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Nissan Pulsar

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Ein typischer Kompaktwagen mit sportlichen Zügen

Viel Platz auf engem Raum – mit diesem Anspruch schickte der japanische Hersteller Nissan im Jahr 2014 den Nissan Pulsar (C13) in die Kompaktklasse. Das Modell blieb in Europa vier Jahre auf dem Markt und setzte mit einem fast 1.400 Liter großen Kofferraum neue Maßstäbe im Fahrzeugsegment. Auch mit seinem auffälligen Design hebt sich der Nissan Pulsar sowohl von seinen Vorgängern als auch von seinen Mitstreitern ab. Weiterlesen

adac

Autotest


Autotest

2,4


Familien

2,8

Senioren

2,7

Transport

2,8

Preis/Leistung

2,7

Stadtverkehr

2,9

Langstrecke

2,2

Fahrspaß

2,9

Noten basierend auf ADAC Autotest Stand 04/2015

Notenskala

Sehr gut (0,6 - 1,5)

Gut (1,6 - 2,5)

Befriedigend (2,6 – 3,5)

Ausreichend (3,6 – 4,5)

Mangelhaft (4,6 – 5,5)

Technische Daten

110 - 190 PS

Leistung

3.6 - 5.9 l/100km

Verbrauch (komb.)

94 - 138 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

110 - 217 km/h

Höchstgeschwindigkeit

7.7 - 12.7s

von 0 auf 100 km/h

Nissan Pulsar technische Daten

Interessiert am Nissan Pulsar

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Alternative Modelle

Erstaunlich viel Platz in kompakter Größe

Beim Kauf von günstigen Kompaktwagen mit viel Platz steht eher der praktische Nutzen im Alltag an erster Stelle. Gleich dahinter kommt der Preis. Mit einem 385 Liter großen Kofferraum, der sich durch das Umklappen der Rücksitze auf 1.395 Liter vergrößern lässt, bietet der Nissan Pulsar erstaunlich viel Platz in kompakter Größe. Dazu kommt die über-durchschnittliche Beinfreiheit von fast 70 Zentimetern auf der Rücksitzbank. Hier werden also weder Passagiere noch Gepäck gequetscht – optimal für den alltäglichen Gebrauch einer kleinen Familie. Allerdings ist der Kofferraum trotz seiner Größe nicht optimal gestaltet, sodass viel Platz von den knapp 1.400 Litern verloren geht: durch die störenden Radkästen, die hohe Schwelle und die beim Umklappen entstehende Stufe.

Ein echter Hingucker in der Kompaktklasse

In der Kompaktklasse sind Designexperimente eher selten anzutreffen, schließlich soll der praktische Alltagswagen eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen und dabei möglichst günstig sein. Mit dem Pulsar hat sich Nissan gestalterisch etwas weiter auf dem Fenster gelehnt als die Konkurrenz und setzt mit dem sportlichen Auftritt auf einen hohen Wiedererkennungswert. Auffällige Details wie Chromeinfassungen für die Nebelleuchten und Fenster sowie das Spiegelgehäuse in der Optik von matt gebürstetem Aluminium dienen als Hingucker. Auf den zweiten Blick lassen sich weitere sportliche Details erkennen:

  • Im spitzen Winkel zulaufende Sicken auf der Motorhaube
  • Schräg gestellte Frontscheinwerfer mit LED-Leuchttechnik
  • Wabengitter für den Kühlergrill
  • Lichtkanten an den Flanken
  • Als Dachabschluss integrierter Heckspoiler
  • Dreieckig geformte Rückleuchten
  • Grauer Einsatz aus Karbonkunststoff im Stoßfänger

Komfortable Ausstattung in fünf Stufen

Um im Alltag möglichst wendig und sicher unterwegs zu sein, ist der Pulsar je nach Variante mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgestattet. Start-Stopp-Automatik, Geschwindigkeitsregelanlage und Reifendruck-Kontrollsystem sind bei der Basisversion Visia serienmäßig an Bord. Mit den vier weiteren Ausstattungs-Paketen Acenta, N-Connecta, N-Vision und Tekna kommt mehr Komfort hinzu:

