Aston Martin Gebrauchtwagen kaufen bei AutoScout24

Finden Sie Ihr Wunschfahrzeug

Angebote zu Ihrer Suche

Angebote zu Ihrer Suche

Aston Martin: Gebrauchtwagen mit der Lizenz zum Beschleunigen

Manche Sportwagen von Aston Martin sind so exklusiv, dass man sie gar nicht kaufen kann. Der DB10 ist so ein Luxusrenner. Denn er wurde nur für einen Fahrer gebaut: James Bond. Im Kinospektakel „Spectre“ jagt 007 mit einem silbergrauen DB10-Coupé durchs nächtliche Rom. Ein Unikat von Aston Martin, das es nie auf den Gebrauchtwagen-Markt schaffen wird. Insgesamt wurden 10 dieser Liebesgrüße für Bond in der Aston-Martin-Werkshalle im englischen Gaydon gefertigt – 8 der Sportwagen kamen bei den Dreharbeiten zum Einsatz, 2 weitere tourten zu Werbezwecken um den Globus. Seit mehr als 50 Jahren stellt die kleine Automanufaktur die schnellsten Dienstwagen für Staatsbedienstete. Doch die Modellpalette und -geschichte reicht noch weiter zurück. Seit über 100 Jahren schaffen Designer, Ingenieure und Handwerker bezaubernde Modelle für Aston Martin, die gebraucht sowohl die Herzen von Film- als auch die von Autofreunden höherschlagen lassen.

Aston Martin ist ein Autobauer im Diamanten-, nein: im Sportwagenfieber

Aston Martin Prototyp Coal Scuttle von 1914

Als das Unternehmen Aston Martin im Jahr 1913 gegründet wurde, hieß es noch Bamford & Martin Ltd., benannt nach den beiden Gründern Robert Bamford und Lionel Martin. Die beiden verkauften zu Beginn Autos der Marke Singer. Doch Martin war bereits vom Sportwagenfieber gepackt: Er rüstete ein Singer-Fahrzeug um und gewann damit 1914 das Bergrennen Aston Hill Climb. Martin und Bamford fertigten einen Prototypen für einen Sportwagen, der als erster Aston-Martin – noch mit Bindestrich – ein Jahr später zugelassen wurde. 1920 verließ Bamford das Unternehmen, weil ihn die geplante Autoproduktion wenig interessierte. Der US-amerikanische Millionär Louis Vorow Zborowski stieg daraufhin ein. Der investierte nicht nur kräftig, sondern verhalf der Marke auch durch seine Weltrekordfahrten zu größerer Bekanntheit. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer: Zborowski starb nach einem Unfall beim Großen Preis von Italien in Monza, das Unternehmen meldete 1925 Konkurs an, Martin stieg aus.

Aston-Martin-Gründer Lionel Martin auf der Rennstrecke Brooklands 1922.

In den Folgejahren wechselten die Besitzer und die Firmenstandorte mehrfach, doch Aston Martin blieb seiner Renntradition treu. Unter dem neuen Unternehmensnamen Aston Martin Motors Ltd. wurden nun zahlreiche Sportwagen gefertigt, die erfolgreich bei allen großen Autorennen der Zeit mitfuhren: Zum Beispiel bei der RAC Tourist Trophy in Silverstone und der Mille Miglia zwischen Brescia und Rom, aber auch bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans oder Spa. Übrigens: In den 1980er-Jahren stellte NG Cars Nachbauten dieser Modelle von Aston Martin her, die auf dem Gebrauchtwagen-Markt manchmal zu finden sind. 1936 schließlich entschied man sich, auf Basis der Rennfahrzeuge auch straßentaugliche Autos zu bauen. Entwickelt wurden nun offene Viersitzer, Coupés mit faltbarem Dach und geschlossene Limousinen. Sie wurden von der Käuferschaft begeistert aufgenommen. Kein Wunder, denn der Rennstall war Mitte der 1930er-Jahre sehr beliebt. Ein Teil der Anhänger schloss sich zum ersten Fanclub einer Automarke zusammen – dem Aston Martin Owners Club (AMOC), der heute weltweit rund 5.000 Mitglieder zählt.

David Brown: Der Unternehmer, der Aston Martin liebte

Aston Martin DB1 von vorn Aston Martin DB2 von vorn

Vor dem Zweiten Weltkrieg produzierte man in Handarbeit nur einige hundert Aston Martins – gebraucht sind diese Fahrzeuge bis heute teure Raritäten. Während des Krieges hielt sich das Unternehmen mit Rüstungsaufträgen über Wasser, doch für die Entwicklung neuer Serienmodelle reichte das Geld nicht. Daraufhin kaufte David Brown, ein britischer Unternehmer, der mit dem Verkauf von Traktoren reich geworden war, die Aston Martin Motors Ltd. und forcierte die Entwicklung des ersten Nachkriegsmodells, inoffiziell Aston Martin DB1 genannt, wobei das DB der DB-Serie für keinen anderen als David Brown steht. Der Motor stammte von Lagonda, einem Unternehmen, das Brown ebenfalls übernommen hatte, und mit dem der Autobauer zur Aston Martin Lagonda Ltd. fusionierte. Mit dem Aston Martin DB2 gelang den Briten die Rückkehr in den Rennsportzirkus, nicht zuletzt dank John Wyer, der später als Rennleiter von Aston Martin für die imageträchtigen Siege in Le Mans und auf dem Nürburgring verantwortlich war. Die Modelle – der Aston Martin DB3 mit seiner von Porsche inspirierten Konstruktion, der elegante Aston Martin DB4 mit seinem bulligen Sechszylinder-Motor – waren bis Mitte der 1960er-Jahre in erster Linie Rennwagen.

