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Opel Crossland X

Opel Crossland X

Der erste Opel von französischen Eltern

Der Mokka X hat einen kleinen SUV-Bruder bekommen – oder besser gesagt Halbbruder, denn das Mini-SUV Opel Crossland X ist das erste Modell seit der Übernahme von Opel durch den PSA-Konzern. Aber Opel-Fans dürfen beruhigt sein: Auch wenn Opel nun französisch ist, bleibt der Crossland X ganz klar und unverkennbar ein Opel, daran ändern auch seine beiden Geschwister von Peugeot und Citroën nichts. Als bislang kleinster SUV verblüfft das Modell mit seinem Platzangebot und startet gleich von Beginn topausgestattet und mit einem alternativen Antrieb in den Markt. Weiterlesen

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Opel ist ja seit 2017 französisch geworden: Die PSA Gruppe bestehend aus Peugeot und Citroën stand seit Anfang des Jahres in Verhandlungen mit General Motors, die im August in der rechtsgültigen Übernahme der Tochterkonzerne Adam Opel AG und Vauxhall Motors mündeten. Hatte die PSA schon immer viel auf Joint-Venture-Projekte gesetzt, wie zuletzt auch im Gemeinschaftsprojekt mit Toyota, aus dem der Citroën Spacetourer, der Peugeot Traveller und der Toyota ProAce Verso hervorgingen, steht nun ein neues Dreierbündnis bei den Händlern: Nach dem Opel Antara und dem Mokka X ist der Opel Crossland X das dritte SUV des deutschen Herstellers und zugleich das erste Modell aus der nun wieder deutsch-französischen Kooperation. Die Pendants des Crossland X sind die jeweils zweiten Generationen des Peugeot 2008 und des Citroën C3 Aircross. Nur wenige Monate später erschien übrigens schon das zweite Kooperationsmodell und wieder ist es ein SUV: Der Opel Grandland X basiert auf der zweiten Generation des Peugeot 3008 sowie dem DS7 Crossback und übernimmt auch dessen Motorenpalette – so wie der Crossland X sich alles mit seinen französischen Geschwistern teilt:

Seine Basis findet der Crossland X wie seine beiden Pendants auf der Plattform des Citroën C3. Dennoch kam das Modell noch vor dem zweiten Peugeot 2008 und dem Citroën C3 Aircross auf den Markt, ist aber geringfügig teurer als die französischen SUV-Modelle. Seine Premiere hatte der Crossland X im März auf dem 87. Pariser Autosalon, seitdem ist er bestellbar. Im Juni kam er zu Preisen ab 16.850 Euro zu den Händlern.

Die Motoren des Opel Crossland X

Die Motoren stammen alle vom Peugeot 208 – mit der Ausnahme einer Variante mit Autogas (LPG), die nur dem Crossland X vorbehalten ist. Abgesehen davon ist das Modell mit drei Benzin- und drei Dieselmotoren erhältlich, die bis auf den Basisbenziner über Turbolader und Direkteinspritzung verfügen. Bei den Benzinern handelt es sich durchweg um Dreizylinder mit 1,2 Liter Hubraum, bei den Dieseln um Vierzylindermotoren mit 1,6 Liter, der Antrieb erfolgt anders als beim Mokka X durchweg über die Vorderachse – mit Allrad ist das SUV leider nicht erhältlich.

Benzinmotoren

Der Basisbenziner verfügt als einziges Aggregat über Saugrohreinspritzung und leistet bei 5.750 Umdrehungen bis zu 60 kW (81 PS). Bei dieser Variante muss zwischen dem regulären 1,2-Liter-Benziner und der Autogasversion 1.2 LPG Ecotec unterschieden werden: Bei letzterer kann der Fahrer auf den Autogasmodus umschalten. Dann leistet das Modell bei gleicher Drehzahl maximal 55 kW (75 PS) und erzeugt ein Drehmoment von 115 statt 118 Nm. Der durchschnittliche Benzinverbrauch liegt bei 5,4 Litern pro 100 km, im LPG-Modus sind es 6,9 Liter Autogas und die Emissionen fallen von 123 g CO2 pro Kilometer auf 111 g. Der große Vorteil der Autogasvariante liegt im zusätzlichen Tank: Zum normalen 45-Liter-Tank kommen nochmal 36 Liter LPG dazu, was die Reichweite natürlich deutlich erhöht – laut Opel auf bis 1.300 km. Mit diesem alternativen Antrieb hat der Crossland X seinen französischen Geschwistern eine gute Nasenlänge voraus.

Dem gegenüber stehen zwei bzw. drei weitere Dreizylinder, die über Turbolader und Direkteinspritzung verfügen, genannt 1.2 Turbo. Die Varianten unterscheiden sich vor allem in der Getriebeart: Der schwächere 1.2 Turbo verfügt über ein Sechsgang-Automatikgetriebe, leistet bis zu 81 kW (110 PS) bei 5.500 Umdrehungen und erzeugt sein maximales Drehmoment von 205 Nm bei 1.500 U/min. Exakt die gleichen Werte finden sich beim 1.2 Turbo Ecotec, allerdings treibt dieser über ein Fünfgang-Schaltgetriebe an. Der Ecotec soll statt durchschnittlich 5,4 Liter nur 4,9 Liter Super verbrauchen.

