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Vans

Die beliebtesten Vans

Die Fahrzeugkategorie Van umfasst mittlerweile eine ganze Palette an verschiedenen Vantypen, die sich im Grunde nur durch ihre Größe und Ausstattung unterscheiden: Vom Microvan und dem Minivan über den Kompaktvan bis hin zum „normalen“ Van oder auch Großraum-Van, ist heute für jeden Geschmack, jeden Größenanspruch und für jeden Geldbeutel etwas geboten. Allen gemein ist, dass sie relativ zu ihrer Größe ein möglichst großes Platzangebot und eine hohe Flexibilität zur Verfügung stellen, denn gedacht sind sie vor allem für Großfamilien. Daher sind Vans von den SUVs abzugrenzen, da letztere bei ähnlichen Abmessungen zumindest in ihrer Optik einen geländegängigen Charakter mit sich bringen und der Fokus etwas weniger auf der Raumgestaltung liegt. Ein Synonym bzw. die deutsche Bezeichnung für den Van im Allgemeinen ist die Großraumlimousine.

Definition Van

Der eigentliche Van ist ein überdurchschnittlich langer Kombi mit einem erhöhten Dach und erhöhter Sitzposition. Hinsichtlich der Innenausstattung liegen die Vorteile des Vans vor allem in der variablen Sitzanordnung: So lassen sie sich in der Regel mit drei Sitzreihen bestücken, üblicherweise in der Anordnung 2-3-2 oder 2-2-3 von vorne nach hinten. Bei manchen Modellen sind die Sitze der hinteren Reihe nicht in der Grundausstattung enthalten, sondern müssen gegen Aufpreis dazu bestellt werden. Die hinteren Reihen lassen sich in der Regel komplett herausnehmen, daher eignen sich Vans bei Bedarf auch zum Transport von Gütern. Der Laderaum weist abgesehen von den neueren, kleineren Van-Varianten eine Länge von zwei Metern und mehr auf.

Das Kraftfahrzeug-Bundesamt unterscheidet jedoch nur zwischen Großraum-Vans und Minivans und nicht zwischen Vans, Kompaktvans, Minivans und Microvans. Diese Aufbautypen lassen sich zwar in Grauzonen voneinander unterscheiden, ihren Ursprung haben die Begriffe aber mehr in Marketingaspekten. Im Folgenden wollen wir dennoch versuchen, die vier genannten Typen möglichst genau zu kategorisieren, beginnend mit dem Van im ursprünglichen Sinne:

Vans bzw. Großraum-Vans

Bereits in den 50er Jahren gab es Van-Vorläufer. Das waren damals noch Kleinbusse mit drei Sitzbänken zu insgesamt acht Sitzen, die sogar schon ein flexibles Raumkonzept zur Verfügung stellten. Dennoch war der gebotene Komfort nicht vergleichbar mit einer Limousine dieser Zeit. Das sollte sich mit der Einführung einer neuen Fahrzeugklasse ändern, die ab den 1980er Jahren als Großraumlimousine und dann im Zuge der zunehmenden Amerikanisierung als Großraum-Van bekannt wurde. Besonderes Merkmal der Großraum-Vans: Sie hatten einen langgestreckten Aufbau mit einem kompromisslos kantig ausgestellten Heck, um eine optimale Ausnutzung des Innenraums zu ermöglichen. Der klassische Großraum-Van war daher als 7-Sitzer konstruiert. Es gab jedoch auch Großraum-Vans, die als 8- oder 9-Sitzer auf den Markt kamen. Großraum-Vans sollen vor allem kinderreiche Familien ansprechen. Anders als ihre kleineren Ausgaben verlaufen Windschutzscheibe und Motorhaube meist in einer durchgehenden, also nicht zueinander abgewinkelten Fläche.

Der erste Großraum-Van kam bereits Ende 1982 in Form des Nissan Prairie auf den Markt, 1983 folgten der Mitsubishi Space Wagon und der Honda Civic Shuttle aus Japan, 1984 schließlich der Plymouth Voyager. Vans aus Europa zogen erst Jahre später nach: Der französische Hersteller Renault gilt mit dem 1984 präsentierten Großraum-Van Renault Espace als Mitbegründer des Fahrzeugsegments bei uns. Später folgten Peugeot, Citroën und Fiat mit den Schwestermodellen Fiat Ulysse, Citroën C8 und Peugeot 806/807.

