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Mitsubishi Pajero

Mitsubishi Pajero

Ein echter Geländewagen mit Rostanfälligkeit

So wie der Toyota Land Cruiser und der Land Rover Discovery hat auch der Mitsubishi Pajero eine lange Tradition als Geländewagen vorzuweisen. Wie seine Konkurrenten ist auch er fürs Gelände gebaut und hebt sich durch Ecken und Kanten von den weichgespülten SUVs im Stadtverkehr ab. Nach 36 Jahren und vier Generationen Bauzeit wurde der japanische Kletterer 2018 jedoch eingestellt – die Euro-6c-Abgasnorm konnte der Dieselmotor mit den Riesenkolben einfach nicht mehr erfüllen. Weiterlesen

Technische Daten Mitsubishi Pajero

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Ein Geländewagen für die Wüste

Bei seiner Einführung 1982 taufte ihn der japanische Hersteller nach dem Leopardus pajeros – einer südamerikanischen Katzenart, die in den unwegsamen Gebirgszügen zu Hause ist. Damit war klar, wo der Geländewa-gen hingehört. Dies stellte er auch immer wieder bei der bedeutendsten Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt unter Beweis. Insgesamt zwölf Mal holte Mitsubishi mit dem Pajero den Sieg bei der Strecke über mehrere tausend Kilometer, 2001 bis 2007 blieb er sogar ungeschlagen auf Platz 1. Der Geländewagen eignet sich demnach am besten für Ausflüge in den Schlamm, in die Wüste oder in einen Schneesturm. Er ist auf jede Herausforde-rung und Belastung vorbereitet. Dabei versagt er sich jedoch nicht dem immer stärker werdenden Wunsch nach Kom-fort, Eleganz und Sicherheit. ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, aktive Stabilitätskontrolle sowie aktive Trak-tionskontrolle sind zur Unterstützung mit an Bord. Aber in dem schweren Pajero tuckert eben noch ein richtiger Diesel-motor mit vier riesigen Kolben und kein getrimmter SUV-Motor.

Langes Leben oder Tod durch Rost

Der Motor sorgt für den nötigen Charme des traditionellen Geländewagens, allerdings ist er auch eine Schwachstelle. Denn beim Kauf eines gebrauchten Mitsubishi Pajero lohnt sich ein kritischer Blick auf den Vorbesitzer. Schnelle Fahrten mag der Pajero nämlich überhaupt nicht und bei dauerhaften Drehzahlen über 3.000 Umdrehungen pro Minute kommt es nicht selten zu Motorschäden. Wer seinen Pajero allerdings gewissenhaft fährt und nicht mehr als neun bis elf Liter Sprit auf 100 Kilometer braucht, der schafft auch bis zu 250.000 Kilometer mit dem ersten Motor. Vorausgesetzt der Rost schlägt nicht vorher zu. Vor den ersten 150.000 Kilometern muss selten ein Verschleißteil im Pajero-Fahrwerk er-setzt werden. Allerdings war der Geländewagen schon immer sehr rostanfällig. Erst mit dem Karosserie-Umbau zur vierten Generation stärkte Mitsubishi die Rostvorsorge etwas, konnte den Verfall aber trotzdem nicht ganz fernhalten.

Vom Cabrio-Geländewagen zum Auslaufmodell

Auf Spanisch wird das Wort „Pajero“ gern als Schimpfwort benutzt, deshalb trägt der Geländewagen in manchen Län-dern auch den Namen Mitsubishi Montero oder Mitsubishi Shogun. Im Amerika der 1980er Jahre setzte die US-amerikanische Marke Dodge den Mitsubishi Pajero für ein paar Jahre neu auf und verkaufte ihn unter dem Namen Dodge Raider. In insgesamt 36 Jahren Bauzeit legte Mitsubishi den Offroader in vier Generationen auf, bevor der Verkauf in Europa aufgrund der Euro-6c-Abgasnormen eingestellt wurde.

1. Generation: Pajero L040 (1982–1990)

1982 startete der japanische Geländewagen in seinem Heimatland, ein halbes Jahr später kam er nach Europa. Die erste Generation basierte auf dem gleichen Fahrgestell wie der Pickup Mitsubishi L200 und der Kleinbus Mitsubishi L300 . In den 1990er Jahren legte Hyundai das Modell mit leichter Überarbeitung als Hyundai Galloper bis 2003 noch einmal auf. Schon zu Beginn hatte der Pajero ein paar Besonderheiten an Bord. So war er der erste Geländewagen mit innenbelüfteten Scheibenbremsen an der Vorderachse. Dazu kamen:

  • zuschaltbarer Allradantrieb,
  • Geländeuntersetzung,
  • optionale Differenzialsperre,
  • Einzelradaufhängung.

Auch ließ sich der wuchtige Geländewagen als Cabrio-Version mit Stoffdach und Kunststofffenstern bestellen, das an drei Seiten unabhängig voneinander geöffnet werden kann. Sogar Hardtops gab es von verschiedenen Herstellern zu erwer-ben. Allerdings hat der Rost den Großteil der ersten Pajero-Generation bereits aufgefressen.

