Gebrauchte Lotus Omega bei AutoScout24 finden

Lotus Omega

Die Vorgänger des Lotus Omega laufen als Opel-Serienmodelle vom Band

Mit seiner Baureihe Opel Senator hatte die Rüsselsheimer Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM) ab Ende der 1970er Jahre eine neue Generation von leistungsfähigen Limousinen im Programm, die mit ihren großen Sechszylindermotoren die Rolle des Flaggschiffs übernehmen konnten. Optisch traten die Sportmodelle jedoch nicht eigenständig auf und waren von den Großserienfahrzeugen, von denen sie jeweils abgeleitet wurden, kaum zu unterscheiden. Obwohl die Sechszylinder mit zeitweise über 200 PS eine ordentliche Leistung für eine Limousine der oberen Mittelklasse ablieferten, war es mit dieser Strategie für Opel schwer, als Hersteller von Sportlimousinen wahrgenommen zu werden. Das sollte sich ändern, als mit dem Opel Omega Mitte der 1980er Jahre eine neue Generation von Limousinen in der oberen Mittelklasse auf den Markt kam.

Der Sportwagenbauer Lotus baut den Omega in Kleinserie als Sportlimousine

Neben den äußerlich unveränderten Sportmodellen Opel Omega 3000 nahmen die Rüsselsheimer eine auch optisch als Rennausgabe zu erkennende Version ins Programm, die im Baujahr 1990 als Lotus Omega präsentiert wurde. Besonderheit des Lotus Omega: Die Sportlimousinen wurden technisch vom britischen Sportwagenspezialisten Lotus aufbereitet und in Großbritannien montiert. Da bis zum Baujahr 1992 nicht einmal 1000 Exemplare der Sportlimousine vom Band liefen, gelten die Omega heute als begehrte Youngtimer.

Der Omega ist von 1990 bis 1992 eine der schnellsten Limousinen

Während seiner Bauzeit im Zeitraum von Ende 1990 bis ins Jahr 1992 galt der in England gefertigte Lotus Omega als eine der schnellsten Sportlimousinen aus Serienproduktion. Und der damals ebenfalls zu GM gehörende Sportwagenkonstrukteur Lotus tat alles, um das Image des Lotus Omega auch nach außen zu tragen. Die von Opel in Deutschland gelieferte Karosserie erhielt viele neue Anbauteile, die aus dem Sportwagenbau stammten. So fuhr der Lotus Omega mit einer tief reichenden breiten Frontschürze vor, die mit großen Lüftungseinlässen zur Kühlung des Hochleistungsmotors ausgestattet war. Zusätzlich statteten die Konstrukteure den Lotus Omega mit einem zentral angeordneten Entlüftungsgitter in der Motorhaube aus, um die Betriebstemperatur um Motorraum stabil halten zu können. Darüber hinaus erhielt der Lotus Omega breite Seitenschweller und ausgestellte Radhäuser. In der Rückansicht dominierte ein hoher Heckflügel, der für einen höheren Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten sorgen sollte. Weitere Kennzeichen des Sportmodells waren die verbreiterten Stoßfänger am Heck und die doppelflutigen Endrohre der Auspuffanlage.

Biturbo-Motoren für die Lotus Omega Sportlimousinen

Das in Reihe gebaute Sechszylinderaggregat des Lotus Omega stammte im Ursprung ebenfalls von Opel aus Deutschland. Allerdings vergrößerte der britische Sportwagenhersteller den Hubraum des Aggregats von 3,0 Liter auf nunmehr 3,6 Liter, bevor er es in den Lotus Omega einbaute. Zu den technischen Modifikationen gehörten außerdem zwei Turbolader, die den Sechszylinder mit dem notwendigen Schub versorgen sollten. Mit dieser Motorentechnik an Bord legte der Lotus Omega die Strecke aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer in gut 5,4 Sekunden zurück. Die Spitzengeschwindigkeit der Sportlimousine gab der Hersteller mit rund 280 km/h an. Mit diesen Leistungswerten stellte der Lotus Omega unter Beweis, dass aus der Kooperation von Opel und Lotus eine der zu dieser Zeit schnellsten Serienlimousinen der Welt entstanden war.