(Update) Volkswagen Golf 8 Facelift wird günstiger

Der neue VW Golf 8.5 auf einen Blick
- Neues Lichtdesign mit beleuchtetem VW-Logo
- Überarbeitetes Infotainment-System
- Lenkrad wieder mit echten Tasten
- Golf GTI jetzt mit 265 PS
- eHybrid und GTE mit bis zu 100 km Reichweite
Aktualisiert am 23.02.2024
Nach dem Lifting sinken die Preise: Ab 27.180 Euro ist ab sofort der überarbeitete VW Golf bestellbar. Der zeitgleich eingeführte Kombi Variant kostet 28.280 Euro. In der Basisvariante zählen unter anderem digitale Instrumente und LED-Licht zur Ausstattung. Alternativ sind die Varianten „Life“ (ab 29.280 Euro) und „Style“ (ab 34.250 Euro) sowie das Sondermodell „Edition 50“ (ab 36.820 Euro) zu haben. Letzteres bietet zum 50. Geburtstag der Baureihe unter anderem das größte Infotainmentsystem und 18-Zoll-Felgen.
Für den Antrieb stehen zunächst zwei Benziner zur Wahl, die auf Wunsch mit Mildhybridtechnik und Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar sind. Weitere Benziner sowie Diesel und Plug-in-Hybride werden nachgereicht. Vor dem Facelift kostete das Kompaktmodell mindestens 29.725 Euro, allerdings waren zu diesem Kurs bereits Extras wie beispielsweise Alufelgen und ein Lederlenkrad an Bord. Zwar sinken die Preise auf den ersten Blick, 2020 war der schwächste Basis-Golf aber noch für knapp unter 20.000 Euro zu haben. (tv, hh/sp-x)
Ursprünglicher Artikel vom 24.01.2024
Gruß vom Markenchef
Der neue Volkswagen Golf kommt „mit noch mehr Effizienz, Komfort, Wertigkeit und neuem Bedienkonzept. Mehr Golf geht nicht.“ Äußert sich VW-Markenchef Thomas Schäfer zur großangelegten Überarbeitung des Wolfsburger Kompaktwagens. Ob dem wirklich so ist, werden die Kunden dem Autobauer sicherlich noch im Laufe des Jahres rückmelden. Geplant ist die Markteinführung des „Golf 8.5“ Facelifts über alle Varianten hinweg ab Juli 2024 (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)².
Jetzt lesen: Fahrbericht Golf 8 GTI "Clubsport"
Mehr Licht, weniger Schatten
Der wahrscheinlich letzte Verbrenner-Golf wurde dabei äußerlich vor allem in Details überarbeitet. Die neu gezeichneten LED-Hauptscheinwerfer werden optional durch eine neue LED-Spange und erstmals in Europa durch ein illuminiertes VW-Logo erweitert. Neben den bekannten Leuchten gibt es die Option auf sogenannte Performance-Scheinwerfer und IQ.Light LED-Matrixscheinwerfer. Werden diese bestellt, erstrahlen die Rückleuchten ebenfalls in einem neuen 3D-Design. Um den Golf 8.5 noch deutlicher vom Vor-Facelift abzugrenzen, stellt Volkswagen außerdem neue Lackierungen und Felgendesigns in Aussicht. Für die Modelle GTI, GTE und R-Line kann zusätzlich ein in schwarz lackiertes Dach bestellt werden.
Golf 8 Facelift mit besserer Bedienung
Allerdings war das Äußere auch bisher nicht das größte Problem des Volkswagen Golf 8. Kunden störten sich eher an der mangelhaften Qualitätsanmutung im Innenraum und an einer gleichermaßen umständlichen Bedienung. Letztere soll nun vom Wechsel auf den neu entwickelten Modularen Infotainmentbaukasten 4 (MIB4) profitieren. Die Handhabung (wir konnten uns das schon live beim VW ID.7 ansehen) soll sich signifikant vereinfacht und verbessert haben – meint Volkswagen. Dazu bieten die Wolfsburger nun optional ein deutlich größeres 12,9 Zoll Touchdisplay an (Serie 10,4 Zoll), das über „Top- und Bottom-Bars“ verfügt. Diese festen Menüriegel erlauben Schnellzugriffe auf fahrzeugrelevante Einstellungen und die Klimasteuerung – ohne, dass man allzu tief in das Bediensystem eintauchen muss. Wer nicht händisch arbeiten will, kann außerdem den überarbeiteten Sprachassistenten IDA nutzen, der Unterstützung von der KI-Software ChatGPT erhält.