Vans von deutschen Automobilherstellern wie Volkswagen kamen erst in den neunziger Jahren hinzu. Der VW Sharan startete beispielsweise erst 1995 in den Kfz-Markt, konnte sich aber schnell zum Verkaufsschlager entwickeln – ebenso die Schwestermodelle Seat Alhambra und Ford Galaxy, die etwa zeitgleich aus einem Joint-Venture-Projekt entstanden. Von Opel erschienen die Modelle Sintra und der etwas kleinere Zafira, Mercedes Benz folgte 2005 mit der R-Klasse. Asiatische Hersteller lieferten Großraum-Vans wie den Hyundai Matrix oder den Kia Carnival. Toyota hatte in einigen Ländern die Großraum-Vans seiner XR-Baureihe sowie den Avensis Verso im Programm. Klassiker aus US-Produktion waren der Chrysler Voyager und sein Schwestermodell Lancia Voyager.

Die Van-Subkategorien

Vans erfreuen sich großer Beliebtheit, allerdings ist nicht jede Familie gleich groß und gleich gut betucht. Daher entstanden nach und nach immer neue Arten und Größen von Familien-Vans, die in Sachen Platzangebot und Flexibilität für jeden Bedarf und jeden Geldbeutel etwas Passendes dabei haben. So erschienen Ende der 90er Jahre Van-Ableger wie die Kompaktvans und Minivans sowie – schon lange in Japan vertreten – die Microvans. Außerdem kam die mehr praktisch orientierte Gruppe der Hochdachkombis hinzu.

Kompaktvans

Die Abmessungen der ersten Großraum-Vans fiel mit rund fünf Metern Länge üppig aus. Darin sahen die Autokonzerne eine Chance, das Konzept der flexiblen Raumnutzung im kleineren Maßstab umzusetzen. Vorbilder waren die japanischen Modelle in den 1980er Jahren, die deutlich geringer dimensioniert waren als die Großraumlimousinen. Die ersten Kompaktvans kamen Mitte der 90er Jahre auf den Markt und sind also, wie der Name schon sagt, etwas kleiner als klassische Vans, ansonsten haben sie vieles gemeinsam. Dazu gehören die variablen Sitze, die je nach Modell immer noch Platz für bis zu sieben Personen bieten können, sofern eine dritte Sitzreihe mit an Bord ist.

Allerdings war bei den 7-sitzigen Kompaktvans die Beinfreiheit in der Regel eingeschränkter als bei den Großraum-Vans, sodass die Plätze der dritten Sitzreihe eher für Kinder genutzt wurden. Moderne Kompaktvans bieten zudem die Möglichkeiten, die letzte Sitzreihe im Fahrzeugboden zu versenken. Bei vielen 5-sitzigen Modellen wurde die Rücksitzbank dagegen in Form von drei Einzelplätzen gefertigt, die sich oft auch in der Länge verschieben ließen. Auf diese Weise konnten die Sitze einzeln umgelegt und der Laderaum des Kompaktvans variabel vergrößert werden.

Nach dem großen Erfolg des Renault Grand Scénic als erstem Van der Kompaktklasse seit 1996 kamen recht bald ähnliche Modelle auf Augenhöhe heraus. Dazu zählten der VW Touran, der Opel Zafira, der Citroën C4 Picasso, der Ford Grand C-MAX, der Toyota Corolla Verso, der Peugeot 308 SW sowie seit 2009 der Peugeot 5008, der als Van-Markenzeichen die miteinander verbunden Nullen trägt, um das schier „unendliche“ Platzangebot zu unterstreichen. Die neue Klasse der Kompaktvans war somit etabliert.

