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McLaren 675LT

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Supersportwagen 675LT: Ein McLaren mit Formel-1-Genen für Pilotenfeeling

Als Top-Performer seiner Super Series präsentierte McLaren Mitte 2015 den Supersportwagen 675LT. Extra wenig Gewicht durch Karbonfaserteile sowie Rennoptik innen wie außen zeichnen den britischen Athleten aus. Bis 2017 fertigte McLaren 1000 Exemplare des 675LT im Stammwerk Woking als Coupé und Spider. Ein Supersportwagen mit Formel-1-Genen und Pilotenfeeling für echte Enthusiasten. Weiterlesen

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Unbestritten kostet Entwicklungsaufwand Geld, und bei Kleinserienmodellen in limitierter Auflage wie beim 675LT macht sich das besonders bemerkbar. Fast 310.000 Euro mussten Käufer im Jahr 2015 für ein Coupé der Super Series mindestens auf den Tisch legen. Der ein Jahr später nachgereichte 675LT Spider war als Neuwagen für rund 30.000 Euro mehr zu haben. Damit lagen die McLaren-Tarife gut ein Drittel über den Preisen, die Lamborghini für seinen ähnlich leistungsfähigen Huracán verlangt. Auch Konkurrent Ferrari zeigt sich beim 488 bescheidener als die Briten. Etwa gleichauf liegt Ford mit seinem 2017er GT, der auch sonst einige Gemeinsamkeiten mit dem McLaren aufweist. Gegenüber den Millionen teuren Rivalen Pagani Huayra und Bugatti Chiron allerdings ist ein 675LT Coupé oder Spider die weitaus günstigere Alternative in der Klasse der Supersportwagen.

Die Coupés und Spider der McLaren-Baureihe 675LT als Gebrauchtwagen

Nur jeweils 500 Coupés und Spider der Baureihe 675LT baute McLaren von 2015 bis 2017. Entsprechend rar macht sich der britische Bolide auf dem Markt für Gebrauchtwagen. Dort zeigt sich auch die Wertstabilität der Supersportwagen: Die Preise beginnen bei knapp unter 300.000 Euro und reichen je nach Ausstattung und Laufleistung bis an die Grenze von einer halben Million heran.

So unterscheiden sich die 675LT vom 650S der McLaren Super Series

Die Modellbezeichnung Longtail (LT) der 675er Versionen nimmt Bezug auf die Rennwagen F1 GTR mit langem Heckaufbau, mit denen McLaren im Jahr 1997 erfolgreich in Le Mans antrat. Als Basis für den 675LT diente jedoch der 2014 präsentierte 650S, von dem der 675LT Karosserie und Technik in überarbeiteter Form übernimmt. Im Vergleich zeigt sich, dass die Briten bei der LT-Version auf eine Verlängerung des Hecks verzichteten und die Bezeichnung Longtail nur als Hommage an die eigene Renngeschichte in der GT-Klasse verstanden wissen wollten. Dabei weist der 675LT Veränderungen wie die schwarze Heckplatte und den weit abgesenkten Frontspoiler mit Splitter auf, die ihn optisch klar vom 650S unterscheiden. Diese Designmerkmale zeichnen die LT-Versionen im Modellvergleich aus:

  • Veränderter Frontbau mit Kohlefaserstoßfänger, überdimensioniertem Splitter und vergrößerten Luftschächten mit Karbonauskleidung.
  • Umgestaltetes Heck mit schwarzer Karbonplatte im Formel-1-Stil.
  • In die Heckplatte integrierte runde Endrohre aus Titan.
  • Um 80 % vergrößerter Heckspoiler, als Longtail-Airbrake bezeichnet.
  • Größer dimensionierte Luftauslässe hinten.
  • Markanter gestalteter Heckdiffusor.
  • Größere seitliche Lufteinlässe.
  • Seitenschweller aus Kohlefaserkunststoff mit zusätzlichem Lufteinlass.

