Comeback einer Ikone: Der Smart Fortwo kommt zurück

Todgesagte leben bekanntlich länger. Ab 2026 scheint das auch für den Smart Fortwo zu gelten. Die Kleinwagen-Ikone kehrt rein elektrisch nach Europa zurück, soll Smart #2 heißen und wird unter Geely-Führung in China gebaut. Vorgestellt wird der Flitzer auf der IAA in München.

Er war schon so etwas wie der Liebling der Massen. Der kleine Smart Fortwo, der 1998 unter Mercedes-Regie auf den Markt kam. Schnell eroberte der nur 2,50 Meter kurze Flitzer die europäischen Städte. Bis 2024 wurden insgesamt 2,2 Millionen Stück produziert – die Länge wuchs über die Bauzeit auf 2,70 Meter an.

1920 hashtag2 porfolio 16 9

Die Rückkehr des Smart Fortwo als #2

Dimensionen, mit denen das aktuelle Smart-Programm nicht mithalten kann. Hashtag 1, 3 und 5 sind ausgewachsene SUVs. Und auch preislich sind die Stromer kein Geschenk. Ab 37.000 Euro geht die Reise mit dem Smart #1 los, der an den Mercedes EQB erinnernde Smart #5 kostet schon ab 46.000 Euro. Zur diesjährigen IAA in München (9.-14.09.2025) will das chinesisch-deutsche Joint-Venture nun wieder vermehrt ihre ehemalige Zielgruppe ansprechen.

Offizielle Teaserbilder verkünden die Rückkehr des Stadtflitzers als #2, die Markteinführung soll im Laufe des kommenden Jahres erfolgen. Wie teuer der Smart Fortwo Nachfolger werden wird, ist auch wegen der verhängten China-Strafzölle durch Europa unklar. Denn produziert wird der #2 ausschließlich im Reich der Mitte. Bereits vor einigen Jahren soll die Entwicklung des „project:two“ begonnen haben, so Dirk Adelmann, CEO von Smart Europa.

1920 16 9 hashtag2-reveal

Bisherige Verkaufszahlen sind ernüchternd

Man werde mit dem Stadtflitzer eine neue Ära der individuellen urbanen Mobilität prägen. Ob das der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Aktuell liegen die Neuzulassungszahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einschließlich Juli 2025 wurden in Deutschland lediglich 2.362 Smarts neu zugelassen – darunter auch sechs alte Smart Fortwo. (Text: tv | Bilder: Hersteller)

Artikel teilen

vogelhuber.avif

Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

Alle Artikel

Alle ansehen
Generation 34 Front 16zu9 (002)

VW Multivan und California: Schönheits-OP für den Bulli

VW hat Multivan und California zur Beautykur geschickt. Sie erhalten eine neue Frontpartie, neue Farben, neue Räder und ein moderneres Cockpit mit 12,9-Zoll-Screen. Spannend: Bei den Motoren gibt es keine Neuerungen. Der Multivan startet bei 57.465 Euro, der California bei 66.087 Euro.

Mehr lesen
VW Multivan und California: Schönheits-OP für den Bulli
092 BYD DOLPHIN G

BYD Dolphin G DM-i: Der Kleine mit dem Riesen-Akku

Plug-in-Hybride galten in Kleinwagen lange als unmöglich. Zu teuer, zu schwer, kein Platz. Doch BYD zeigt mit dem Dolphin G DM-i jetzt mit riesigen Batterien, wie die Pendler-Zukunft aussehen kann. Die Blade-Batterie bietet bis zu 105 Kilometer Reichweite. Preise nennt BYD bislang noch nicht.

Mehr lesen
BYD Dolphin G DM-i: Der Kleine mit dem Riesen-Akku
VW Caddy Facelift 2026 1

VW Caddy Facelift: Mehr Golf für Handwerker, Familien und Camper

VW überarbeitet den Caddy. Das Facelift fällt außen dezent aus, bringt innen aber deutlich mehr Modernität. Innen gibt es nun ein freistehendes 12,9-Zoll-Display und das Digital Cockpit Pro. Beim Antrieb bleibt es bei Benzinern, Dieseln und dem eHybrid. Die Preise starten bei 26.480 Euro netto.

Mehr lesen
VW Caddy Facelift: Mehr Golf für Handwerker, Familien und Camper