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BMW 1er

BMW 1er

Der kompakte Einstieg in die BMW-Welt

Der BMW 1er bzw. im Käuferjargon auch 1er BMW stellt bei dem Hersteller aus München seit Mitte der 2000er Jahre das Kompakt- und Einstiegsmodell der 1er BMW-Flotte. Das Modell geht streng genommen auf den früheren BMW Compact zurück – einem Ableger des damaligen BMW 3er in den 1990ern. Der 1er ist wiederum ein Ahn des BMW 2er, mit dem BMW später die Versionen des 1er Coupé und Cabrio ausgliederte. Der 1er selbst ist seither nur noch als Kombilimousine erhältlich. Mehr zum 1er BMW im Folgenden. Weiterlesen

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BMW 1er: Als der BMW Compact eigenständig wurde

Erstmals im Handel stand der BMW 1er im September 2004. Damals stellte BMW mit dem intern E87 genannten Fahrzeug die 1. Generation des neuen Kompaktmodells vor. Das Kürzel E87 ist allerdings nicht ganz korrekt: Es stand allein für den Fünftürer. Zum Mai 2007 folgte der BMW 1er Dreitürer (intern E81) und im November des gleichen Jahres das BMW 1er Coupé (intern E82). Komplettiert wurde die 1. Generation im April 2008 mit dem BMW 1er Cabrio (intern E 88).

Auch dessen Produktion erfolgte nicht an einem Ort: Während BMW den 1er Fünftürer in Regensburg fertigt, entstehen 1er Dreitürer, 1er Coupé sowie 1er Cabrio in Leipzig. Gemein war allen Modellen der für einen Kompakten untypische Einbau des Motors längs hinter der Vorderachse. Hier folgte der Autobauer seiner eigenen Tradition. Obendrein erfolgte die Kraftübertragung – typisch BMW – per Heckantrieb. Ein weiteres Highlight des BMW 1er E87 ist außerdem der erhältliche Reihensechszylinder, der in diesem Segment weltweit einzigartig war.

Das Design des ersten BMW 1er E87 war an die Mittelklasse BMW 3er angelehnt, denn der erste BMW 1er geht zurück auf den früheren BMW Compact von 1994 bis 2004 – eine kürzere und dreitürige Schrägheck-Version der BMW 3er-Generationen E36 und E46. An diesen schloss der neue BMW 1er schließlich nahtlos an. Typisch für den ersten 1er waren die dominante BMW-Niere bzw. Kühlergrill, eine lange Motorhaube, ein recht langer Radstand bei eher kurzen Überhängen sowie der sogenannte (doppelte) Hofmeister-Knick in der C-Säule. Neu kostete der erste BMW 1er damals je nach Version und Ausstattung zwischen 20.000 und 50.000 €. Als BMW 1er Gebrauchtwagen ist die Generation heute schon für rund 4.000 € erhältlich.

BMW 1er: Der Kompakte stellt das Einstiegsmodell

Dem E87 folgte 2011 mit dem F20 die 2. und bis heute aktuelle Generation, wobei das interne Kürzel F20 wieder nur für den Fünftürer gilt. Parallel ist die 2. Generation als Dreitürer (intern F21) zu ordern, aber nicht mehr als Coupé und Cabrio. Diese Modelle gliederte der Münchner Autobauer 2014 in seine neue Modellreihe BMW 2er aus. Sie ist technisch eng mit dem 1er verwandt, zeigt jedoch ein eigenes Design. Der BMW 1er behielt seine bekannte Linienführung mit der langen Front, den kurzen Überhängen und dem Steilheck. Was ebenfalls blieb, ist der BMW-typische Heckantrieb. Der F20 ist eng verwandt mit dem BMW 3er: So ist die Plattform mit der des alten BMW 3er F30 identisch. In den Abmessungen sind BMW 1er Dreitürer und BMW 1er Fünftürer übrigens auf den Millimeter gleich. Beide Version messen jeweils 4.324 mm in der Länge sowie 1.984 mm in der Breite und 1.421 mm in der Höhe. Den Radstand verrät BMW mit 2.690 mm, das Ladevolumen des Kofferraums mit 360 bis 1.200 l.

