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Jaguar XJ

Jaguar XJ - Außenfarbe

Die Limousine Jaguar XJ wird zum Klassiker englischer Autobaukunst

Die Designer von Automobilen der Oberklasse werden bei jeder Neukonzeption einer Baureihe mit dem Problem konfrontiert, immer größere Motoren, immer mehr elektrische Helfer und immer ausgefeiltere Sicherheitssysteme in einer Karosserie unterbringen zu müssen. Mitunter führt das zu wenig eleganten Ergebnissen. Bei allem Respekt für ihr technisches Know-how mussten sich ausgerechnet die führenden deutschen Produzenten von Luxuswagen in der Vergangenheit mitunter harsche Kritik gefallen lassen, weil das Design ihrer Flaggschiffe als zu schwerfällig empfunden wurde. Der britische Traditionshersteller Jaguar hatte es mit seinem Vorzeigemodell Jaguar XJ besser. Zwar musste er in den 1980er Jahren unter dem Dach des Markenkonglomerats British Leyland gegen auftretende Qualitätsprobleme kämpfen. Dafür jedoch konnte niemand im Jaguar XJ jemals eine Panzermentalität verkörpert sehen. Aus einfachem Grund: Das Design der schlanken vieraugigen Limousine hat sich seit ihrer Erstpräsentation im Jahr 1968 in seinen Grundformen kaum verändert. Es entsprach in allen seither vorgestellten Baureihen dem Image der eleganten Raubkatze, nach der die Marke benannt ist. Nicht zuletzt dieser Kontinuität war es zu verdanken, dass der Jaguar XJ jahrzehntelang den Platz des Topmodells im Programm der Briten einnahm und darüber hinaus zu einem der Symbole englischer Autobaukunst wurde.

Mit dem Jaguar XJ12 zeigt der Hersteller die erste V12-Limousine der Welt

Als Classic Car aus der ersten Baureihe (1968 bis 1992) gelten heute die zwischen 1968 und 1973 gebauten Jaguar XJ der ersten Serie, deren Entstehen noch von Unternehmensgründer Sir William Lyons persönlich überwacht wurde. Gleich zu Anfang wurde die Limousine bereits in zwei Hubraumklassen als Sechszylinder Jaguar XJ6 und als XJ12 angeboten. Dieses Modell mit 186 kW (253 PS) galt lange Zeit als die weltweit einzige seriengefertigte Limousine mit zwölf Zylindern. Wie in der zwischen 1973 und 1979 mit zwei unterschiedlichen Radständen produzierten Nachfolgeserie, so kamen auch in der ersten Bauserie des Jaguar XJ aufwändiger ausgestattete Varianten der Limousine als Sovereign und Vanden Plas unter dem historischen Markennamen Daimler auf den Markt. Erst in der von 1979 bis 1992 produzierten dritten Baureihe wurde die Nomenklatura weitgehend geändert. Seither wurden die meisten der üppiger ausgestatteten Modelle unter dem Namen Jaguar in den Handel gebracht.

Das erste Kompressormodell übernimmt die Rolle des Jaguar XJ12

Unter dem Firmendach der British Leyland wurde die zweite Baureihe des Jaguar XJ entwickelt, die in drei Serien von 1986 bis 2003 vom Band lief. Vorübergehend erhielt die längst als Klassiker geltende Limousine ein etwas kantigerem Gesamtdesign, das dennoch die gewohnte XJ-Silhouette und das typische Gesicht der Limousine widerspiegelte. Einen Traditionsbruch stellten allerdings in der ersten Serie (1986-1994) die hochklassigen Souvereign und Vanden Plus Modelle dar, die durch ihre rechteckigen Scheinwerfer auffielen. Elektronische Bauelemente, digitale Bordinstrumente und Aluminium-Leichtbaumotoren gehörten zu den wichtigsten Modernisierungen. Neben den verschiedenen XJ6-Ausführungen von 2,9 bis 4,0 Litern Hubraum wurde das neue Modell ab 1993 auch wieder als XJ12 angeboten, dessen auf 6,0 Liter Hubraum vergrößerter Motor nun 229 KW (311 PS) mobilisierte. In der zweiten Serie (1994-1997) erhielt die Limousine wieder die seither erhaltenen rundlichen Formen des Ursprungsmodells. Wichtigste Neuerung in der nachfolgenden Serie (1997-2003) unter dem neuen Eigentümer Ford waren die 1997 eingeführten V8-Motoren und das im Modell XJR erstmals verbaute Aggregat mit Kompressoraufladung, das die Rolle des eingestellten XJ12 als Topversion übernehmen sollte.

Alu-Karosserie und kräftigere Motoren werten den Jaguar XJ sportlich auf

Mit sportlicher wirkenden Details wie dem Gitterkühlergrill und einer Gewichtsreduzierung, die durch eine komplett aus dem Leichtmetall Aluminium gefertigte Karosserie erreicht wurde, kam im Baujahr 2002 die dritte Generation des Jaguar XJ auf den Markt, die bis ins Jahr 2009 gebaut wurde. Neben drei V8-Motoren bis 4,2 Liter Hubraum gab es in dieser Generation die erste Diesel-Limousine in der Geschichte des Jagauar XJ. Das neue 2,7 Liter Triebwerk mit sechs Zylindern verfügte über 152 kW (207 PS). Als Topversion blieb der V8-Kompressormotor im Programm, der nun 291 kW (395 PS) leistete. Für die vierte Generation ab Baujahr 2010 kündigte der neue indische Jaguar-Eigentümer Tata Motors noch leistungsstärkere Motoren an, die in der 5,0 Liter Spitzenausführung mit Kompressor über bis zu 375 kW (510 PS) verfügen und den Jaguar XJ als eine der sportlichsten Limousinen der Oberklasse etablieren sollte.

Fahrzeugbewertungen zu Jaguar XJ

8 Bewertungen

4,9

Technische Daten Jaguar XJ

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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