeug nicht als Roadster, sondern als Zweisitzer, ausgerüstet mit einem automatischen Getriebe und Hardtop. Ansonsten wird beim Äußeren schnell der Stil der 1950er- und 60er-Jahre deutlich ? Die 50er-Jahre verhießen gute Zeiten in den USA: Der Krieg war vorbei, das Geld floß und die Amerikaner wollten sich endlich mal etwas gönnen - eben auch bei Automobilen: Im Trend lagen nicht unbedingt Limousinen, sondern Zweisitzer wie Cabrios und kompakte Coupés.

Der Thunderbird entstand mit der Idee, einen echten Ford-Sportwagen entwerfen zu wollen. Die anfänglichen Richtlinien sahen ein offenes Auto für zwei Personen mit Zeltverdeck vor, das zudem möglichst viele Standardkomponenten aus der Produktion verwenden sollte. Die kantige, klare Linienführung, die angedeuteten und später stärker akzentuierten Heckflossen, oft ein weißes Inneres der Reifen usw.: Der Ford Thunderbird ist eine wahre Stilikone der 50er und 60er, der amerikanische Traum auf Rädern.

Interieur

Der Sitzbezug im Ford Thunderbird ist in den meisten Fällen nicht rutschfest, was sich in Kurven bemerkbar macht, wenn die Fliehkraft die Insassen nach außen drückt. Der Übersicht aus dem Cockpit heraus ist dafür phänomenal, das Cockpit selbst ein Gedicht ohne überflüssigen Schnickschnack – exklusiv, edel und mit vollendetem Fifties- und Sixties-Flair.

Sicherheit

Kaum Fahrbahngefühl, dafür gute Spursicherheit und Straßenlage, die Bremsen sind für die jeweiligen Modelljahre angemessen – die Sicherheitsaspekte sind nach damaligem Standard erfüllt, solange der Wagen nicht zu schnell in die Kurven geht. Hier macht sich das ausbaufähige Fahrwerk und die schwache Servolenkung bemerkbar.

FAQ

Wie viel kostet ein Ford Thunderbird?

Ein Thunderbird der ersten vier Baureihen (1955 bis 1966) kostet heute ungefähr zwischen 11.000 und 75.000 Euro, wobei der genaue Preis sehr stark vom Baujahr, vom Zustand und von den gefahrenen Kilometern abhängt.

Welcher Hersteller baute den Thunderbird?

Der T-Bird, wie er kurz genannt wird, wurde von Ford in Detroit gefertigt.

Welcher Motor ist im Ford Thunderbird verbaut?

Anfangs baute Ford den V8 (4,8 Liter Hubraum) des Schwesterkonzerns Mercury ein, noch vor Corvette, was dem Thunderbird einen Vorteil auf dem Absatzmarkt einbrachte. In den folgenden drei Generationen wurden die Motoren immer größer und leistungsstärker, der Verbrauch war für damalige Verhältnisse nicht besonders hoch.

Wie viel PS hat ein Ford Thunderbird?

Die Pferdestärken wurden in den USA bis 1972 als „SAE gross horsepower“ bezeichnet, zu Deutsch „SAE-HP brutto“. Dabei wurden auf dem Motorenprüfstand Faktoren wie Lichtmaschine, Schalldämpfer, Lüfter, Luftfilter und Wasserpumpe nicht einberechnet, weshalb die Werte um bis zu ein Viertel höher waren als die europäischen PS-Zahlen. So brachte es der erste Thunderbird auf 193 SAE-HP brutto, das Automatikgetriebe sogar direkt auf 198 SAE-HP und die ersten überarbeiteten Antriebe (1957) auf bis zu 340 SAE-HP. Die stärkste Maschine mit 425 SAE-HP war im Thunderbird der vierten Generation verbaut.

Alternativen

Der Ford Thunderbird stand seinerzeit in Konkurrenz zu den ersten beiden Generationen der Corvette von Chevrolet. Für die Corvette C1 bzw. C2 – beide deutlich kleinere Sportwagen als der Thunderbird – müssen Käufer heute ca. 60.000 bis 160.000 Euro bezahlen.

Auch die Briten fertigten tolle Sportwagen – zum Beispiel den Aston Martin DB4. Dieses Auto rollte von 1958 bis 1963 vom Band, also zeitglich mit den Square Birds und den Bullet Birds. Ein Wagen dieser Baureihe wechselt heute für mindestens 300.000 Euro den Besitzer. Einige Exemplare kosten 600.000 Euro und mehr.

In Deutschland gab es in den 50ern und 60ern ebenfalls sportliche Autos, die heute beliebte Oldtimer sind. Stellvertretend für solche Wagen sei hier der Mercedes-Benz 300 SL genannt. Von 1954 bis 1957 wurde das Auto als Coupé gefertigt (mit den berühmten Flügeltüren), von 1957 bis 1963 dann als Roadster. Ein 300 SL kostet als Gebrauchtwagen heute – in gutem Zustand –bis zu eine Million Euro, manchmal auch deutlich mehr.