DB5 mit James-Bond-Darsteller Sean Connery Aston Martin V8 Vantage von vorn

Erst mit dem DB5, der seit 1963 produzierte wurde, orientierte sich Aston Martin wieder stärker an der Straßentauglichkeit. Die Sportwagen-Manufaktur etablierte sich als exklusive Marke unter den britischen Autobauern. Der mit allerlei Gadgets ausgerüstete DB5, den James Bond alias Sean Connery in „Goldfinger“ (1964) und „Feuerball“ (1965) fuhr, verhalf Aston Martin endgültig zum Durchbruch. Das Nachfolgemodell, der Aston Martin DB6, rollte 1965 erstmals aus der Werkshalle und bot nun sogar Platz für vier Personen. Erstmalig seit dem Krieg wurden auch wieder Cabrios von Aston Martin angeboten. Die Bezeichnung für die DB6-Versionen mit elektrischem Verdeck lautete „Volante“. Diese Modelle von Aston Martin sind bis heute gesuchte Gebrauchtwagen-Sammlerstücke. Ende der 1960er-Jahre vernachlässigten die Briten das für ihre Roadster und Coupés so typische italienische Design: Der Aston Martin DBS orientierte sich nun offenkundig an US-amerikanischen Muscle Cars. Doch der große Erfolg blieb aus. Anfang der 1970er-Jahre schlingerte Aston Martin erneut in den Konkurs, die Landmaschinen von David Brown konnten die Sportwagen-Abteilung nicht mehr über Wasser halten.

Ein Quantum Trost für alle Fans: Aston Martin hält trotz Höhen und Tiefen bis heute durch

Aston Martin Lagona von vorn Aston Martin DB7 von vorn

In den darauffolgenden Jahren schlingerte Aston Martin stärker als Bond bei einer Verfolgungsjagd. Investoren stiegen ein und verließen kurz darauf das Unternehmen wieder, zeitgemäß gestaltete Modelle wie der Aston Martin Lagonda und der V8 Volante verkauften sich zumindest so gut, dass die Automanufaktur weiterhin bestehen bleiben konnte. Ende der 1980er-Jahre kaufte der US-Automobilkonzern Ford das Unternehmen und Aston Martin profitierte bei neuen Modellen wie dem DB7 von technischen Entwicklungen der Ford-Tochter Jaguar. Auch beim Aston Martin Vanquish und beim Aston Martin DB9 wurden Motoren eingesetzt, die von Jaguar entwickelt wurden. 2002 fuhr James Bond alias Pierce Brosnan in „Stirb an einem anderen Tag“ nach 15 Jahre Pause wieder einen Aston Martin. 2007 wechselte der Autobauer erneut den Besitzer, diesmal kamen die Investoren aus Kuwait. Doch seitdem geht es voran: Nach 50 Jahren Pause tritt ein Fahrzeug mit Aston Martin-Motor wieder bei dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans an. Ungewöhnliche Modelle ergänzen die Palette: Beim Cygnet handelt es sich um einen Luxus-Kleinwagen auf Basis des Toyota iQ, beim One-77 um einen Super-Sportwagen mit 760 PS.

Aston Martin Cygnet von vorn Aston Martin Rapide S von vorn

2011 folgte der Aston Martin Virage, der den alten Markennamen belebt und eine spannende Mischung aus Komfort und Sportlichkeit bietet. Zu den neueren Modellen von Aston Martin, die auch gut als Gebrauchtwagen zu finden sind, gehört der DB9, der seit 2004 gefertigt wird. Die aktuellen Spitzenautos sind der Aston Martin DBS, der zwischen 2007 und 2012 hergestellt wurde und bereits ein Jahr vorher prominent in „Casino Royale“ zu sehen war, sowie sein Nachfolger, der Aston Martin V12 Vanquish (Genau: Das Modell, das der Spion in „Skyfall“ nicht liebte und stattdessen in einen klassischen DB5 stieg.) Seit 2013 ist Daimler bei Aston Martin engagiert, künftige Motoren werden zusammen mit Mercedes-AMG entwickelt. Ende 2016 wird das nächste Topmodell auf den Markt kommen: Der DB11, der optisch an den DB10 angelehnt ist. Dann können auch Nicht-Spione den neuesten Aston Martin durchs nächtliche Rom fahren. Aber bitte nicht im Tiber versenken, das sollte wirklich exklusiv James Bond vorbehalten sein!

Diese Modelle von Aston Martin sind gebraucht wahre Moonraker

Modellname Produktionszeitraum Motor Leistung Höchstgeschwindigkeit James-Bond-Film
Aston Martin DB5 1963 bis 1965 4,0 Liter, Sechszylinder-Reihenmotor 286 PS 229 km/h Goldfinger (1964), Feuerball (1965), GoldenEye (1995), Der Morgen stirbt nie (1997), Die Welt ist nicht genug (1999), Casino Royale (2006), Skyfall (2012)
Aston Martin DBS 1967 bis 1972 4,0 Liter Sechszylinder-Reihenmotor 282 PS 225 km/h Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969)
Aston Martin V8 1969 bis 1989 5,3 Liter V8-Motor 395 PS 274 km/h Als Vantage-Ausführung in: Der Hauch des Todes (1987)
Aston Martin DB7 1994 bis 2003 3,2 Liter Sechszylinder-Reihenmotor 340 PS 250 km/h ---
Aston Martin DB9 2004 bis 2016 5,9 Liter V12-Motor 350 PS 306 km/h ---
Aston Martin DBS V12 2007 bis 2012 6,0 Liter V12-Motor 517 PS 307 km/h Casino Royale (2006), Ein Quantum Trost (2008)
Aston Martin DB10 2014 4,2 Liter V8-Motor 405 PS 280 km/h Spectre (2015)
Mehr anzeigen