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Nissan Qashqai

Klassiker der Kompakt-SUV als 5- und 7-Sitzer

Als Nissan im Jahr 2006 den Qashqai auf dem Pariser Autosalon präsentierte, waren die Kompakt-SUVs als neue Familienwagen gerade erst im Kommen. Somit ist der Nissan Qashqai Mitbegründer dieses noch recht jungen Segments und mit seinen drei Generationen regelmäßiger Impulsgeber und Vorreiter. Inzwischen ist der alltagstaugliche SUV zu einer echten Alternative zum Van, Kombi oder Premium-SUV herangewachsen. Ab 2021 gibt es keinen Diesel-Motor mehr, dafür ein Hybrid-Modell mit Elektro-Motor. Weiterlesen

Technische Daten

103 - 163 PS

Leistung

3.8 - 8.4 l/100 km

Verbrauch (komb.)

99 - 204 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

173 - 200km/h

Höchstgeschwindigkeit

8.9 - 13s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Video - Nissan Qashqai Steckbrief

Alternative Modelle

Ein japanischer Kompakt-SUV als europäischen Bestseller

Zum Start der Baureihe im Jahr 2006 führte Nissan den Quashqai in der ersten Generation als 5-Sitzer ein. Zwei Jahre später kamen zwei weitere Sitze in der Langversion hinzu, sodass das Auto Platz für sieben Personen bietet. Die zweite Generation ab 2014 bekam ein sportlicheres Design und die dritte Generation ab 2021 hat einen markeneigenen Elektro-Motor statt der Diesel an Bord. Somit entwickelte sich der Qashqai zu Nissans Bestseller in Europa und zum meistproduzierten Fahrzeug in Großbritannien, weil er genau den aktuellen Trend einer breiten Zielgruppe trifft. Hergestellt wird das Auto im englischen Washington und ist benannt nach dem iranischen Nomadenvolk “Kaschgai”. Im japanischen Heimatland trägt der Nissan Qashqai jedoch den Namen “Nissan Dualis”.

Erste Generation J10 (2006–2013) – Pragmatisch, flexibel, kompakt

Der Qashqai ist das erste Serienfahrzeug von Nissan, das im 2003 neu eröffneten Nissan Design Center Europe in London entworfen wurde. Bereits 2004 präsentierte der Hersteller ein Konzeptfahrzeug auf dem Genfer Auto-Salon, aus dem zwei Jahre später der Nissan Qashqai hervorging. Das Fahrzeug positionierte sich als Kompakt-SUV zwischen dem klassischen SUV Nissan X-Trail und dem Kompaktwagen Nissan Tiida Nissan Tiida. Die rundliche Karosserie, das kantige Heck und der dezente Offroad-Look verleihen der ersten Qashqai-Generation eher einen pragmatischen Eindruck, anstatt dem trendigen Erscheinungsbild eines schicken SUVs. Mit der Modellpflege im Frühjahr 2010 passte der Hersteller zumindest Front und Heck an die aktuelle Designlinie von Nissan an, die zweite Modellreihe ab 2013 kam dann schon etwas sportlicher daher. Dafür punktet der rund 4,30 m lange und 1,78 m breite SUV mit einer überdurchschnittlichen Grundausstattung und Platz für rund 400 Liter Zuladung. Mit der Einführung des Qushqai+2 ist der Wagen noch einmal um rund 24 cm in die Länge gewachsen, wodurch sich die Zuladung um etwa 100 Liter erhöhte und seitdem eine dritte Sitzreihe im Kofferraum Platz findet.