Was bleibt ist das mit Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattete Topmodell, das man gerne in Anführungszeichen setzen möchte, da es mit 96 kW (130 PS) für ein SUV nicht übermäßig stark auf der Brust ist. 9,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 206 km/h Spitze bilden bei der Motorenpalette des Opel Crossland X somit die Schmerzgrenze in Sachen Performance. Fahrleistungen, wie sie bei der höherpreisigen Konkurrenz von BMW, AudiMercedes-Benz oder neuerdings auch Alfa Romeo üblich sind, sucht man beim Opel Crossland X. Dafür soll das ebenfalls als 1.2 Turbo bezeichnete Modell mit nur 5,1 Liter Super pro 100 km auskommen, was für ein SUV doch recht sparsam ist.

Dieselmotoren

Die Selbstzünder sollen laut Herstellerangaben hier nochmal einen draufsetzen, findet man beim Crossland X doch keinen Antrieb mit einem Verbrauch von mehr als vier Litern Diesel vor. Und auch den schwächeren Diesel mit 73 kW (99 PS) und 254 Nm gibt es als Ecotec-Version, jedoch sind hier beide Varianten mit Fünfgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Der 1.6 Diesel Ecotec braucht 12,0 statt 11,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, gleichwohl aber auch durchschnittlich nur 3,7 statt 3,9 Litern Diesel.

Das Topmodell 1.6 Diesel leistet bei 3.500 U/min bis zu 88 kW (120 PS) und bringt bei 1.750 U/min bis zu 300 Nm auf die Straße. Wie das Topmodell unter den Benzinern ist es als einziges an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt es in 9,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 187 km/h, der Verbrauch durchschnittlich bei vier Litern Diesel pro 100 km.

Die Ausstattung des Opel Crossland X

Im Ganzen wirkt der Crossland X trotz der französischen Einflüsse wie ein typischer Opel. Gedacht ist er anders als der Mokka X mehr als praktisches Stadtauto, schon am fehlenden Allrad erkennbar – aber auch an der Größe: Der Mokka X gehörte bereits zu den Mini-SUVs, der Crossland X ist nochmal eine Handbreit kürzer. Sogar im Vergleich zum Klassiker Opel Astra ist der Crossover mit 4,21 m Länge immer noch um 16 cm kürzer, dafür um zehn cm höher. Die praktische Auslegung zeigt sich hingegen in der um 15 cm längs verschiebbaren und dreiteilig umklappbaren Rückbank – umgeklappt wächst der Kofferraum von 410 auf 1.255 Liter. Überhaupt punktet der Crossland X mit seinem auch im Fond geräumigen Innenraum sowie der für einen SUV guten Rundumsicht dank der vielen großen Fensterflächen.

Sicherheitselemente

Opel ist dafür bekannt, für wenig Geld viel zu bieten. Daran hat sich im Hinblick der Auswahl an Assistenzsystemen des Crossland X nicht geändert, allerdings möchten einige Ausstattungen trotzdem extra bezahlt werden: Die Basisversion hat zwar einen Tempomat, einen Spurhalteassistenten und Verkehrszeichenerkennung mit an Bord – der automatische Parkassistent, die Müdigkeitserkennung, der Totwinkelwarner sowie der aktive Notbrems-Assistent verlangen hingegen Aufpreis.

Komfortelemente

Für 700 Euro extra sitzt statt dem Radio R 4.0 IntelliLink das Navi 5.0 IntelliLink mit Achtzoll-Touchscreen in der Mittelkonsole, über das der Fahrer per Fingertipp die Funktionen steuert. Ab der mittleren Ausstattungslinie für 19.250 Euro ist der Online-Assistent Opel OnStar inklusive WLAN-Hotspot an Bord, über den sogar Hotelzimmer reserviert und Parkplätze gebucht werden können. Apple CarPlay und Android Auto sind im Crossland X genauso verfügbar wie induktives Laden, vorausgesetzt man hat das passende Smartphone. Hinzu kommen ein Sieben-Zoll-Infotainment, 16-Zoll-Leichtmetallräder und eine Klimaanlage. Für 20 450 Euro gibt es die Top-Ausstattung „Innovation“ mit einem weiteren 3,5 Zoll großen Display zwischen den Instrumenten, Voll-LED-Scheinwerfern, Head-up-Display, Klimaautomatik, 180-Grad-Rückfahrkamera sowie einem Panorama-Dach. Auf Wunsch sind sogar Lenkrad und Windschutzscheibe beheizt.

Fazit

Der Opel Crossland X schlägt sich in der Gruppe der niederpreisigen SUVs wie etwa dem Ford Ecosport und dem Citroën C4 Cactus tadellos. Seinen direkten Pendants, dem Peugeot 2008 (II) und dem Citroën C3 Aircross (II), hat er den alternativen Antrieb per Autogas voraus und auch die übrige Motorenpalette dürfte eher gemütlicheren und sparsamen Fahrern gefallen – Leistungspuristen sind beim Crossland X falsch. Das Mini-SUV punktet vielmehr mit einem hohen Maß an Stadt- und Alltagstauglichkeit, Platzangebot und Ausstattungsvielfalt zu günstigen Preisen.