Die Produktion der aktuellen Generation erfolgt wie zuvor in Regensburg und Leipzig. Preise beginnen (Stand 122018) hier bei 25.700 € für den Dreitürer bzw. 26.450 € für den Fünftürer. Ist der BMW 1er gebraucht, lässt sich die Generation hingegen ab 10.000 € erwerben. Der Grund für die niedrigen Preise dürfte dem langen Verkaufszeitraum geschuldet sein.

Der neue 1er soll – entgegen der Tradition sogar mit Frontantrieb – 2019 Premiere feiern. In China und Mexiko ist seit 2017 bzw. 2018 eine BMW 1er Limousine mit klassischem Stufenheck erhältlich. Das intern F52 genannte Modell hat mit dem hiesigen BMW 1er bis auf den Namen nichts gemeinsam. Als Basis dient dem chinesischen 1er die Plattform UKL2, auf welcher auch der MINI sowie der BMW X1 2. Generation aufbauen. Diese ist im Gegensatz zum europäischen Modell auf Front- statt Heckantrieb ausgelegt. Als Motoren sind allein Benziner erhältlich, während hierzulande auch Dieselvarianten angeboten werden.

Benziner und Diesel: Die Motoren des BMW 1er

Die Auswahl an Motoren für den BMW-Kompakten ist recht üppig. Zur Option stehen gleich fünf Benziner sowie obendrein vier Diesel. Die Ottomotoren liefern zwischen 109 und 340 PS, die Selbstzünder zwischen 116 und 224 PS. Damit gilt der BMW 1er als gut motorisiert, was bei einem Hersteller wie BMW mit einem eher sportlichen Image aber nicht überrascht. Hervorzuheben in puncto Motorleistung ist übrigens die „M-Version“ BMW M140i. Dieser ist ein Sechszylinder in Reihe verbaut, der aus drei Litern Hubraum und dank Twinturbo 340 PS sowie 500 Nm leistet. Serie bei diesem Motor ist generell die Steptronic-Sportautomatik mit acht Stufen sowie Heckantrieb. Auf Wunsch ist der M140i außerdem mit Allrad erhältlich.

So beschleunigt das 1er Topmodell in nur 4,8 Sekunden von null auf Tempo 100. Spitze: 250 km/h. Dafür verbraucht der Sechszylinder allerdings auch 7,8 l/100 km, was einer CO2-Emission von 179 g/km entspricht. Zum Vergleich: Dem sparsamsten Diesel, dem BMW 116d, reichen 4,2 l/100 km (CO2: 111 g/km). Ein richtiges M-Modell gibt es mit dem aktuellen 1er übrigens nicht mehr. Dieses hält BMW seiner neuen 2er-Baureihe vor. Diese leistet als M2 Competition 410 PS bei 550 Nm.

Was sind Konkurrenzmodelle des 1er BMW?

Konkurrenzmodelle findet der BMW 1er schließlich in den Kompaktmodellen anderer Hersteller, wobei hier vor allem die Premium-Marken zu nennen sind. Das grenzt die Konkurrenz deutlich auf die Mercedes A-Klasse, Audi A3, Lexus CT oder Volvo V40 ein. Deutlich günstigere Konkurrenzmodelle – ohne Premium-Charakter – sind der VW Golf, Ford Focus, Kia Ceed, Mazda3 oder Renault Mégane.

