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McLaren 570S

McLaren 570S

Den 570S stellt McLaren im Jahr 2015 als Einstiegsmodell vor

Rennwagen für die Formel 1 oder die Motoren dafür zu entwickeln, ist ein enormer finanzieller Aufwand. Nur wenige Volumenhersteller leisteten sich für die Teilnahme in der Königsklasse des Motorsports über lange Zeiträume hinweg eigene Konstruktionsabteilungen und Racing Teams. Weiterlesen

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Wer jedoch in der Formel 1 antrat, der durfte der öffentlichen Aufmerksamkeit sicher sein. Ob sich die Publicity durch den Rennbetrieb unter dem Strich für eine Marke bezahlt machte, indem sie den Neuwagenabsatz des Herstellers förderte, war hingegen weitaus weniger gewiss. Da mochte das Marketing noch so oft betonen, dass diese und jene Technik eines Seriensportwagens direkt von einem Boliden der Formel 1 übernommen worden sei. Prominente Beispiele wie Ferrari hatten gezeigt, dass das Formel-Engagement selbst Traditionsunternehmen in Bedrängnis bringen konnte, die seit jeher im Rennzirkus präsent waren. Der zweite Longplayer im internationalen Motorsport war das Team McLaren, das seit Mitte der 60er Jahre zahlreiche Weltmeistertitel einfuhr. Mit seinem F1 wagte McLaren dann Anfang der 1990er Jahre den Schritt zum Kleinserienhersteller. In dieser Tradition stand das Coupé 570S, das der britische Sportwagenbauer als Einstiegsmodell mit Betonung der Alltagsqualitäten im Jahr 2015 in sein Neuwagenprogramm aufnahm.

Auch der 570S spiegelt die Kontinuität in der Modellpolitik McLarens wider

Zur Strategie von McLaren gehörte es ursprünglich, sich nicht in der Ausdifferenzierung des Modellprogramms und im Konflikt zwischen Komfort- und Sportanspruch zu verzetteln. Statt dessen wollten die Briten einer weniger kompromissbereiten Philosophie vom Formel-1-inspirierten Supersportwagen für die Straße folgen. Konkret bedeutete die exklusive Produktpolitik in den Anfangsjahren des Unternehmens: McLaren legte nur jeweils eine Baureihe zugleich auf und fertigte die Modelle für einen relativ kurzen Zeitraum in streng limitierter Auflage. Waren wie später in der Unternehmensgeschichte zwei Typen zeitgleich im Programm, unterschieden die sich vor allem bei den eingesetzten Motoren. So verbauten die Ingenieure von McLaren etwa für den 570S oder dessen nochmals leistungsreduzierte Variante 540C V8-Aggregate, während das Schwestermodell 650S potentere Achtzylinder erhielt und die P1-Flaggschiffe als Hybride mit V12-Maschinen und Elektromotor für eine Innovation sorgten. Überschneidungen im Produktionszyklus etwa beim McLaren MP4-12C und den als Nachfolger präsentierten 650S zeigten, dass die Briten ihre Fahrzeuggenerationen technisch und im Design mit großer Kontinuität weiterentwickelten. Und das sollte auch das 570S Coupé widerspiegeln, um als Mitglied der McLaren-Familie klar erkennbar zu sein. Käufern von Gebrauchtwagen bot das am Bewahren von Bewährtem ausgerichtete Konzept des Konstrukteurs durchaus Vorteile: Die verschiedenen McLaren waren nicht unbedingt auf den ersten Blick einer bestimmten Bauzeit oder Modellreihe zuzuordnen. Beste Voraussetzungen also für den 570S, sich zum Klassiker zu entwickeln.