  • Acenta: Notbrems-Assistent, Fahrlichtautomatik, Regensensor, Motorstartknopf, Klimaautomatik & Fahrlichtautomatik
  • N-Connecta: Navigationssystem, höhenverstellbarer Beifahrersitz, Lordosenstütze & verdunkelte Scheiben hinten
  • N-Vision: Bewegungserkennung, Spurhalte-Assistent, elektrisch einklappende Außenspiegel & Totwinkel-Assistent
  • Tekna: 18-Zoll-Alufelgen, Ledersitze & LED-Scheinwerfer

Viele Decknamen für den europäischen Pulsar

Mit dem 2014er Modell gab Nissen dem Pulsar eine neue Richtung. Bisher trat der Kompaktwagen eher zurückhaltend auf, um keine potenziellen Kunden zu verschrecken. Irgendwann jedoch erwies sich dieser Ansatz als kontraproduktiv, da sich die Schräghecklimousinen und die davon abgeleiteten Stufenheck- und Kombivarianten immer ähnlicher wurden. Damit in der Kompaktklasse keine Langeweile aufkam, hatten die Designer bei neuen Entwicklungen mehr Spielraum. Lichtkanten, Sicken, Falten, Auswölbungen, Verbreiterungen und viele weitere Details erschienen im Fahrzeugsegment. Diesem Trend wollte sich auch Nissan nicht verschließen und wagte mit dem Pulsar einen innovativen Neuanfang. Zu-gleich blickt der Pulsar auf eine lange Modellgeschichte zurück. Zwar feierte er in Europa 2014 erstmalig unter dem Namen „Pulsar“ Premiere, doch in anderen Ländern hatte der japanische Hersteller bereits seit Ende der 1970er Jahre Kompaktmodelle mit dieser Bezeichnung in den Autohäusern stehen. Von 1978 bis 2006 produzierte Nissan mehrere Pulsar-Generationen. In Europa hießen die Modelle jedoch Nissan Cherry, Nissan Sunny und Nissan Almera.

Vom Rallye Sport auf die Straße

Die erste Pulsar-Generation legte der Hersteller Ende der 1970er Jahre auf – mit ganz unterschiedlichen Bauformen. Als Stufenhecklimousine, Coupé und Kombi kam der Pulsar 1978 auch in den europäischen Ländern als eines der ersten Nissan-Modelle in den Handel. Allerdings nutzte Nissan für diese Exportmärkte den vom Vorgänger Datsun eingeführten Modellnamen Sunny, der auch für spätere Pulsar-Generationen beibehalten wurde. Mitte der 1980er Jahre kamen die ersten fünftürigen Schrägheck-Varianten sowie die dreitürigen Limousinen der Pulsar-Baureihe nach Europa. Im Programm blieben die Kombis sowie die Coupés – auch als leistungsstarke GTI-Modelle. In den 1990er Jahren übernahmen die Japaner die sportliche Motorisierung dann auch für die klassischen Kompaktmodelle. Mit dem Generationswechsel Mitte der 1990er Jahre änderte sich in Europa der Name von Nissan Sunny zu Nissan Almera. In dieser Bauphase lief der Pulsar in Japan als Limousine mit drei und fünf Türen, als Stufenheck sowie als Kombi vom Band. Für die Schrägheck-Version gab es weiterhin die sportlich motorisierten GTI-Modelle mit 143 PS Leistung unter der Haube. Das sportlichere Image sollte von den GTI-Modellen auf die Großserienfahrzeuge abstrahlen. Zugleich trat Nissan zu dieser Zeit mit dem aufgerüsteten Pulsar im professionellen Rallye Sport an und machte damit den Namen schon mal in Europa bekannt. 2014 versuchte der Hersteller mit dem sportlichen Nissan Pulsar – als Nachfolger des erfolglosen Nissan Tiida – dann wieder im umkämpften Markt der europäischen Kompaktwagen Fuß zu fassen. Insgesamt 25.660 Pulsar-Modelle konnte Nissan seit 2014 auf die Straße bringen. 2018 wurde die europäische Version ersatzlos eingestellt.

