Wann Vollkasko und wann Teilkasko?

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Die Kaskoversicherung ist zwar keine Pflicht - aber sinnvoll allemal. Reicht eine Teilkasko-Versicherung, oder brauchen Sie Vollkasko-Schutz? Wir helfen bei der Entscheidung!

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Die Kaskoversicherung

Die Kaskoversicherung ist eine Versicherung, die sich an Fahrzeuginhaber richtet. Der Wortteil Kasko leitet sich von dem spanischen Wort "casco" ab und bedeutet Schiffsrumpf. Der Wortursprung kommt daher, dass es eine lange Tradition hat, dass Seemänner ihr Schiff versichern ließen. Der Begriff wurde für den Pkw-Bereich übernommen. Die Versicherung springt für Schäden am eigenen Fahrzeug ein, etwa für die Reparatur von Hagelschäden. Zur Unterscheidung: Die Haftpflicht hingegen ist für Schäden beim Unfallgegner zuständig. Die Kaskoversicherung ist somit eine gut ergänzende Kfz-Autoversicherung.

In beiden Variationen der Versicherung ist es üblich, eine Selbstbeteiligung im Schadensfall zu leisten. Je höher Sie diese ansetzen, desto günstiger wird die Versicherung. Wird Ihr Fahrzeug niedrig in der Kasko-Typisierung eingeteilt, können Sie auf die Selbstbeteiligung verzichten, da das preislich keinen starken Unterschied macht. Wie groß der Leistungsumfang der Versicherung ist, hängt davon ab, ob Sie sich für eine Voll- oder Teilkaskoversicherung entscheiden. Wann man sich für welche Variante entscheidet, hängt vom persönlichen Bedürfnis ab. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall.

Das leistet die Teilkasko

Die Teilkasko versichert unter anderem bei Brandschäden oder Explosionen. Des Weiteren vor Einbruch, Diebstahl, Raub, Schmorschäden an der Verkabelung, Umweltschäden wie Hagel, Sturm und Blitz. Wildschäden sind zum Teil abgedeckt. Lesen Sie bei Vertragabschluss nach, bei welchen Schäden durch Tiere Sie sich versichern.

Die Teilkasko bietet Ihnen eine gute Grundversicherung gegen gängige Schäden und ist günstiger als die Vollkasko. Ein großer Nachteil ist, dass zwar eine Versicherung bei Tierschäden vorhanden ist, allerdings nicht alle Tiere darin erfasst sind. Auch gibt es keinen Schadensfreiheitsrabatt. Um den genauen Preis der Versicherung zu ermitteln, hilft ein Rechner. Die Kosten orientieren sich an der Typeneinteilung Ihres Fahrzeugs.

Die Vollkasko springt in diesen Fällen ein

Umfangreicher ist die Vollkasko aufgestellt. Sie versichert zudem vor Vandalismus und Unfällen, die durch das eigene Verschulden geschehen sind. Hinzu kommen die Leistungen, die bei der Teilkasko erfasst sind. Mit der Vollkasko sind Sie komplett geschützt und müssen sich keine Sorgen mehr um Ihr Fahrzeug machen. Bei der Vollkasko kann es einen Schadensfreiheitsrabatt geben. Dafür ist sie allerdings teuer. Da viele Schäden unwahrscheinlich sind, lohnt sich die Versicherung nicht für jeden.

Vollkasko vs. Teilkasko - wann sich welche Form lohnt

Wann sich die Versicherung lohnt, hängt von Ihrem Fahrzeug ab, da sich danach die Beiträge, aber auch der Schadensbetrag im Ernstfall richten. Um das zu ermitteln gibt es z. B. unabhängige Online-Rechner. Weitere Rechner stellen die Versicherungen zur Verfügung. Wenn die Zusatzkosten im Vergleich zur Teilkasko lediglich bei circa 100 € liegen, ist es sinnvoll, sie abzuschließen. Das zahlt sich aus. Wägen Sie bei höheren Beiträgen ab

Bedenken Sie, dass die Vergünstigungen durch den Schadensfreiheitsrabatt nicht zu verachten sind. Wenn Sie einen Neuwagen besitzen oder kaufen, ist die Vollkasko in der Regel eine gute Absicherung, da der Wertverlust bei einem Unfall hoch ist. Bei Autos, die in der Erstanschaffung sehr hoch liegen, lohnt sich die Versicherung. Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang die gesetzliche Regelung der Neuwagengarantie.