Als Einstiegsmodell besetzt der 570S im Programm von McLaren eine neue Position

Wie andere Hersteller von Sportwagen mit Profitechnik, stand McLaren vor der Herausforderung, dass die Synergien zwischen Renngeräten und Straßenmodellen dauerhaft eine tragfähige wirtschaftliche Grundlage für das Alltagsgeschäft schaffen mussten. Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, dass V8-Modellprogramm zu differenzieren. Genau das strebte der Hersteller mit dem 2015 auf den Märkten eingeführten 570S an, der an der Seite des 540C das Programm nach unten abrunden sollte. Insofern stellten beide Coupés eine Neuerung für McLaren dar. Denn mit dem eher am Profil eines für den Alltagseinsatz konzipierten Sportcoupés leitete der Hersteller die Entwicklung zu einem breiter aufgefächerten Programm ein. Die Neuwagen von McLaren sollten sich zwar hinsichtlich ihrer Leistungswerte nun deutlich voneinander unterscheiden. Doch beim Design fanden die Konstrukteure einen Weg, selbst den Einstiegsmodellen einen Auftritt im Look von Supersportwagen mit V12-Anspruch zu geben. Und das war das Image, das die Briten trotz ihrer mit den 570S und den 540C eingeleiteten neuen Modellpolitik weiter pflegen wollten.

Im Design zeigt der 570S die Gene der McLaren Supersportwagen

Wer genauer hinsah, bemerkte natürlich schnell äußerliche Unterschiede zwischen den McLaren-Spitzenmodellen mit Zwölfzylindermotoren und den Modellen mit V8-Ausstattung. Doch es waren in erster Linie die Abmessungen sowie technisch notwendige Konstruktionsdetails etwa zur Zuleitung von Kühlluft in den Motorraum über breite Schächte im hinteren Seitenbau, die den V12-Supercars gemeinsam mit Besonderheiten wie dem feststehenden Heckflügel ihren eigenständigen Charakter gaben. In der Grundanlage des Designs übernahmen die mit einem Radstand von 2,67 Metern konstruierten V8-Versionen hingegen in vielen Details das Konzept der Leistungsträger im Neuwagenprogramm. So zeigte der 570S die ebenfalls für die Supersportwagen realisierte abgeflachte Pfeilfront mit einem breiten Splitter und weiten Schächten. Ein schmaler Einschnitt in den Türen leitete den Luftstrom in die dahinter im Seitenbau eingelassenen Öffnungen, die beim P1 kühlungsbedingt größer ausfallen mussten und daher zwangsläufig die weit ausgestellte Seitenkarosserie dominierten. Dem gegenüber fielen die Flanken des 570S weniger voluminös aus. Der flache haubenartige Dachaufbau wies baureihenübergreifend mit gut 1,20 Meter einen fast identischen Wert auf.

Mit der GT-Version erweitert McLaren die Baureihe 570S

In einer Hinsicht war der 570S dem Supersportwagen sogar überlegen. Da für seinen kleineren Motor weniger Raum benötigt wurde, stand im Heck Platz für zusätzliches Gepäck zur Verfügung. Es gehörte bei McLaren nicht unbedingt zur Tradition, seine Sportwagen mit ihrer Laderaumkapazität zu bewerben. Doch bei der GT-Version des 570er taten die Briten genau das: Touringdeck nannten sie das Konzept. Die 570 GT sollten die Qualitäten der Coupés als Reisewagen unter Beweis stellen. Dazu verbaute McLaren eine flach gestellte Glasklappe anstelle des schmal bemessenen feststehenden Rückfensters, sodass der über 200 Liter fassende Laderaum hinter den Sitzen beim GT von außen zugänglich war. Zudem erhielten die 750GT ein gläsernes Panoramadach, welches die herkömmliche Dachkonstruktion der S-Variante ersetzte. Durch solche Konstruktionsvarianten stellte McLaren den Gebrauchswert der 570er-Modelle im Alltag nochmals heraus.

Der 570S und sein Schwestermodell als Alternativen zu McLarens Hochleistungssportwagen

Dass der Hersteller dazu die Leistungswerte des V8-Aggregats mit 419 KW (570 PS) nach unten anpasste, mochte sich positiv auf den im Normzyklus gemessenen Verbrauchswert von knapp unter elf Litern bemerkbar machen. Mit einer Standardspurtzeit von 3,2 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von fast 330 Stundenkilometern wurde der 570S dennoch dem McLaren-Image gerecht. Zumal viele der beim Einstiegsmodell verwendeten Komponenten wie das ultraleichte Karbonchassis ähnlich auch in den Rennwagen des Racing Teams von McLaren zum Einsatz kamen. Und wer im Alltag mit weniger Leistungsreserven zurechtkam, für den hatten die Briten mit dem Schwestermodell 540C immerhin noch eine weitere Alternative zu ihren V12-Hochleistungssportwagen im Neuwagenprogramm.

Technische Daten McLaren 570S

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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