Harter Kampf gegen VW Golf, Peugeot 308 & Co.

Ein Erfolg in der deutschen Kompaktklasse grenzt schon fast an ein Wunder. Hier hat der VW Golf als Platzhirsch das Sagen und gewinnt so gut wie alle Testfahrten. Nur beim Preis ist er nicht der günstigste Anbieter, weshalb viele Konkurrenten weniger für ihren Kompaktwagen verlangen. Mit dieser Strategie startete 2014 auch der Nissan Pulsar in Europa und bot neben dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auch am meisten Platz und Beinfreiheit. Der Renault Mégane ist im Prinzip mit dem gleichen Motor wie der Pulsar unterwegs, kann durch eine etwas geringere Verdichtung aber eine etwas bessere Laufkultur vorweisen, braucht dafür aber 0,2 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer. Der Kia cee’d hat einen noch höheren Verbrauch, punktet jedoch mit seiner hochwertigen Verarbeitung. Mit 4,7 Litern auf 100 Kilometer kann der Peugeot 308 den geringsten Verbrauch vorweisen. Gleichzeitig lässt der kraftvolle Motor den kompakten Wagen am schnellsten auf 100 km/h sprinten. Der Nissan Pulsar braucht nur ein bisschen mehr Sprit, ist aber bei weitem nicht so spritzig in der Beschleunigung und tut sich ab 160 km/h schwer mit der Geschwindigkeit. Bei den Verbrauchswerten kann der Ford Focus mit seiner kurzen Getriebeübersetzung nicht wirklich mithalten. Er präsentiert lieber sein harmonisches Fahrwerk und seine einfache Bedienung.

Ein Benziner, ein Diesel & ein Sportler

Zur Markteinführung hatte Nissan den Pulsar zum einen als Benziner mit einem 1,2-Liter-Vierzylinder-Motor und 115 PS sowie zum anderen als Diesel mit einem 1,5-Liter-Vierzylinder-Motor und 110 PS im Angebot. Ein Jahr später kam noch ein zweiter Benzinmotor mit 1,6 Litern Hubraum und 190 PS hinzu. Da Nissan für den Pulsar keine Nismo-Sportvariante veröffentlichte, blieb dieser Benziner bis zum Produktionsende 2018 das Spitzenmodell der Pulsar-Baureihe. Alle drei Modelle fahren mit 6-Gang-Schaltgetriebe, für den 1,2-Liter-Benziner gab es optional auch das Xtronic-Automatikgetriebe. Bei Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit sind sich die beiden kleineren Modelle sehr ähnlich. Der sportliche 190-PS-Motor schafft es in 7,7 Sekunden auf 100 km/h und fährt 217 km/h Spitzengeschwindigkeit. Dafür steigt der Verbrauch auch auf durchschnittlich 5,7 Liter pro 100 Kilometer an.

Fazit

Auch wenn Nissan beim europäischen Pulsar ein etwas sportlicheres Design gewählt hat – um in der umstrittenen Kompaktklasse überhaupt aufzufallen – so ist und bleibt der Nissan Pulsar doch ein praktischer Kompaktwagen. Innenraum und Kofferraum bieten ausreichend Platz für den Alltag und in Sachen Sicherheit hat der Pulsar beim Euro NCAP-Crashtest 2014 fünf von fünf Sternen erreicht. Insgesamt sticht ein gebrauchter Pulsar dann doch nicht so sehr aus der Masse heraus, aber wer es im Familienalltag auch mal ein bisschen krachen lassen will, der kann sich ja die sportliche Variante mit 190 PS in die Garage stellen.

Fahrzeugbewertungen zu Nissan Pulsar

5 Bewertungen

4,4