Große Auswahl bei Ausstattung & Motoren

Damit der Qashqai bei vielen verschiedenen Zielgruppen Anklang findet, stattete der Hersteller den beliebten Wagen mit verschiedenen Motoren aus. Zunächst konnten die Käufer zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Dann zwischen Benzinern und Diesel-Motoren, wobei die Benziner mit 1,6 oder 2,0 Litern Hubraum zwischen 84 kW (114 PS) und 104 kW (141 PS) auf die Straße bringen und dabei 6,7 bis 8,4 Liter Benzin pro 100 km verbrauchen. Die Diesel-Varianten gibt es mit 1,5, 1,6 und 2,0 Litern Hubraum sowie einer Leistung zwischen 76 kW (103 PS) und 110 kW (150 PS). Hier beläuft sich der Kraftstoffverbrauch auf 5,2 bis 7,8 Liter Sprit auf 100 km. Die CO2-Emissionen liegen zwischen 139 und 208 g/km. Standardmäßig ist das Sechsgang-Schaltgetriebe verbaut, die größeren Modelle mit 2,0 Litern Hubraum gibt es auch mit einem stufenlosen CVT-Getriebe. In der Basisversion ist der Wagen mit einer manuellen Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet, wobei mit den Ausstattungslinien Visia, Acenta und Tekna weitere Funktionen individuell zugebucht werden konnten. Vor allem in Sachen Sicherheit kann der Nissan Qashqai punkten, immerhin erreichte er beim Euro-NCAP-Crashtest 36,8 von 37 möglichen Punkten im Bereich Insassenschutz – das beste Ergebnis in über zehn Jahren Crashtests.

Ausstattungspakete für die erste Generation:

  • Nissan Qashqai Visia: Bordcomputer, beheizbare Außenspiegel, Multifunktionslenkrad, automatische Türverriegelung nach dem Anfahren
  • Nissan Qashqai Acenta: Nebelscheinwerfer, Tempomat, Zweizonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad, anklappbare Außenspiegel in Wagenfarbe, zwei Getränkehalter
  • Nissan Qashqai Tekna: Lederausstattung, Xenon-Licht, Panorama-Glasdach, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Keyless Zugangs- & Startsystem

Zweite Generation J11 (2014–2021) – Sportlichere Erscheinung mit mehr Power

Mit einer sportlicheren Optik und technischen Innovationen startete der erfolgreiche SUV 2013 in die zweite Runde. Allerdings flog dabei der Qashqai+2 als 7-Sitzer aus dem Programm. Der 5-Sitzer bekam einen neuen Look, der dank schärfer gezeichneten Linien und einem dynamischeren Design mehr nach modernem SUV aussieht. In Deutschland erfolgte die Markteinführung nach der Premiere im November 2013 dann drei Monate später. Wieder stammen die Fahrzeuge aus dem Nissan-Werk im britischen Washington. Bei den Vierzylinder-Motoren ist der Hubraum sowohl bei den Benzinern als auch bei den Diesel-Fahrzeugen etwas geschrumpft. 2,0 Liter gibt es seit 2013 nur noch in Russland. Alle anderen müssen sich mit einem 1.2, 1.3 bzw. 1.6 DIG-T-Motor bei den Ottomotoren oder einem 1.5, 1.6 bzw. 1.7 dCi-Motor bei den Dieseln zufrieden geben. Während das Leistungsspektrum bei den Diesel-Motoren vergleichbar mit der ersten Generation ist, bringt das Topmodell der Benzin-Motoren mit 1,6 Litern Hubraum nun 120 kW (163 PS) auf die Straße. Allradantrieb ist nur noch bei den größeren Diesel-Varianten zu finden, der Rest fährt mit Frontantrieb. Eine Dachreling, Seitenschweller, Dachkantenspoiler und optischer Unterfahrschutz verleihen dem neuen Nissan Qashqai eine sportlichere Erscheinung. Zusätzlich ist er in der Länge und Breite etwas gewachsen, dafür jedoch nicht mehr so hoch wie sein Vorgänger. Auch bei der Ausstattung hat die neue Generation mehr zu bieten, sogar eine neue Ausstattungslinie mit Einparktechnik kam im Modelljahr 2014 hinzu.

