Gebrauchte Kompaktvan bei AutoScout24 finden

Kompaktvan

Kompaktvans als Alternative zu Großraumlimousinen und Kombis

Als der französische Autohersteller Renault Mitte der 1980er Jahre eine der ersten europäischen Großraumlimousinen auf den Markt brachte, war das Konzept des als 7-Sitzer gefertigten Familienvans mit Limousinenkomfort und zwei demontierbaren Rücksitzreihen zumindest für die Kunden in Europa neu. Dort hatte es vorher nur Modelle mit sieben oder acht Sitzplätzen gegeben, die auf Basis von Nutzfahrzeugbaureihen als Kleinbus entwickelt worden waren. Ähnlich wie bei diesen Modellen fielen die Abmessungen der in späteren Baugenerationen auf fast fünf Meter Länge anwachsenden Großraum-Vans üppig aus. Darin sahen die Autokonzerne eine Chance, das Konzept der flexiblen Raumnutzung im kleineren Maßstab umzusetzen. Vorbilder waren die von japanischen Produzenten bereits in den 1980er Jahren vorgestellten Modelle Mitsubishi Space Wagon und Nissan Prairie, die deutlich geringer dimensioniert waren als die Großraumlimousinen. Mitte der 1990er Jahre brachten die ersten europäischen Hersteller dann als 5-Sitzer und 7-Sitzer gefertigte Familienautos auf den Markt, die dort das Segment der Kompaktvans begründeten und sich als Alternative zu Großraum-Vans und Kombis etablierten.

Kompaktvans gibt es als 5-Sitzer und 7-Sitzer

Obwohl die Kompaktvans einen kürzer bemessenen Radstand und eine kürzere Karosserie als die Großraumlimousinen aufwiesen, stand in den Modellen genug Platz zur Verfügung, um dort ebenfalls das insbesondere bei Familien beliebte flexible Raumkonzept der Großraum-Vans umzusetzen. So kamen auch in der Klasse der Kompaktvans 7-Sitzer mit einer aus zwei extra Plätzen bestehenden dritten Sitzreihe ins Programm. Allerdings war bei den 7-sitzigen Kompaktvans die Beinfreiheit in der Regel eingeschränkter als bei den Großraum-Vans, sodass die Plätze der dritten Sitzreihe eher für Kinder und für kurze Fahrten genutzt wurden. Aber auch bei den als 5-Sitzer konstruierten kompakten Vans ließen sich die Hersteller etwas einfallen: Bei vielen Modellen wurde die Rücksitzbank in Form von drei Einzelplätzen gefertigt, die sich oft auch in der Länge verschieben ließen. Auf diese Weise konnten die Sitze einzeln umgelegt werden und den Laderaum des Kompaktvans vergrößern. Zusätzliche Funktionen erhielten die Familienautos etwa durch den Einbau von Klapptischen an den Lehnen der Vordersitze.

Bekannte Kompaktvans internationaler Hersteller

Zu den ersten europäischen Herstellern, die Kompaktvans im Programm hatten, gehörte der französische Renault-Konzern, der ab dem Baujahr 1996 den Renault Scénic und den Grand Scénic auflegte. Ebenfalls aus Frankreich kamen die Kompaktvans Peugeot 3008/5008 und die Citroën Xsara Picasso sowie dessen Nachfolger C4 Picasso. Volkswagen war mit dem VW Touran und dem Seat Altea XL vertreten. Von Opel und Ford kamen die Meriva und Zafira sowie der Ford C-Max.