Minivans

Bei den Minivans – oder hier auch manchmal schon als Microvan bezeichnet – geht es mit den Dimensionen noch etwas nach unten, denn: Für eine frisch gebackene Familie reicht in der Regel ein noch kleinerer Van aus, insbesondere wenn man sich vor allem in städtischen Gefilden bewegt. Die Kategorie der Minivans hegt daher den Anspruch, groß und klein gleichzeitig zu sein – also ein Kleinwagen mit etwas mehr Kopf- und Beinfreiheit. Minivans stellen eine besonders kompakte Variante eines Vans dar und basieren in der Regel auf Pkw-Modellen der Kompaktklasse. Dabei liegt die Größe eines Minivan zwischen 3,70 m und 4,10 m, die Höhe des Fahrzeugdachs beträgt in der Regel um die 1,55 m.

Mit sieben Sitzen wird es beim Minivan allerdings nun etwas knapp. Die mindestens fünf Sitze lassen sich aber wie bei den größeren Modellen auch einzeln verstellen oder herausnehmen, um den Stauraum den individuellen Bedürfnissen anpassen zu können. Auch ist die Heckklappe meist groß genug, so dass sich ein Fahrrad aufgestellt einführen lässt. Der ebene Fahrzeugboden ist ohnehin bei allen Vans Standard. Zu den Kleinwagen mit erhöhtem Fahrzeugdach zählt allen voran die Mercedes-Benz A-Klasse als meistverkaufter Minivan, gefolgt von Fahrzeugen wie dem Audi A2, dem Fiat Idea, dem Renault Modus, dem Honda Jazz, dem Peugeot 1007, dem Nissan Note oder dem Opel Meriva.

Microvan

Doch es geht noch kleiner in der Gruppe der Vans: Viele der als Microvans bezeichneten, erhöhten Klein- oder Kleinstwagen kamen von japanischen Herstellern, die eine lange Tradition beim Bau von Kei Cars oder ähnlich kleinen Fahrzeugen hatten. So bot die Toyota-Tochter Daihatsu ab Mitte der 1990er Jahre den bis zu 1,70 Meter hohen 4-Sitzer Daihatsu Move sowie den Daihatsu Cuore an. Ein ähnliches Konzept verfolgte das koreanische Unternehmen Hyundai mit dem Microvan Atos Prime. Mit der zunehmenden Popularität von City Cars in Europa, kamen japanische Modelle dieser Bauart sowie eigene Entwicklungen von europäischen Produzenten auch bei uns auf die Märkte. Wegen ihrer hoch aufbauenden und vom Stil der Kompaktvans inspirierten Karosserie, wurden die kleinen Limousinen in Europa ihrem Namen als Microvan durchaus gerecht: Mit ihrem hohen Dach konnte der Innenraum der Microvans besser genutzt werden, so dass die Passagiere vorne und insbesondere im Fond über mehr Kopffreiheit verfügten. In der Regel wurden Microvans trotz ihrer Größe natürlich als Fünftürer gefertigt, das verlangt schon die Bezeichnung Van und der Anspruch der Flexibilität.

Von Suzuki gab es die Microvans Suzuki Splash und den Suzuki Wagon R+. Mitsubishi hatte mit seinem i-MiEV einen Microvan als Elektroauto im Programm. In Europa kamen außerdem seine Schwestermodelle Citroën C-Zero und Peugeot iOn in den Handel. Der deutsche Hersteller Opel konstruierte den Microvan Opel Agila.

Hochdachkombis

Für eher praktische angehauchte Fahrer käme als fünfte Kategorie – obgleich auch nicht mehr offiziell den Vans zugehörig – ein Hochdachkombi in Frage. Anders als bei den vier Van-Typen gehen die Wurzeln beim Hochdachkombi auf ein kompaktes Nutzfahrzeug mit erhöhtem Innenraum zurück. Zwar liegen klassische Vertreter wie der Citroën Berlingo, der Peugeot Partner, der Renault Kangoo oder der Skoda Roomster im Größenvergleich deutlich unterhalb eines Vans, dafür bieten diese Fahrzeuge ein sehr gutes Platzangebot zu einem im Verhältnis sehr günstigen Preis. Ein Hochdachkombi eignet sich sowohl für die Fuhre vom Baumarkt wie auch für einen Familienausflug.