Ausstattungspakete für die zweite Generation:

  • Nissan Qashqai Visia: Seitenairbags vorn, Kopfairbags vorn & hinten, Berganfahrhilfe, Seitenfenster mit Chromeinfassungen, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, USB-Schnittstellen
  • Nissan Qashqai Acenta: Ambientenbeleuchtung, Einparkhilfe vorn & hinten, Fahrerassistenz-Paket mit Notbrems-Assistent, Spurhalte-Assistent & Verkehrszeichenerkennung, Regensensor, beheizbare Vordersitze, Fahrlichtautomatik
  • Nissan Qashqai N-Connecta: vier Kameras, Monitor für Rundumsicht, Überblick aus der Vogelperspektive, aktiver Einparkassistent, 18-Zoll-Alufelgen, Navigationssystem
  • Nissan Qashqai N-Vision: elektrisch einstellbarer Fahrersitz, Leder-Alcantara-Sitze
  • Nissan Qashqai Tekna: Ledersitze, LED-Scheinwerfer, 19-Zoll-Alufelgen, beheizbare Frontscheibe, Panorama-Glasdach

Neue Top-Ausstattung Tekna+ nach Modellüberabeitung 2017

Auf dem Genfer Auto-Salon 2017 zeigte sich der Qashqai nach seiner Modellüberarbeitung. Während sich die Optik außer leichten Retuschen an Front- und Heckschürze bzw. schmaler angelegten Scheinwerfern kaum vom Vorgänger unterscheidet, gibt es bei der Ausstattung und den Motoren wichtige Änderungen. So führte der Hersteller mit Tekna+ eine neue Top-Ausstattung mit weiteren Fahrerassistenz-Systemen ein – mit Müdigkeitswarner, Einparkassistent und Totwinkelüberwachung. Der Spitzen-Benziner erhielt ein neues Doppelkupplungsgetriebe, während kleinere Motoren an die Abgasnorm Euro 6d-TEMP angepasst wurden.

Dritte Generation (ab 2021) – Plug-in-Hybrid ersetzt Diesel-Fahrzeuge

Eigentlich sollte die neue Qashqai-Generation schon Ende 2020 bei den Händlern stehen, doch durch Corona wurde die Produktion auf April 2021 verschoben. Während die Abmessungen des Wagens ähnlich bleiben, setzt der Hersteller bei der CMF/C-Plattform (der gleichen Plattform wie beim Renault Scénic, Nissan X-Trail und Renault Kadjar) auf eine leichtere Konstruktion, Türen, Kotflügel und Motorhaube aus Aluminium sowie einen Kofferraumdeckel aus Kunststoff. So bringt der neue Qashqai trotz neuer Ausstattung rund 20 kg weniger auf die Waage. In der Karosserie mit stärker abfallender Dachlinie verbergen sich 74 Liter mehr Stauraum als bisher sowie ein moderner gestaltetes Cockpit mit Head-up-Display, 9-Zoll-Touchscreen und Lenkradheizung. Unter der Motorhaube wird es keine Diesel-Variante mehr geben, dafür elektrifizierte Motoren als Mildhybride und Plug-in-Hybride. Reine Elektromodelle sind vorerst nicht geplant.

Fazit

Zwar gehört der Nissan Qashqai mit seinen drei Generationen zu den ältesten Vertretern der Kompakt-SUVs, allerdings hat er über die Jahre ordentlich Konkurrenz bekommen. Vor allem der Bestseller VW Tiguan gräbt dem japanischen Modell potenzielle Käufer ab. Zwar ist der Volkswagen teurer und schwerer als der Qashqai, doch in Komfort, Ergonomie und Raumnutzung kann er ihm nicht ganz das Wasser reichen. Die beiden Schwesternmodelle SEAT Ateca und Skoda Karoq machen dem Nissan ebenfalls das Leben schwer, doch dafür hat er im Vergleich mit dem eigenen Schwesternmodell Renault Kadjar dank etwas mehr Power knapp die Nase vorn. Wer im Alltag gern einen SUV fahren möchte, dabei Wert auf eine komfortable Ausstattung im modernen Design legt und zusätzlich auf den Preis achten muss, der ist mit einem gebrauchten Qashqai gut beraten.

Fahrzeugbewertungen zu Nissan Qashqai

136 Bewertungen

4,7