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Spyker

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Informationen zu Spyker Cars

Spyker Cars ist eine Sportwagen-Marke des niederländischen Unternehmens Spyker N.V., das einstmalig als Spyker Cars N.V. und Swedish Automobile N.V. bekannt war. Der Hersteller geht ebenso wie sein Logo in Form eines Flugzeug-Kreiskolbenmotors auf die altertümliche Firma Spyker zurück, die 1880 bis 1926 Kutschen und im ersten Weltkrieg Flugzeuge herstellte. Aus dieser Zeit stammt auch noch das Firmenmotto „Nulla tenaci invia est via“, das aus dem Lateinischen übersetzt „Für den Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar“ bedeutet. Dennoch ist die kurze Geschichte des Unternehmens seit seiner Gründung im Jahr 1999 reich an Höhen und weit mehr an Tiefen. So stürzte es durch die Übernahme von Saab Automobile beinahe in den völligen Bankrott, zumindest meldete der Inhaber Muller im Jahr 2014 Insolvenz an. Wie sich im Dezember 2014 jedoch herausstellte, kam diese Meldung jedoch auch mit Vorbedacht wegen der Absicht, das Unternehmen vom finanziellen Druck seiner Schuldner zeitweise zu befreien und es in diesem Zuge wieder auf die Beine zu stellen. Anfang 2015 nahm Muller die Bankrotterklärung zurück und kündigte an, seine exklusiven Sportwagen weiterhin zu produzieren.

So hat alles angefangen

Die Wiederbelebung des ehemaligen Unternehmens Spyker zu Zeiten des ersten Weltkriegs kam durch den Multimillionär Victor R. Muller und den Ingenieur Maarten de Bruijn zustande, die die Marke aufkauften und daraus die Sportwagen-Manufaktur Spyker Automobielen gründeten, die gemeinhin als Spyker Cars bekannt ist. Als Partner bei Entwicklung, Design und Produktion beteiligte sich die Wilhelm Karmann GmbH. Die Produktionsstätte für Renn- und Straßenautos wurde in Zeewolde aufgebaut. De Bruijn begann zunächst einige Modelle des Prototypen Spyker Silvestris V8 zu bauen, bevor es ab dem Jahr 2000 daran ging, auf dessen Basis das bekannteste Modell des Unternehmens, den Spyker C8, zu entwickeln, der vor allem durch seinen riesigen Lufteinlass in der Mitte der Motorhaube auffällt. Dieser ist bis heute als Spyder/Roadster, also mit offenem Verdeck, oder als Laviolette (benannt nach dem ehemaligen Spyker-Techniker Joseph Laviolette) mit elegantem Glasdach erhältlich.

Die Motorisierung des Spyker C8 besteht aus einem 4,2-Liter-Achtzylinder-Benziner von Audi, der bis zu 298 kW (406 PS) leistet, in etwa 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und das Fahrzeug auf eine Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h bringt. Von 2002 bis 2006 kam die Variante Spyker C8 Double 12 S hinzu, die über einen längeren Radstand verfügte sowie über die Leistungsstufen I bis V, die je nach Kundenbedarf eingerichtet wurden. In den Jahren 2003 bis 2007 ergänzte der Spyker C8 Spyder T das Portfolio – dank Twin-Turbolader beschleunigte dieser in rund vier Sekunden von 0 auf 100 km/h.

2006 und 2007 kamen schließlich die beiden Topmodelle des Spyker C-Modells hinzu, allerdings hatte der Chefdesigner und Mitgründer De Bruijn das Unternehmen inzwischen verlassen: Der Spyker C12 La Turbie war mit einem Zwölfzylindermotor zu 368 kW (500 PS) ausgestattet und knackte die Vier-Sekunden-Marke der 100-km/h-Beschleunigung. Kurz darauf folgte das Modell Spyker C12 Zagato, das zwar auf dem C12 La Turbie basierte, jedoch von der italienischen Design-Firma Zagato gezeichnet und noch etwas leistungsstärker war. Der C12 Zagato gilt als das exklusivste Sportwagenmodell von Spyker N.V. Aus Kostengründen wird die Montage der Straßenautos seit Ende 2009 bei einer Fremdfirma in Coventry durchgeführt. Mittels einer Webcam kann der Kunde den Bau seines Fahrzeugs über das Internet verfolgen.