Zur neuen Bedienstrategie von Wolfsburg zählt auch die Rückbesinnung auf echte Tasten am Lenkrad. Die fummeligen Touchfelder gehören im Golf ab Juli der Vergangenheit an und werden ersetzt durch neue „alte“ Bedienelemente, wie man sie etwa aus dem Passat B8 oder Golf 7 kannte und kennt. Last, but not least: Unterhalb des Infotainment-Bildschirms gibt es nach nur vier Jahren auf dem Markt endlich beleuchtete Touchslider für die Lautstärken- und Temperaturregelung. Noch mehr Fahrer-Informationen liefern das serienmäßige Digitalcockpit Pro und das optionale Head-up Display.
Plug-in-Hybride mit mehr Reichweite, stärkerer GTI
Die größten Änderungen bei den Antrieben betreffen derweil die beiden Plug-in Hybride (PHEV) mit dem Namen eHybrid und GTE. Beide Teilzeitstromer bekommen eine deutlich größere Batterie mit einer Nettokapazität von jetzt 19,7 statt 10,6 kWh. Die WLTP-Reichweite soll laut Hersteller bis zu 100 Kilometer betragen, wobei Volkswagen bisher keine offiziellen Homologationswerte veröffentlicht hat. Die beiden PHEVs laden nun mit bis zu 11 statt 3,6 kW an der heimischen AC-Wallbox, unterwegs können fortan außerdem DC-Schnellladesäulen angesteuert werden. Die maximale DC-Ladeleistung beträgt bis zu 50 kW. Indes steigt die Systemleistung des GTE von 180 kW/245 auf bis zu 200 kW/272 System-PS. Der Golf eHybrid leistet unverändert bis zu 150 kW/204 PS.
Auch der reguläre Golf GTI profitiert von einer Leistungsspritze. Sein 2,0-Liter-TSI kommt jetzt auf 265 PS – bisher waren es 245 PS. Weiterhin im Programm bleiben unterschiedlich starke Diesel, Benziner und Mildhybride. Die 4Motion Allrad-Modelle starten später. Hier eine Übersicht:*
| Motorsystem plus Karosserieversion | Leistung (kW / PS) | Getriebe | Antriebsart |
|---|---|---|---|
| 1.5 eTSI (Golf / Golf Variant) | 85 / 115 | 7-Gang-DSG | Front |
| 1.5 eTSI (Golf / Golf Variant) | 110 / 150 | 7-Gang-DSG | Front |
| eHybrid (Golf) | 150 / 204 | 6-Gang-eDSG | Front |
| GTE (Golf) | 200 / 272 | 6-Gang-eDSG | Front |
| 1.5 TSI (Golf / Golf Variant) | 85 / 115 | 6-Gang manuell | Front |
| 1.5 TSI (Golf / Golf Variant) | 110 / 150 | 6-Gang manuell | Front |
| 2.0 TSI (Golf GTI) | 195 / 265 | 7-Gang-DSG | Front |
| 2.0 TDI (Golf / Golf Variant) | 85 / 115 | 6-Gang manuell | Front |
| 2.0 TDI (Golf / Golf Variant) | 110 / 150 | 7-Gang-DSG | Front |
*Herstellerangaben, Vorserienwerte, Homologation ausstehend²
Marktstart und Preise
Wie eingangs erwähnt, startet Volkswagen den Verkauf des rundumerneuerten Golf 8 ab Juli 2024. Ab Sommer werden dann nach und nach alle Modellvarianten auf das Facelift umgestellt. Neben dem normalen Golf wird auch der Golf Variant weiterhin angeboten. Informationen zu Neuerungen bei den Modellen Golf Alltrack und Golf R stehen allerdings noch aus. Zu Preisen äußert sich der Hersteller bislang nicht. Der Golf 8 in der Basisvariante startete in Deutschland zuletzt bei 29.275 Euro. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)
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