2. Generation: Pajero V20 (1990–2000)

Die Karosserie-Varianten aus der ersten Generation wurden in den 1990er Jahren einfach fortgeführt – mit drei Türen, fünf Türen und als Cabriolet. Das Highlight in dieser Generation ist der zuschaltbare Allradantrieb Super-Select-4-WD mit Geländeuntersetzung und Zentraldifferential, das zusätzlich gesperrt werden kann. Eine Differentialsperre an der Hin-terachse war auch optional verfügbar.

3. Generation: Pajero V60 (2000–2006)

Für die dritte Generation nahm Mitsubishi noch einmal richtig viel Geld in die Hand und konstruierte eine Karosserie ohne separaten Rahmen, ein neues Fahrwerk ohne Starrachse, Einzelradaufhängung an Vorder- und Hinterachse sowie einen neuen Vierzylinder-Turbodiesel mit Direkteinspritzung. Auch der Allradantrieb war in einer neuen Version mit an Bord und die Kugelumlauflenkung wurde gegen eine Zahnstangenlenkung getauscht. 2001 musste Mitsubishi aufgrund von Abgasvorschriften den Dieselmotor schon ganz leicht drosseln und 2003 bekam der Offroader bei einem Facelift runde statt eckige Nebelscheinwerfer.

4. Generation: Pajero V80/V90 (2007–2018)

Nach der großen Investition in die dritte Generation passierte bei der Überarbeitung für die vierte Generation nicht mehr wirklich viel. Optisch kamen neue Karosserie-Außenbleche hinzu und der Dieselmotor wurde mit einem neuen Zylinder-kopf aufgefrischt. Danach lief der Geländewagen mit wenigen Retuschen über zehn Jahre hinweg seinem Ende entgegen und bekam keine neue Generation mehr. 2012 folgte noch eine Überarbeitung an der Front, dann stellte Mitsubishi 2018 den Verkauf in Europa ein. Eine Besonderheit dieser Generation sind die zwei verschiedenen Radstände von Dreitürer und Fünftürer.

Im Schatten von Land Rover, Toyota & Co.

Die richtigen Geländewagen schauen meist auf mehrerer Jahrzehnte Geschichte und Entwicklung zurück. So gehört der Mitsubishi Pajero mit zu den alten Eisen, die nicht gerade handlich und komfortabel durch die Stadt cruisen, sondern sicher und mit Charakter durchs Gelände klettern. Einer der bekanntesten Konkurrenten ist natürlich der Land Rover Discovery , dessen britischer Hersteller sich auf Geländewagen spezialisiert hat. Hier steckt viel Know-how drin, gegen das die Mitstreiter nur schwer was entgegensetzen können: hoher Fahrkomfort, zuverlässige Bremsen, viel Charme und leistungsstarker Antrieb. Daneben gibt es noch den Toyota Land Crui-ser , der ebenfalls viel Platz und Leistung bietet. Vergleichbar mit dem Mitsubishi Pajero ist der Nissan Pathfinder , der sowohl mit seinem Design als auch mit einem etwas ruppigen Motor auffällt. Beim Klettern hat der Mitsubishi die Nase vorn, allerdings fällt er durch die fehlende Weiterentwicklung der vergangenen Jahre gegen die aktuelle Konkurrenz etwas zurück.

Turbodiesel mit vier oder Benziner mit sechs Zylindern

Der Offroader hatte von Anfang Benzin- und Dieselmotoren im Angebot. Beim Turbodiesel blieb er über alle Generatio-nen hinweg seinen vier Zylindern treu, während die Vierzylinder-Benzinmotoren allmählich aus der Palette verschwan-den und den Sechszylindern Platz machten. In den 1980er Jahren war der Pajero mit 84 bis 141 PS im Gelände unter-wegs, während in den 1990er Jahren schon 112 bis 208 PS möglich waren. Bei den Ottomotoren der zweiten Generation reichte die Hubraum-Größe von 1,8 bis 3,5 Liter. Mit der dritten Generation wurde die große Auswahl der Benzinmoto-ren auf einen 3,5-Liter-Sechszylinder mit 203 PS reduziert, während der 3,2-Liter-Dieselmotor anfangs mit 165 PS, seit der Modellüberarbeitung 2003 mit 160 PS, unterwegs war. Die vierte Generation hatte dann wieder zwei Benzinmoto-ren mit 3,0 bzw. 3,8 Litern Hubraum und 174 bzw. 250 PS Leistung im Angebot. Dazu einen 3,2-Liter-Dieselmotor mit 160 bis 200 PS.

Fazit

Der Mitsubishi Pajero wurde als waschechter Geländewagen entwickelt und bringt in allen vier Generationen seine In-sassen sicher und kletterfreudig durch jedes Terrain. Allerdings ist er kein komfortabler SUV und hat gerade zum Ende hin an moderner Technik eingebüßt. Auch ist die Laufleistung des Motors von der bisherigen Fahrweise abhängig und das Rost-Damoklesschwert schwebt ständig über ihm. Aber wer ein Liebhaber von Geländewagen ist und einen gut ge-pflegten Mitsubishi Pajero in die Hände kriegt, der hat einen treuen Begleiter an seiner Seite.

Fahrzeugbewertungen zu Mitsubishi Pajero

33 Bewertungen

4,3