Vorstellung: Mercedes B-Klasse (Facelift) – B-hutsam verfeinert

Sommerfrische für die B-Klasse: Im Juni 2008 kommt der kompakte Benz in einer überarbeiteten Version. Die turnusgemäße Produktaufwertung der 2005 gestarteten Baureihe umfasst optische Retuschen, Spritsparmaßnahmen, eine Erdgas-Version, mehr Multimedia, mehr Sicherheit und eine aktive Einparkhilfe.

Außen wurde die B-Klasse in einigen Details aufpoliert. Neben neuen Außenspiegeln und Felgen sorgen an der Front eine stärker gepfeilte Motorhaube, eine modifizierte Kühlermaske und ein überarbeiteter Stoßfänger für ein dynamischeres Antlitz. Zusätzlich wertet ein neu gestalteter hinterer Stoßfänger zusammen mit Heckleuchten in neuer Brillant-Optik das Erscheinungsbild auf.

Lichte Momente

Zum Thema Licht hat sich Mercedes für die B-Klasse noch wesentlich mehr einfallen lassen. So sorgt der nun serienmäßige Fahrlicht-Assistent automatisch für die richtige Fahrbeleuchtung. Die bei einer Notbremsung nun blinkenden Bremsleuchten sollen den nachfolgenden Verkehr schneller warnen. Wird bei Geschwindigkeiten jenseits von 70 km/h bis in den Stand gebremst, schaltet sich zudem automatisch die Warnblinkanlage ein. Eine weitere Neuheit: Sollte es zu einem Crash kommen, geht automatisch im Innenraum das Licht an und dient dann als Orientierungshilfe für Erstretter und Insassen.

Das Innenlicht strahlt auf neue Sitzstoffe und Zierteile aus schräg gebürstetem Alu. Das Interieur der B-Klasse lässt sich zudem mit neuen Infotainment-Geräten und einem Surround-Soundsystem aufwerten. An einer neuen Schnittstelle lassen sich zudem externe Geräte wie ein MP3-Player anschließen. Das neue Highend-Infotainmentsystem Comand APS verfügt serienmäßig unter anderem über eine praktische und gut funktionierende Sprachbedienung.

Praktische Fahrhilfen

Das serienmäßige ESP der B-Klasse wurde im Rahmen der Modellpflege um die Funktion einer Berganfahrhilfe erweitert. Außerdem ist die Lenksäule nun mechanisch auch in Längsrichtung einstellbar. Schließlich ist für die B-Klasse ein aktiver Parkassistent verfügbar. Dieser sucht zunächst im Vorbeifahren nach geeigneten Lücken. Allerdings muss die Lücke mindestens 1,30 Meter länger als die B-Klasse selbst sein. Hat man eine solche Lücke gefunden, braucht der Fahrer lediglich den Rückwärtsgang einlegen sowie Gas zu geben und zu bremsen. Den Rest erledigt die B-Klasse selbsttätig. Wer also mit dem räumlichen Denken seine Probleme hat, kann sich von der neuen Technik sinnvoll unterstützen lassen.

Start-Stopp-Automatik

Stichwort neue Technik: Erstmalig wird es für die B-Klasse eine Start-Stopp-Funktion mit Starter-Generator für die beiden Benzin-Versionen B 150/170 geben. Seit 2007 bietet der Mercedes-Konzern diese Technik bereits im Smart Fortwo mhd an. Bei der B-Klasse soll das System ab Herbst 2008 für bis zu neun Prozent Spritersparnis sorgen.

Innermotorische Änderungen helfen auch den Dieselvarianten beim Sparen. Der Minderverbrauch soll bis zu sieben Prozent betragen. Im Falle des B 180 CDI sank der Spritkonsum laut Hersteller von 5,4 auf 5,2 Liter auf 100 Kilometer. Dank des 54-Liter-Tanks sind also theoretisch Reichweiten von mehr als 1.000 Kilometer denkbar.

Gas geben, Geld sparen

Ebenfalls über 1.000 Kilometer Reichweite ermöglicht die neue, bivalente Erdgas-Variante B 170 NGT. Der Zweiliter-Ottomotor verarbeitet Superbenzin und Erdgas. Der Wechsel erfolgt entweder manuell oder automatisch, wenn das Erdgas sich dem Ende neigt. Die zusätzlich montierten Gastanks verkleinern allerdings den Kofferraum um 128 auf 422 Liter. Darüber hinaus ist die Erdgas-Version in der Anschaffung teurer. Doch fährt man konsequent mit Erdgas, soll sich die Mehrinvestition für die NGT-Variante nach bereits 17.000 Kilometer amortisieren.

Apropos teuer: Weiterhin werden für die B-Klasse die klassischen Mercedes-Tarife fällig. Derzeit kostet das Einstiegsmodell B 150 rund 23.400 Euro. Bei der im Juni 2008 startenden, aufgewerteten Version dürften die Preise steigen. Genaue Angaben wird Mercedes hierzu erst zu einem späteren Zeitpunkt machen (mh).

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