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Stufenhecklimousine

Die Entwicklung von Stufenhecklimousinen

In der Frühzeit des Automobilbaus produzierten die Karosseriehersteller üblicherweise Limousinen, bei denen der Aufbau hinter dem Motorraum als hoher Kasten ausgeführt war. Da das Heck der Bauform entsprechend steil abfiel, um die Kopffreiheit für die Passagiere im Fonds zu gewährleisten, wurden Koffer oder Gepäckgegenstände auf dem Dach transportiert sowie auf offenen Plattformen oder kleinen Fächern außen am Heck untergebracht. In den 1930er und 1940er Jahren gingen die Konstrukteure dazu über, das Gepäckabteil mittels einer stufenförmigen Verlängerung des Hecks in den Aufbau der Limousine zu integrieren. Auf diese Weise entstanden die ersten Stufenhecklimousinen. Ab den 1950er Jahren etablierte sich das Stufenheck als Standard im Limousinenbau. Der höhere praktische Nutzen und eine höhere Stabilität bei den inzwischen in Großserienmodellen eingesetzten selbsttragenden Karosserien waren dafür ausschlaggebend.

Stufenhecklimousinen der unterschiedlichen Fahrzeugklassen

Mit dem von der Fahrgastzelle baulich getrennten Kofferraum konnten die Dimensionen von Ladefach und Passagierbereich je nach gewünschter Fahrzeugabmessung frei bestimmt werden. Gerade bei langen Karosserien entstanden großzügig bemessene Nutzbereiche, so dass Stufenhecklimousinen sich insbesondere in der Mittelklasse und Oberklasse durchsetzten. Extreme Formen nahmen die Stufenhecklimousinen dieser Segmente in den 1960er und 1970er Jahren an, als einige Hersteller auch in Europa Modelle nach dem Vorbild der amerikanischen Straßenkreuzer entwickelten. In den folgenden Jahren fiel der Kofferraum der Stufenhecklimousinen wieder kürzer aus. Um das Volumen zu erhalten, gingen die Hersteller dazu über, das Stufenheck der Limousinen höher aufzubauen. Auch in der ab Mitte der 1970er Jahre entstehenden Kompaktklasse kamen in vielen Baureihen von den Schrägheckmodellen abgeleitete Stufenhecklimousinen auf den Markt.