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Mit viertürigen Sportlimousinen schafft sich Maserati sein Renomee


Zur großen Zeit des italienischen Sportwagenbaus, als in den 1960er Jahren gleich vier unabhängige Ausnahmeautohersteller für Design, Luxus und PS-Power made in Italy standen, waren Modell-Strategien gefragt, die geeignet waren, das jeweilige Markenprofil zu schärfen. Während Lamborghini sein Geld als Traktorenhersteller verdiente, sollte seine erst 1964 gegründete eigene Autosparte mit agressivem Design den Anspruch deutlich machen, stets die weltschnellsten Sportwagen zu bauen. Ferrari als bereits etablierter Anbieter zehrte von seinem großen Namen und versuchte neben der Baureihe 365 gemeinsam mit Fiat den Markt für ein preiswertes Einstiegsmodell wie den Dino zu testen. Neuling De Tomaso baute Hochleistungsrennmaschinen mit amerikanischer Motortechnik. Vierter und ältester Produzent im Lande war die im Jahr 1914 von den fünf Maserati-Brüdern gegründete gleichnamige Sportwagenfirma. Maserati stand für traditionelle Gran Turismo im klassischen Stil und setzte sich Anfang der 1960er Jahre mit viertürigen (ital. quattroporte) Sportwagen von den Konkurrenten ab. Die viersitzigen Reiselimousinen der Reihe Maserati Quattroporte wurden erstmals im Jahr 1963 vorgestellt und erlebten unter den verschiedenen Eigentümern der Marke Maserati als einzige Modellreihe des Herstellers kontinuierliche Neuauflagen. Nachdem das Unternehmen in den 1970er Jahren zunächst an Citroën und zehn Jahre darauf an den Konkurrenten De Tomaso verkauft worden war, übernahm im Jahr 1993 der Fiat-Konzern die Traditionsfirma aus Bologna.


Die klassischen Coupés und Cabriolets von Maserati


Den ersten Maserati für die Straße brachten die Italiener im Baujahr 1947 unter der Modellbezeichnung Maserati A6 als zweisitziges Coupé und als Cabriolet in Kleinserie auf den Markt. Ende der 1950er Jahre folgte der Maserati 3500 GT Sebring und das darauf aufbauende leistungsstärkere Coupé Maserati 5000 GT, die beide bis Mitte der 1960er Jahre im Programm blieben. Als Nachfolger der GT-Reihe wurde im Baujahr 1963 der Maserati Mistral eingeführt, der als 2+2 sitziges Coupé und Cabrio angeboten wurde und die Tradition begründete, die Modelle von Maserati nach Winden zu benennen.


Die Maserati der Wind-Ära


Als Nachfolger des Sebring führte der Hersteller im Jahr 1966 sein neues Spitzenmodell mit V8-Motor unter dem neuen Modellnamen Maserati Ghibli ein, der als Coupé und als Cabrio bis 1973 produziert wurde. Ihm folgte das zwischen 1973 bis 1982 gebaute Coupé Maserati Khamsin, das mit seiner Keilfront und Klappscheinwerfern die typischen Merkmale der 1970er Jahre Sportwagen aufwies. Mit dem Maserati Bora (1972-1978) und dem daraus abgeleiteten Maserati Merak (1973-1982) präsentierte der Hersteller erstmals Modelle mit Mittelmotoren, die ausschließlich als Coupés gefertigt wurden. Parallel zu den nach Winden benannten Modellen baute Maserati die nach Rennstrecken getauften Coupés Maserati Indy (1969-1975) und Maserati Kyalami (1976-1983).


Die Zeit der Maserati Biturbo


In der Ära De Tomaso stellte der neue Eigentümer des in die Krise geratenen Sportwagenbauers das Fahrzeugprogramm von Maserati komplett auf Biturbo-Technik um. Als Spitzenmodelle kamen der Maserati Shamal (1989-1996) und der Maserati Karif (1988-1992) als Coupés ins Programm. Erstmals seit Jahrzehnten gab es auch wieder einen offenen Maserati, der als Maserati Spyder vermarktet wurde. Um den Hersteller breiter aufzustellen, wurde die Modellpalette zudem nach unten ausgeweitet. Erstmals kamen mit den Maserati Biturbo der 200er und 400er Baureihen kleinere Sportlimousinen der Mittelklasse ins Programm.


Die neueren Modellreihen von Maserati


Während sich die Strategie der Biturbo-Mittelklasse wirtschaftlich als Fehlschlag erwies, gelang es dem neuen Eigner Fiat seit den 1990er Jahren zunehmend, an die alten Maserati-Erfolge anzuknüpfen. Der Klassiker Maserati Quattroporte wurde im Baujahr 2003 komplett neu gestaltet in fünfter Generation auf den Markt gebracht. Die Coupé-Tradition wurde mit dem Maserati 3200 GT (1998-2001) und dem schlicht Maserati Coupé genannten Nachfolger fortgeführt. Seit dem Baujahr 2007 vermarktet das Unternehmen die Baureihe unter dem Namen Maserati Gran Turismo. Die darauf aufbauenden offenen Versionen bot der Hersteller zunächst als Maserati Spyder (2001-2007) und danach unter dem neuen Namen Maserati Gran Cabrio an.

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