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Ferrari 412

Der Ferrari 412: Der erste Italiener mit ABS

Ferrari, der italienische Automobilhersteller für Sportwagen und Formel-1-Fahrzeuge, sorgt wohl weltweit für Aufsehen. Der ehemalige Rennfahrer Enzo Ferrari gründete die Marke im Jahre 1947 und verlieh ihr seinen Namen. Inzwischen gehört das Unternehmen zu 90 Prozent zum Fiat-Konzern. Das Headquarter des legendären Automobilherstellers liegt im italienischen Maranello. In Deutschland ließ sich der Konzern im hessischen Wiesbaden nieder.

Die Geschichte des Ferrari 412s

Bei dem Ferrari 412 handelt es sich um ein weiteres Modell, welches in Form eines 2+2-Sitzers ausgelegt war und im Jahr 1985 an den Start ging. Wie bereits sein Vorgänger, der Ferrari 400, trug auch der Ferrari 412 einen V12-Motor unter der Vorderhaube. Mit der Präsentation des Wagens handelt es sich um die vierte Generation der 2+2 Coupé-Reihe, deren Auftakt der Ferrari 365 GT4 2+2 bildete. Viele Details stimmten beim Ferrari 412 immer noch mit dem 1972 datierten Fahrzeug überein. Trotzdem wurde der Ferrari 412 in vielerlei Hinsicht überarbeitet. Neben der Umstellung auf den V12-Motor mit 4.9 Liter, 4943 Kubikzentimeter Hubraum und einer Pferdestärke von 340 PS (250 kW), wurde beim Ferrari 412 zum ersten Mal ein Antiblockiersystem angeboten. Bei dem Ferrari 412 handelt es sich somit um das erste italienische Fahrzeug mit serienmäßigem ABS.

Wie bereits beim Übergang vom 365 GT4 2+2 auf den Ferrari 400 GT, war die Karosserie von Pininfarina lediglich in Details verändert worden. Den Ferrari 412 erkennt man anhand der geänderten Aluminiumräder und Nebelscheinwerfer, welche nun nicht mehr vom Gitter des Kühlergriffs abgedeckt sind. Zudem weist der Wagen einen höheren Kofferraum, Stoßstangen in Wagenfarbe sowie Blinker in Weiß vorne auf. Des Weiteren verwendete man eine Bosch-K/KE-Jetronic und eine überarbeitete Auspuffanlage. Auch die elektronische Zündung sowie eine größere Zweischeiben-Kupplung waren neu. Das Interieur überzeugte durch andere Kopfstützen, elektrische Sitzverstellung und andersartige Befestigungspunkte für die Sicherheitsgurte.

Wie bereits beim unmittelbaren Vorgänger, dem Ferrari 400i, konnte der Kunde zwischen Automatik und Schaltgetriebe wählen. In der Zwischenzeit war eine Automatik bei Coupés der Oberklasse zum Standard geworden und das Schaltgetriebe nur noch optional. Im Vergleich zu anderen Fahrzeugen handelt es sich bei dem Ferrari 412 um ein wenig verbreitetes Modell des italienischen Sportwagenherstellers. Es wurden insgesamt lediglich 576 Exemplare produziert.

Der 4,8 Meter lange Wagen beschleunigt in 6,7 Sekunden auf 100km/h. Die Maximalgeschwindigkeit beläuft sich auf 250 km/h. Addiert man die Produktionsjahre seines fast baugleichen Vorgängers, dem Ferrari 400, hinzu, wurde das Fahrzeug über 16 Jahre lang gebaut. Kein anderes Modell aus Maranello konnte diesen langen Produktionszeitraum erreichen.

Ferrari 400/412: Ein Modell, auf dem man aufbauen kann

Beide Modelle dienten zudem als Grundlage für eine Reihe unterschiedlichster Konversionen. So produzierte beispielsweise der Schweizer Autoveredler Felber in geringen Stückzahlen die Felber Croisette. Hierbei handelt es sich um einen dreitägigen Kombi im Stil des Ferrari 400s/412s. Der Aufbau des Coupés bis zur C-Säule blieb bei dieser Konstruktion unverändert. Das Schweizer Unternehmen fügte lediglich über dem Kofferraum ein Dachteil hinzu, welches mit einer großen Heckklappe versehen war. In Großbritannien stellte Robert Jankel wiederum Le Marquis Sedan her. Als Vorlage für die viertürige Limousine diente erneut der Ferrari 400/412. Das Fahrgestell wurde jedoch deutlich verlängert. Außerdem wurden die Vordertüren im Marquis Sedan geringfügig verkürzt.