Spyker im Rennsport

Im September 2006 kaufte Spyker das Midland F1 Team und nahm noch im selben Jahr an drei Rennen als Spyker MF1 teil. 2007 ging der Hersteller mit Ferrari-Motoren als Spyker F1 an den Start. Das Team konnte wegen mehrfachen Ausfällen jedoch kaum Erfolge für sich verbuchen, so dass der Rennstall zum Saisonende wegen finanzieller Schwierigkeiten wieder verkauft wurde. Das Team wurde daraufhin umbenannt in „Force India“.

Spyker, Saab und die Krise

Der schwedische Autohersteller Saab Automobile war bereits seit längerem in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Nachdem Saab in den Jahren 2000 bis 2010 als Tochterunternehmen von GM General Motors firmiert hatte, zeigte sich 2009 erst der Sportwagenhersteller Koenigsegg an einer Übernahme interessiert, machte aber letztendlich einen Rückzieher. Im Dezember 2009 brachte sich schließlich Spyker als potentieller Käufer ins Gespräch und schloss im Januar 2010 den Vertrag zur verbindlichen Übernahme von Saab Automobile ab.

Die Nachfolgegesellschaft Saab Spyker Automobile kam jedoch bald erneut in finanzielle Schwierigkeiten, so dass Spyker im Februar 2011 Überlegungen anstellte, das ebenfalls verlustbringende Sportwagengeschäft einzustellen, um sich schwerpunktmäßig auf Saab zu konzentrieren. Als die Saab-Zulieferer bereits im März 2011 wegen ausbleibender Zahlungen begannen, die Lieferungen von Komponenten an das Saab-Werk in Trollhättän einzustellen, verschärfte sich die Krise zusehends – das änderte auch nicht der Verkauf bereits vorhandener Aktiva und selbst die Suche nach Investoren blieb lange Zeit erfolglos. Am 28. Oktober 2011 wurde bekannt, dass die beiden chinesischen Unternehmen Youngman und Pang Da von der Muttergesellschaft Swedish Automobile für 100 Millionen Euro sämtliche Saab-Aktien übernehmen wollen. Am 19. Dezember 2011 musste Saab dennoch Insolvenz anmelden, da General Motors als vorheriger Besitzer alle Rettungspläne für den schwedischen Autobauer zurückgewiesen hatte. Dessen Zustimmung wäre für die Rettung notwendig gewesen, da Saab aus der gemeinsamen Zeit noch einige Patente nutzte, die nicht auf Spyker übergegangen waren. Während dieser Zeit kündigte Spyker weiterhin mehrfach an, seine Sportwagensparte veräußern zu wollen, allerdings kam es nie dazu. Schließlich wurde Saab im Juni 2012 an die chinesisch-schwedische Investmentgruppe National Electric Vehicle Sweden (NEVS) verkauft.

Spykers zweite Krise und Erholung

Zunächst schien sich Spyker N.V. wieder zu erholen. So wurde beispielsweise im April 2013 nach vier Jahren Pause endlich wieder ein Konzeptfahrzeug auf der Geneva Motor Show der Öffentlichkeit vorgestellt: der Spyker B6 Venator, ein Mittelmotor-Sportwagen mit Sechszylinderaggregat, das 280 kW (380 PS) leistet. Im Dezember 2014 geriet Spyker jedoch erneut bzw. immer noch in finanzielle Schwierigkeiten. Da das Unternehmen keinen Schutz gegen die Forderungen seiner Gläubiger hatte, meldete Victor Muller am 18. Dezember ein weiteres Mal Insolvenz an, jedoch wurde der Antrag vom Gericht zurückgewiesen, was bedeutete, dass Spyker doch noch einen Schutz gegenüber seinen Schulden gefunden hatte, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen: Der Retter in der Not wurde lange Zeit geheim gehalten, bis Mitte 2015 bekannt wurde, dass es sich dabei um das US-amerikanische Unternehmen Volta Volare handelt. Nun konnte sich endlich auf eine Übereinkunft mit den Gläubigern geeinigt werden, so dass Spyker am 29. Juli 2015 offiziell bekannt gab, aus allen Schulden heraus zu sein und seine Geschäfte neu zu starten.