Die Bauweise des 675LT erhöht den Anpressdruck und spart Gewicht

Durch die genannten Maßnahmen gibt McLaren dem 675LT einen eigenständigen Auftritt und grenzt ihn optisch vom 650S ab. Zugleich verweisen die Veränderungen im Design sowie die Verwendung von Leichtbaumaterialien auf die damit verbundenen praktischen Vorteile für Aerodynamik und Gewicht. Konkret bedeutet das:

  • Durch die Konstruktion von Splitter, Diffusoren und 675LT-Airbrake werden Abtrieb und Anpressdruck im Vergleich zum 650S um 40 % verbessert. Das lässt den McLaren Supersportwagen stabiler in den Kurven liegen und erleichtert das Handling bei hoher Geschwindigkeit.
  • Durch Maßnahmen wie die vermehrte Verwendung von Bauteilen aus Karbonfaserstoffen für Anbauteile und für die schalenförmigen Rahmen der Rennsitze sinkt das Trockengewicht der 675 LT Coupés auf gut 1230 Kilogramm. Konstruktionsbedingt bringen die Spider rund 40 kg mehr auf die Waage. Gegenüber den 650S-Versionen bedeutet das eine Gewichtseinsparung von jeweils etwa 100 kg. Da McLaren zugleich die Motorleistung anhob, verbessert sich das Leistungsgewicht bei den LT-Coupés auf 0,49 PS/kg.

Für den LT steigert McLaren die Leistung des V8-Mittelmotors auf 675 PS

Die Ingenieure von McLaren überarbeiteten für den Einsatz im 675LT auch ihren bekannten V8-Mittelmotor mit 3,8 Litern Hubraum. Gut die Hälfte der Motorkonstruktion soll nach Angaben von McLaren neu sein. Das Biturbo-Aggregat produziert ein Drehmoment von 700 Nm und hat eine maximale Leistungsabgabe von 496 kW (675 PS). Damit sprintet der Longtail-McLaren in 2,9 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 330 km/h. Im Detail zeigt die Technik des 675LT folgende Konstruktionsänderungen gegenüber dem 650S, die Leistungsvermögen, Ansprechverhalten und Fahrsicherheit optimieren:

  • leichtere Pleuel aus Titan
  • an die höhere Leistung angepasste Nockenwellen
  • neues elektronisches Abgasrückführventil
  • aus einem Stück gefertigte Verdichterräder für die beiden Turbolader
  • steiferes Motorlager
  • Benzinpumpe für erhöhten Benzindurchfluss
  • 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit neuer Steuerung für schnelleren Gangwechsel
  • Crossover-Abgassystem für Leistungsoptimierung
  • Bremsanlage mit Karbonscheiben für kräftiges Zupacken und weniger Verschleiß
  • automatische Aufstellung des Airbrake für kürzeren Bremsweg
  • Motorsportreifen mit speziellem Profil für Renneinsätze serienmäßig
  • Fahrwerk mit 20 % breiterer Spurweite vorne und bis zu 63 % erhöhter Federrate für mehr Lenkpräzision.

Mit der Serienausstattung ist der 675LT ein Rennwagen für Freizeitpiloten

Beim Blick auf die Details der Konstruktion wird deutlich: McLaren hat den 675LT für Freizeitpiloten entwickelt, die den Supersportwagen gerne mal auf der Rennstrecke einsetzen und mit der anspruchsvollen Technik eines Motorsportgeräts vertraut sind. Da ist es gut zu wissen, dass die Technik zugleich dafür sorgt, das Handling des 675LT etwa durch den mitbremsenden Airbrake-Spoiler beherrschbarer zu machen. Das kann ja auch beim Einsatz auf der Autobahn hilfreich sein. Insofern dürfen sich weniger rennsportversierte Fahrer den 675LT ruhig zutrauen. Und wie sieht es mit dem Prestige aus? Auch da wird der zivile Longtail wohl eher von Kennern gewürdigt, die ihn mit dem Rennstall McLaren zu verbinden wissen. Insofern gefällt der britische Supersportwagen einer Zielgruppe, die Ferrari als Mainstream ansieht und Lamborghini für exaltiert hält.

Auf diese Ausstattungsmerkmale sollten Gebrauchtwagenkäufer beim 675LT achten

Wer sich auf dem Markt für Gebrauchtwagen nach einem Coupé oder Spider der Super Series von McLaren umschaut und die Sportwagen im Alltag bewegen möchte, der sollte darauf achten, dass der 675LT bestimmte Ausstattungen mitbringt. Etwa Straßenpneus anstelle der serienmäßig montierten Motorsportreifen. Oder eine Klimaanlage, auf die McLaren aus Gründen der Gewichtsersparnis bei den Neuwagen verzichtet hat, die jedoch als Option geordert werden konnte. Auch sollte der 675LT das System zur Anhebung des Frontbaus an Bord haben. Sonst könnte sich beim Überfahren von Bodenschwellen die extreme Tieflage des Spoilers als alltägliches Problem erweisen. Auf den Extralift sollten nur Käufer verzichten, die den 675LT als Sammlerstück besitzen möchten und mit dem Erwerb des Supersportwagens vor allem auf steigende McLaren-Gebrauchtwagenpreise spekulieren.

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Technische Daten McLaren 675LT

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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