Gebrauchte Ferrari 400 bei AutoScout24 finden

Ferrari 400

Der Ferrari 400: Die Automatik-Sensation

Der italienische Autobauer Ferrari produzierte das 2+2-sitzige Coupé Ferrari 400 von 1976 bis 1989. Der Wagen war mit Hinterradantrieb und vorliegendem Zwölfzylindermotor ausgestattet. Er wurde entweder mit Dreigang-Automatikgetriebe oder mit Fünfgang-Schaltgetriebe auf dem Markt angeboten. Als Vorgänger gilt der Ferrari 365 GT4 2+2, von welchem das Design übernommen wurde. Auch die technische Basis ähnelte im Wesentlichen der des Vorgängermodells.

Der Ferrari 400 GT im Überblick

Erstmals wurde der Ferrari 400 GT auf dem Pariser Autosalon im Oktober 1976 vorgestellt. Statt des 4,4-Liter-Motors des Ferrari 365 GT4 2+2s wies das neue Modell nun einen 4,8-Liter-Motor mit 4823 Kubikzentimeter Hubraum aus. Die Rückleuchten wurden ebenfalls reduziert und bestanden ab sofort aus zwei Einheiten pro Seite. Eine kleine Spoilerlippe befand sich unter dem vorderen Stoßfänger. Statt eines Zentralverschlusses befestigte man die Räder mit jeweils fünf Radbolzen. Lediglich in puncto Getriebe wurden neue Maßstäbe gesetzt. Denn zum ersten Mal konnte man einen Ferrari offiziell in einer Automatikversion erwerben. General Motors kreierte die Dreigang-Turbo Hydramatic. Einige Fachzeitschriften behaupten, dass der Ferrari 400 ausschließlich als Automatikfahrzeug produziert wurde. Diese Angaben sind jedoch falsch. Von den 500 Exemplaren an rechts- und links lenkenden Ferrari 400 GTs, die insgesamt produziert wurden, wiesen 147 Fahrzeuge das 5-Gang-Schaltgetriebe auf, welches aus Deutschland zugeliefert wurde. Bei den übrigen 355 Exemplaren handelt es sich um Automatikversionen. Zum letzten Mal bestückte der italienische Sportwagenhersteller ein Auto mit einem Frontmotor-Zwölfzylinder inklusive Vergasern. Der Hersteller Weber wurde damit beauftragt, den Motor mit 6 Flachstrom-Doppelvergasern zu beatmen.

Die überarbeite Version des Ferrari 400 GTs

Ab Herbst 1979 bezeichnete man den Ferrari 400 GT als Ferrari 400i. Die sechs Weber-Doppelvergaser mit 228 kW und 310 PS wurden durch die Bosch-K-Jetronic ersetzt. Hierbei handelt es sich um ein Benzineinspritzsystem für Ottomotoren. Die Höhe der Kraftstoffzumessung erfolgt dabei kontinuierlich - von daher die Abkürzung "k". Im Herbst 1982 wurde das Design des Ferrari 400i überarbeitet. Das Cockpit ähnelte nun bereits stark dem seines Nachfolgers, dem Ferrari 412, welchen man 1985 erstmals präsentierte. Des Weiteren modifizierte man den Auspuffkrümmer und änderte das Nockenwellenprofil. Dies hatte zur Folge, dass die Leistung auf 232 kW (315 PS) stieg. Auch die Niveauregulierung an der Hinterachse wurde noch einmal überarbeitet. Von diesen Ferraris wurden 422 Exemplare mit Fünfganggetriebe und 883 Fahrzeuge mit Automatik produziert.

Der Ferrari 400: Grundlage für viele Modelle

Der Ferrari 400 bildete die Basis für eine Reihe unterschiedlicher Konversionen, die teilweise Einzelstücke blieben und von unabhängigen Herstellern entwickelt wurden. Ab und an fanden sie jedoch auch eine Kleinserienverbreitung. Besonders die Umbauten zu Cabriolets interessierten diverse Hersteller. Auch andere Karosserie-Modelle waren nicht ausgeschlossen. Das zweitürige Coupé Michelotti Meera wurde beispielsweise von Giovanni Michelotti entworfen und zeichnet sich durch eine eckige Karosserie sowie einer Ferrari 400-Technik aus. In Großbritannien stellte Robert Jankel, welcher für Oldtimer-Repliken bekannt ist, den Marquis Sedan vor. Hierbei handelt es sich um eine viertürige Limousine auf der Grundlage des Ferrari 400s. Die Firma Bitter Automobile aus Schwelm nutzte den Ferrari 400 als Vorlage für den Bitter SC, welcher erstmals 1980 vorgestellt wurde.