Vergleicht man die naheliegenden Konkurrenten – Audi A3, Ford Focus und Mercedes A-Klasse – miteinander, zeigen sich Unterschiede. Technisch ist der Audi A3 beispielsweise komplett neu aufgestellt: Leichtbaukarosserie, Entertainment und Navigation aus dem A6 und A8 sowie effizientere Diesel- und Ottomotoren. Er verspricht – je nach Modell und Antrieb – zwischen 116 (85 kW) und 300 PS (221 kW), wird jedoch oft hinsichtlich seines hohen Preises von mindestens 23.300 € kritisiert. Im gleichen Zuge wird auch der BMW 1er mit mindestens 23.100 € Anschaffungspreis zu den teuren Kompakten zugeordnet. Der Ford Focus hingegen zeigt sich kostengünstiger, bietet jedoch wenig Platz für große Insassen auf den hinteren Rückbänken. Mit Leistungen zwischen 100 und 250 PS, einem Preis von 18.050 € und dem geringen Verbrauch von 4,8 l zeigt sich der Kompakte alltagstauglich. Letztlich präsentiert sich die Mercedes A-Klasse als Premium-Modell dementsprechend teuer: Mit Leistungen zwischen 122 und 211 PS sowie Höchstgeschwindigkeiten von 202 km/h bzw. 240 km/h kosten A-Klasse-Modelle 23.979 € Minimum.

Die Ausstattung des BMW 1er F20

Bezüglich der Ausstattung ist der BMW F20 ein typisches Premium-Modell. Zur Wahl stehen fünf Ausstattungslinien: Advantage, Sport Line, Sport Line Shadow, Metropolitan und M-Sport. Schon die Basisvariante Advantage bringt eine gute Serienausstattung mit. Zu dieser zählen:

  • Räder in 16 (optional bis 18) Zoll
  • Servotronic
  • Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion
  • Freisprecheinrichtung mit USB-Schnittstelle
  • Parkassistent

Letztere kosten jedoch bereits einen Aufpreis. Parallel sind diverse Pakete und Editionen erhältlich wie ein Entertainment-, Business- oder Navigationspaket, die jeweils spezielle Extras enthalten.

Die Sportversionen des BMW 1er bieten für Sportwagen-Fanatiker dagegen mehr optische Spielereien, sofern Käufer bereit sind, den Aufpreis zu zahlen. Folgende Ausstattungsmerkmale unterstreichen den Sportwagen-Charakter und sind gegen Aufpreis zu erwerben:

  • BMW Niere mit neun exklusiv gestalteten Längsstäben mit Stirnflächen in Schwarz hochglänzend
  • Nierenrahmen in Chrom hochglänzend
  • Seitlicher Schriftzug „Sport Line“
  • Endrohrblende in Schwarzchrom
  • Einstiegsleisten in Aluminium mit Schriftzug „BMW“
  • Sportsitze in Stoff 'Corner' Anthrazit mit Akzent Rot (alternativ Sportsitze in Leder 'Dakota' Schwarz mit Akzent Rot)

Speziell für Kunden, die primär geschäftlich unterwegs sind, ist die Version Metropolitan verfügbar. Hier können Käufer gegen Aufpreis mit folgendem In- und Exterieur in puncto Optik und Komfort aufrüsten:

  • BMW Navigationssystem Business
  • Rückfahrkamera
  • Speed Limit Info
  • Sitze in Stoff-/Lederkombination 'Path' Silber/Schwarz (alternativ Sitze in Leder 'Dakota' Oyster)
  • Sport-Lederlenkrad

Fazit

Im Visier des bayerischen Herstellers BMW stehen mit dem BMW 1er primär Fahrer, die sportlich unterwegs sind. Der Heckantrieb ist in dem Segment alles andere als üblich, ebenso wie der Sechszylinder mit 340 PS. Hier können nur die Konkurrenzmodelle von Audi und Mercedes in Form des RS3 bzw. A35 mithalten. Nicht zu vergessen ist bei den Premium-Modellen der hohe Preis: Der M140i kostet neu 48.400 € – mit Allrad sogar fast 50.500 €. Ein entsprechendes Einkommen ist daher Voraussetzung, was sogar bei Finanzierung oder Leasing gilt. Mit dem BMW 1er erhalten Käufer ein Auto, das nicht jeder fährt und sportlichen Fahrspaß verspricht. Gleichermaßen eignet sich das Modell für die Autobahn und den normalen Alltag mit Familie. Dementsprechend groß fällt die Zielgruppe des 1er BMW aus.

Technische Daten BMW 1er

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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